Zero Discrimination Day


Seit 2014 findet jährlich am 01. März der Zero Discrimination Day statt. Dieser setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung von an HIV und AIDS erkrankten Menschen.

Diskriminierung erfahren viele Menschen in ihrem Leben, sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, der sexuellen Orientierung oder anderen Merkmalen. Auch an HIV oder AIDS erkrankte Menschen kennen das Gefühl von Abgrenzung oder Ausgrenzung. Für eine gleichberechtigte und faire Behandlung der betroffenen Menschen setzt sich die Organisation UNAIDS ein.

Ebenfalls die UNAIDS war es, die zusammen mit den Vereinten Nationen 2014 den Zero Discrimination Day, mit dem Ziel jede Art von Diskriminierung zu beseitigen, ausgerufen hat. Durch die gleichnamige Kampagne #zerodiscrimination sind Organisationen sowie Einzelpersonen aufgerufen ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, denn alle Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde.

Auch fehlende Barrierefreiheit bedeutet Diskriminierung. Künftig müssen daher Menschen mit Behinderung das Recht auf Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und bei Alltagsgeschäften erhalten. Nach aktuellem Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle können private Arbeitgeber und Dienstleister sogar auf Schadensersatz verklagt werden, wenn die Bereitstellung angemessener Vorkehrungen fehlt. Wir setzen uns mit unseren Blindenleitsystemen dafür ein, dass Barrierefreiheit am Arbeitsplatz zur Normalität wird. So tragen wir einen Teil zu einer inklusiveren und weniger diskriminierenden Gesellschaft bei.

Bernhard Franke, der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes teilte mit, dass das Recht auf gleichen Zugang Menschen mit Behinderung bislang nur teilweise gewährt wird. Damit setzt Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvektion und das EU-Recht an einer zentralen Stelle nicht um, womit ein EU-Vertragsverletzungsgefahren riskiert wird. Mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) im August 2016 wurde die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ABS) gegründet. Das Gesetz zielt darauf ab, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, der sexuellen Identität oder einer Behinderung zu verhindern oder zu beseitigen.

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