Neubau der Jacobischule in Kalletal

Die Gebäude der Jacobischule in Kalletal wurden nach und nach geräumt, entkernt und daraufhin abgerissen, um Platz für den zukünftigen Mehrgenerationenpark zu schaffen. Die Grundschule, die vorher in dem U-förmigen Gebäudetrakt aus den fünfziger Jahren war, ist in den Herbstferien in die neuen und sanierten Räumlichkeiten am Schulzentrum eingezogen.

Die Jacobischule verfolgt das Ziel, die Chancengleichheit und -gerechtigkeit unabhängig von den Voraussetzungen der Schüler*innen zu ermöglichen. Dabei setzt die Schule auf ein gemeinsames Lernen, um die Bildungswege aller Kinder offen zu halten. Außerdem soll dadurch allen Schüler*innen der Zugang zu höheren Abschlüssen ermöglicht werden.

Um aber nicht nur den Zugang zu höheren Abschlüssen, sondern auch den Zugang in das dafür passende Gebäude zu ermöglichen, wurde in diesem ein taktiles Blindenleitsystem verlegt. Bestehend aus Aufmerksamkeitsfeldern aus weißen Noppen und Leitlinien aus weißen Rippen hilft es bei der Orientierung im Gebäude. Durch die Auswahl heller Elemente sind diese auf dem dunklen Boden gut zu erkennen, was blinden und sehbehinderten Menschen einen zusätzlichen Vorteil bietet.

 

 

Quelle.

Mehr Treppensicherheit beim Hamburger Sportbund

Der Hamburger Sportbund ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Hamburger Sportvereine und -verbände. Mit den rund 500.000 Mitglieder*innen in mehr als 850 Vereinen ist er die größte Community der Stadt. Die Absicht ist es, die Mitglieder*innen beim Erreichen der sportlichen und gesellschaftlichen Ziele optimal zu unterstützen.
Eine erste Unterstützungsleistung, gerade für blinde und sehbehinderte Menschen, lässt sich bereits im Gebäude finden, indem das Treppenhaus mit Aufmerksamkeitsfeldern aus weißen Noppen und weißen Stufenkantenmarkierungen auf der ersten und letzten Stufe ausgestattet ist. Zusätzlich wurden taktile Handlaufmarkierungen am Treppengeländer angebracht, durch diese ist in Brailleschrift ablesbar in welchem Stockwerk man sich befindet.

 

 

Kunsthalle Bremen – Kunst barrierefrei genießen

Mit dem Ziel, ein Museum für jede*n zu sein, will die Kunsthalle Bremen allen Menschen den Zugang zu den Ausstellungen ermöglichen. Dabei soll das Sammeln der Kunsterfahrungen und der Austausch unabhängig von den jeweiligen Voraussetzungen der Menschen sein.

Um dies zu ermöglichen, wird ab November das Projekt Brückenschläge präsentiert, welches gemeinsam mit einem Expter*innengremium und dem Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen erarbeitet wurde. Zusätzlich gefördert wird es von der Aktion Mensch. Für die Möglichkeit, die neuen inklusiven Angebote auszuprobieren, gibt es am 01. November 2022 Uhr ein Podiumsgespräch mit Expert*innen zu den Themen Barrierefreiheit und Inklusion in kulturellen Einrichtungen. Als Auftakt des Projekts besteht außerdem die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen.

Zur Realisierung des Projekts ist die Dauerausstellung „Remix. Die Sammlung neu sehen.“ mit mehreren inklusiven Vermittlungsformaten ausgestattet. Zu diesen lassen sich Tastmodelle von Gemälden und Skulpturen zählen, die über ein taktiles Leitsystem miteinander verbunden sind. Außerdem gibt es einen Videoguide in Deutscher Gebärdensprache sowie einen Audioguide für blinde und sehbehinderte Menschen und einen Audioguide in einfacher Sprache. Dieser ist zusätzlich auch auf Russisch, Arabisch, Französisch und Englisch abrufbar.

Eine weitere Maßnahme, um blinden und sehbehinderten Menschen den Besuch zu erleichtern, ist ein kontrastreich gestalteter Eingang. Im Museum selber sind keine Karussell- oder Rotationstüren vorhanden, Glastüren sind mit Sicherheitsmarkierungen gekennzeichnet. Räume und Flure sind hell ausgeleuchtet, Hindernisse, wie in den Raum ragende Gegenstände, sind nicht vorhanden. Wie bereits erwähnt, sind die Exponate mit einem taktilen Leitsystem verbunden. Dieses besteht aus Leitlinien aus Rippen und Aufmerksamkeitsfeldern aus Noppen. Für das Leitsystem im Ausstellungsbereich wurden Elemente aus Messing verwendet. Diese wirken auf dem dunklen Holz-Boden besonders edel. Für die Aufmerksamkeitsfelder im Treppenhaus wurden weiße Elemente gewählt, weil diese besser zu dem Stein-Boden passen und einen besseren Kontrast bilden, als dunkle Elemente es tun würden.

 

 

Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Hörbehinderungen und gehörlose Menschen, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit Leseschwäche, Menschen mit Autismus-Spektrumsstörung sowie Menschen mit Demenz bietet das Museum gesonderte Angebote. Einen Überblick über diese Angebote finden Sie hier.

Zurzeit (Stand 28.10.2022) gibt es in der Kunsthalle sechs Ausstellungen. Bis Ende des Monats sind die Werke der neun Künstler*innen zu sehen, die dieses Jahr für den Kunstpreis nominiert waren. Auch die Ausstellungsreihe „Remix“ gibt neben Funden aus dem Depot Einblicke in die Sammlung zeitgenössischer Kunst. Neben den Werken der zeitgenössischen Kunst stellt die Ausstellung „Manns-Bilder“ zeitlose Fragen nach Schönheit und Männlichkeit, indem sich ideale Akte und individuelle Körper gegenüber stehen. Weitere Darstellung des Körpers lassen sich in der Ausstellung „Wer war Milly?“  finden. Bei dieser essayistischen Auseinandersetzung werden Klischees analysiert, in denen Schwarze Frauen objektiviert, exotisiert und erotisiert werden. Ausgangspunkt dafür ist das Gemälde Schlafende Milli von Ernst Ludwig Kirchner aus 1911.

Barrierefreie Mehrfach-Sporthalle für die Gesamtschule Wasseramselweg

Im Wasseramselweg in Köln-Vogelsang entsteht künftig eine Gesamtschule, womit eine Brachfläche auf einer wieder verfüllten ehemaligen Kriegsgrube nachhaltig revitalisier wurde. Die Gesamtschule wurde 2018 gegründet und ist konzipiert als sechszügige Ganztagsschule. Aktuell besuchen Schüler*innen der 5-9 Klasse die Schule, an der alle Abschlüsse des nordrhein-westfälischen Schulsystems bis hin zum Abitur vergeben werden.

Als Voraussetzung für das erfolgreiche, schulische Lernen wird die Unterschiedlichkeit der Kinder verstanden. Um diese Voraussetzung zu erfüllen, liegt der pädagogische Schwerpunkt auf dem individuellen und eigenständigen Lernen in vielfältigen Unterrichtsformen und Projekten. Dabei stellen das digitale und kulturelle Lernen grundlegende Entwicklungsschwerpunkte dar.

Zusätzlich werden differenzierte Formen des Lernens gefördert und Schullaufbahnen möglichst lange offengehalten. Ermöglicht wird dies durch die Gestaltung eines übersichtlichen Schultags mit längeren Lernrhythmen. Auch wird dadurch das aktive Ziel der Inklusion unterstützt, insbesondere von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

Ein weiterer Aspekt um Inklusion zu realisieren, sind Blindenleitsysteme. Diese wurden von uns in der von den Bauunternehmen Friedrich Wassermann und der Goldbeck GmbH als Gemeinschaftsprojekt geplanten Mehrfachsporthalle verlegt. Diese besteht aus einer Dreifach- sowie einer Einfach-Halle, ist ca. 67 Meter lang und 45 Meter breit. Die Gesamtnutzungsfläche von ca. 3.600 Quadratmetern ist zweigeschossig und soll für den Schulsport wie auch für den Vereinssport genutzt werden. Zusätzlich verfügt sie über 400 Tribünenplätze.

Damit sich nicht nur Schüler*innen die normal sehen können, sondern auch Schüler*innen und Zuschauer*innen mit Sehproblemen, in der Halle orientieren können, wurde auf dem Boden ein bereits erwähntes Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Noppen, die Aufmerksamkeitsfelder bilden, und Rippen, die Leitlinien bilden.

 

 

 

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.

Mehr Informationen über die Schule erhalten Sie hier.

Severin-Schule wird barrierefrei

Die LVR-Severin-Schule in Köln ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen, die sich in eine Grundschule und eine offene Ganztagsschule gliedert. Zusätzlich gibt es dort die Möglichkeit der Frühförderung, zu der die Ergotherapie, die Logopädie und die Musiktherapie zählen.

Mit der Musiktherapie werden Emotionen musikalisch erlebt, verarbeitet und ausgedrückt. Zusätzlich werden die sprachlich-kommunikativen Fertigkeiten entwickelt und verbessert.
Bei der Logopädie werden Probleme mit der Stimme, der Sprache und dem Sprechen behandelt. Dabei werden Störungen in diesen Bereichen diagnostizier und behandelt, um die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern oder wiederherzustellen.
Die größtmögliche Handlungskompetenz und Selbstständigkeit zu erzielen, ist das Ziel der Ergotherapie. Wichtiger Baustein dieser Zielsetzung ist das Ermöglichen der Teilhabe am Schulleben.

Da es sich bei der Severin-Schule um eine Schule handelt, an der die Kinder Probleme mit dem Sehen haben, ist ein Blindenleitsystem ein wichtiger Bestandteil bei der Ermöglichung der Teilhabe. Dabei können die Kinder das Leitsystem entweder taktisch erfassen oder es auf dem Boden erkennen, wenn sie noch über Sehkraft verfügen. Möglich wird dies durch einen intensiv hergestellten Kontrast. Dabei ist der Boden der Schule dunkel, während die Aufmerksamkeitsfelder aus weißen Noppen und die Leitlinien aus weißen Rippen bestehen.

 

Weitere Informationen zur Severin-Schule finden Sie hier.

Blindenleitsystem für die Deutsche Rentenversicherung

Zu der Deutschen Rentenversicherung gehört die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, ein Regionalträger für die Bundesländer Berlin und Brandenburg.

Im Rahmen des überstaatlichen Rechts der Europäischen Gemeinschaft sowie des deutsch-polnischen Sozialversicherungsabkommens vom 09. Oktober 1975 ist die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg die Verbindungsstelle für Polen. Als diese ist sie zuständig für Personen, die neben deutschen auch polnische Versicherungszeiten haben. Damit betreuen etwa 2.500 Mitarbeitende ca. 800.000 Renter*innen und 2,3 Millionen Versicherte.

Da im Alter die Sehkraft teilweise sehr stark abnehmen kann, ist es besonders für Renter*innen, die blind oder sehbehindert sind, wichtig, sich vor Ort gut orientieren zu können. Aus diesem Grund haben wir in am Standort Berlin ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Leitlinien aus Rippen und Aufmerksamkeitsfeldern aus Noppen, die taktil erfassbar sind. Davon profitieren nicht nur die Rentner*innen, sondern alle Menschen, die an einer Sehkrankheit leiden oder blind sind.

 

Quelle.

Historisches Museum Frankfurt wird barrierefrei

Als ältestes Museum der Stadt sammelt, bewahrt, erforscht und vermittelt das historische Museum Frankfurt das kulturelle Erbe der Stadt. Damit ist das Museum ein Ort der Wissensvermittlung, kritischer Informationen, der Reflexion und Diskussion über die Frankfurter Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Eine zentrale Rolle dabei spielen die Punkte Multiperspektivität, Diversität und Vielfalt, die sich in Sammlungen, Ausstellungen und den Vermittlungen wiederfinden. Durch die partizipatorische und inklusive Arbeit des Museums lädt es alle in der Stadt lebenden Menschen an der Teilhabe und Mitgestaltung des Museums ein. Dabei wird Barrierefreiheit groß geschrieben, indem innerhalb der Ausstellung beispielsweise eine Beschilderung in prägnanter Schrift und Farbe als Orientierungshilfe dient und die Räume kontrastreich gestaltet sind. Weiterführend sind die Medienstationen für Menschen mit einer Sehbehinderung mit zwei übereinanderliegenden Lautsprechern ausgestattet und durch tastbare Buttons bzw. eine linsenförmige Ausfräsung in der Oberfläche des Touchscreens sowie durch eine erläuternde Ansage an den Audiostationen zugänglich.

Auch wir haben auch unter dem Aspekt der Inklusion das Museum mitgestaltet. So wurde, damit die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen nicht erst in der Ausstellung beginnt, am Fuß der Freitreppe unterhalb des Museumsplatzes ein Tastmodell verlegt. Diese erste Orientierung durch den Gebäudekomplex ist ein auf dem Boden eingebundenes Blindenleitsystem, das bis zur Museumskasse führt. Weiter geht es im Inneren mit einem taktilen Leitsystem aus Noppen und Rippen am Boden, wodurch die eigenständige Bewegung durch die Ausstellungsräume möglich wird. Ergänzt wird das System durch taktile Stockwerkspläne, die zu den Objekten führen.

Weiterführende Informationen zu den Maßnahmen für blinde und sehbehinderte Museumsbesucher*innen finden Sie hier.

 

Geschichte und Gegenwart barrierefrei erleben

Intervention durch Kunst

In Potsdam befindet sich das MINSK Kunsthaus, welches am 24. September 2022 eröffnet. Eingeweiht wurden die zukünftigen Ausstellungswände aber bereits im April dieses Jahres mit den Zeichnungen des rumänischen Künstlers Dan Perjovschi. Mit diesen arbeitet er, als spontane Reaktion auf seine Umgebung, bereits seit den 1990er Jahren. Damit schreibt er durch seine Intervention schon ein Jahr vor der Eröffnung das Programm in die Wände des MINSK. Zusätzlich werden durch die auf klare Linien reduzierten Skizzen unbequeme Fragen auf humorvolle und kritische Weise gestellt, während gleichzeitig Widersprüche aufgestellt werden. Im Kunsthaus MINSK bezieht er sich auf die konkrete Situation der dem öffentlichen Blick entzogenen Baustelle. Sichtbar werden die Zeichnungen aber trotz momentan nicht betretbarer Baustelle über den FUNK.

 

Vergangenheit trifft Gegenwart

Neben dem Werk von Perjovschi zeigt das Kunsthaus Kunst aus der ehemaligen DDR im Austausch mit zeitgenössischer Kunst und anderen Disziplinen, die ab Herbst 2022 wieder ausgestellt werden. Ausgangspunkt bildet ein Bestand an Werken von Künstler*innen aus der ehemaligen DDR, welcher über Jahre aufgebaut wurde. In der Eröffnungsausstellung werden zwei Künstler aus der Sammlung Hasso Plattner präsentiert, deren Ausstellungen den Blick auf die Natur und das Potsdamer Stadtbild lenken. Für die Arbeit des MINSK soll diese Art der Gegenüberstellung von Kunstwerken aus der Sammlung und zeitgenössischen Positionen charakteristisch sein.

 

Aus Gaststätte wird Kunsthaus

Das Gebäude, in dem man heute das MISNK Kunsthaus in Potsdam findet, war früher eine Gaststätte auf dem Brauhausberg. Dieses wurde 1990 geschlossen und daraufhin zusehend vernachlässigt. Um das Gebäude vor dem Abriss zu bewahren, setzten sich die Potsdamer*innen für die Rettung des Baus ein. Um es zu bewahren und es der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, wurde es 2019 von der Hasso Plattner Foundation erworben. Damit soll das MINSK nicht mehr nur ein Ort der Erinnerungen, sondern auch ein Ort vieler neuer Erlebnisse sein und werden.

 

Geschichte barrierefrei erleben

Um die Geschichte nicht nur den Potsdamer*innen sondern allen, die daran interessiert sind, ohne Probleme näher bringen zu können, wurde im MINSK ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus schwarzen Elementen, die aus Noppen und Rippen Leitlinien und Aufmerksamkeitsfelder bilden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekt*innen, die für das Projekt zuständig sind und waren, wurden die Noppen als Spezialanfertigung nicht rund, sondern viereckig gefertigt. Dadurch verlieren sie ihre Wirksamkeit als Orientierungshilfe für blinde und sehbehinderte Menschen nicht und passen sich gleichzeitig sehr gut an das Gesamtbild an. Auch die Auswahl von schwarzen Elementen war nicht zufällig, denn auf dem weißen Boden bilden sie einen guten Kontrast, was es einfacher macht dieses zu erkennen, Zusätzlich dazu sehen sie stylisch und zeitlos aus. Neben dem Blindenleitsystem befindet sich an der Eingangstür des MINSK, die aus Glas besteht, ein Schriftzug, der den Namen des Kunsthauses abbildet, Auch dieser hat einem stylischen einen nützlichen Aspekt, denn dadurch wird die Glastür für blinde und sehbehinderte Menschen besser sichtbar. Diese erhöhte Sichtbarkeit ist wichtig, weil Glastüren für Menschen, die nicht und nur wenig sehen können, meist nur schwer zu erkennen sind und somit eine Gefahrenstelle für diese darstellen. Durch Markierungen kann diese Gefahrenstelle verringert werden.

 

 

Quelle: https://dasminsk.de/de/

Benrather Schulen werden neu und barrierefrei

In Benrath teilen sich die katholische Schule St. Cäcilia und die Gemeinschaftsschule Schloss Benrath das Gebäude, das für rund 19 Millionen Euro erweitert und umgebaut wurde. Grund für die Erweiterung ist die Entstehung vieler neuer Wohnviertel, weshalb neben neuem Wohnraum auch Kitas und Schulen ausgebaut werden müssen.

Bisher haben sich die beiden oben genannten Schulen ein denkmalgeschütztes Gebäude und eine Turnhalle geteilt, beides stammt aus den 1930er Jahren. Durch den Sanierungsbedarf des Gebäudes und der Technik, entschieden die Verwaltungen einen kompletten Umbau, eine Modernisierung und für den restlichen Raumbedarf eine Erweiterung, der durch einen ca. 2150 m² großen Neubau realisiert wurde.

Dieser dient nicht nur der Erweiterung der alten Gebäudeensemble und der räumlichen Trennung der beiden Grundschulen von der direkt nebenan liegenden Hauptschule, sondern auch der Vergrößerung der Klassenräume.

Nach Fertigstellung des Umbaus ist der gesamte Standort barrierefrei, womit künftig alle Geschosse des Neubaus und des Bestandgebäudes über Aufzüge barrierefrei erreicht werden. Zusätzlich wird durch das von uns verlegte Blindenleitsystem die Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen vereinfacht. Dieses besteht aus Leitlinien aus Rippen und Aufmerksamkeitsfeldern aus Noppen. Besonders groß sind die Aufmerksamkeitsfelder vor den Treppen. Damit wird sehenden und nicht sehenden signalisiert, dass sie sich vor einer Gefahrenstelle befinden. Somit wird das Risiko für Treppenstürze verhindert, das auch bei sehenden Menschen hoch ist, wenn beispielsweise die erste Stufe einer Treppe übersehen wird.

Für das kommende sowie viele weitere Schuljahre sind die Schulen in Benrath also bestens ausgestattet, um inklusiv zu arbeiten.

 

 

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Neues barrierefreies Justizzentrum in Bad Kreuznach

In Bad-Kreuznach wurden rund 30 Mio. Euro dafür investiert, dass die bisher auf mehrere Gebäude verteilten Gerichte, die Staatsanwaltschaft und die Bewährungshilfe in einen Neubau im Gewerbepark General Rose zusammengeführt werden. Die Zielsetzung der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) lag darin, ein zeitgemäßes Gebäude für die Rechtsausübung zu erreichten und gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen zu schaffen.

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit wurde das neue Justizzentrum am 25. September 2017 eröffnet. Zur Berücksichtigung der Bedürfnisse der Prozessbeteiligten und Besucher*innen wurden im Erdgeschoss des fast quadratischen, rund 55 Meter langen Komplexes sowie in Teilen des 1. OG die öffentliche Räume angeordnet. Der rund 145 m² Raumfläche fassende Schwurgerichtssaal befindet sich mit drei je 80 m² großen und vier je 40 m² großen Gerichtssälen im EG. Sechs weitere Gerichtssäle mit ebenfalls je 40 m² befinden sich im 1. OG. Als Wartezonen für Besucher*innen wurden vor den Verhandlungssälen breite Flure angelegt.

Um auf diesen breiten Fluren auf dem Weg zu den jeweiligen Gerichtssälen nicht die Orientierung zu verlieren, haben wir im Justizzentrum ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Messing-Elementen, die auf dem dunklen Boden einen guten Kontrast herstellen. Außerdem wird durch große Aufmerksamkeitsfelder vor den Treppen auf eine Gefahrenstelle, auch für sehende Menschen, hingewiesen und das Risiko von Treppenstürzen verringert.

 

 

Quelle