Mehr Treppensicherheit beim Hamburger Sportbund

Der Hamburger Sportbund ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Hamburger Sportvereine und -verbände. Mit den rund 500.000 Mitglieder*innen in mehr als 850 Vereinen ist er die größte Community der Stadt. Die Absicht ist es, die Mitglieder*innen beim Erreichen der sportlichen und gesellschaftlichen Ziele optimal zu unterstützen.
Eine erste Unterstützungsleistung, gerade für blinde und sehbehinderte Menschen, lässt sich bereits im Gebäude finden, indem das Treppenhaus mit Aufmerksamkeitsfeldern aus weißen Noppen und weißen Stufenkantenmarkierungen auf der ersten und letzten Stufe ausgestattet ist. Zusätzlich wurden taktile Handlaufmarkierungen am Treppengeländer angebracht, durch diese ist in Brailleschrift ablesbar in welchem Stockwerk man sich befindet.

 

 

Barrierefreie Mehrfach-Sporthalle für die Gesamtschule Wasseramselweg

Im Wasseramselweg in Köln-Vogelsang entsteht künftig eine Gesamtschule, womit eine Brachfläche auf einer wieder verfüllten ehemaligen Kriegsgrube nachhaltig revitalisier wurde. Die Gesamtschule wurde 2018 gegründet und ist konzipiert als sechszügige Ganztagsschule. Aktuell besuchen Schüler*innen der 5-9 Klasse die Schule, an der alle Abschlüsse des nordrhein-westfälischen Schulsystems bis hin zum Abitur vergeben werden.

Als Voraussetzung für das erfolgreiche, schulische Lernen wird die Unterschiedlichkeit der Kinder verstanden. Um diese Voraussetzung zu erfüllen, liegt der pädagogische Schwerpunkt auf dem individuellen und eigenständigen Lernen in vielfältigen Unterrichtsformen und Projekten. Dabei stellen das digitale und kulturelle Lernen grundlegende Entwicklungsschwerpunkte dar.

Zusätzlich werden differenzierte Formen des Lernens gefördert und Schullaufbahnen möglichst lange offengehalten. Ermöglicht wird dies durch die Gestaltung eines übersichtlichen Schultags mit längeren Lernrhythmen. Auch wird dadurch das aktive Ziel der Inklusion unterstützt, insbesondere von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

Ein weiterer Aspekt um Inklusion zu realisieren, sind Blindenleitsysteme. Diese wurden von uns in der von den Bauunternehmen Friedrich Wassermann und der Goldbeck GmbH als Gemeinschaftsprojekt geplanten Mehrfachsporthalle verlegt. Diese besteht aus einer Dreifach- sowie einer Einfach-Halle, ist ca. 67 Meter lang und 45 Meter breit. Die Gesamtnutzungsfläche von ca. 3.600 Quadratmetern ist zweigeschossig und soll für den Schulsport wie auch für den Vereinssport genutzt werden. Zusätzlich verfügt sie über 400 Tribünenplätze.

Damit sich nicht nur Schüler*innen die normal sehen können, sondern auch Schüler*innen und Zuschauer*innen mit Sehproblemen, in der Halle orientieren können, wurde auf dem Boden ein bereits erwähntes Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Noppen, die Aufmerksamkeitsfelder bilden, und Rippen, die Leitlinien bilden.

 

 

 

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.

Mehr Informationen über die Schule erhalten Sie hier.

20. September: Internationaler Weltkindertag

Wann wird der Weltkindertag gefeiert?

Am 20. September wird in Deutschland der Kindertag gefeiert. Auch über 145 andere Staaten feiern den Kindertag, aber an verschiedenen Daten. In über 40 Staaten findet er am 01. Juni statt, die vereinten Nationen feiern ihn am 20. November als Internationalen Tag der Kinderrechte. Die unterschiedlichen Termine sind zurückzuführen auf den Internationalen Kindertag, der 1948 von den Mitgliedsstaaten der Sowjetunion ins Leben gerufen wurde und den Weltkindertag, der 1954 von der UN ins Leben gerufen wurde.

 

Warum wird der Weltkindertag gefeiert?

Zwar unterscheidet sich das Datum, der Grund für diesen Tag ist aber derselbe: Aufmerksamkeit für die besonderen Bedürfnisse, speziell die Rechte, der Kinder. Dabei sollen die Rechte von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden um die Weichen für eine zukunftsfähige und kinderfreundlichere Welt zu stellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es uns wichtig, dass Kinder schon früh mit den Punkten Inklusion und Barrierefreiheit in Berührung kommen. Aus diesem Grund haben wir uns bereits für die Barrierefreiheit in Schulen stark gemacht, woraufhin nun vermehrt Kindergärten und Kitas folgen. Diese stellen sich auf die Unterstützung und Förderung der Kinder in all ihrer Verschiedenheit ein, wobei das Herstellen einer barrierefreien Umgebung eine wichtige Grundlage bildet. Im besten Fall ist diese von Anfang an vorhanden, damit kein Kind systematisch ausgegrenzt wird.

 

Kita Mamre als Paradebeispiel einer inklusiven Kita

In Halle wurde am 01. Dezember 2021 die inklusive Kita Mamre eröffnet, die ein Ort der Begegnungen, Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit sein soll. Einer dieser Punkte gilt als Namensgeber für die Kita, denn Mamre bedeutet Gastfreundlichkeit. Der Aspekt der Gastfreundschaft beschränkt sich aber nicht nur auf andere Religionen und Kulturen, sondern auch auf Inklusion. So erklärt die Leiterin der Kita Nadine Büscher, dass jedes Kind individuell ist und so wie es ist, gut und richtig ist. Aus diesem Grund will die Kita ein Umfeld schaffen, in denen die Kinder die Welt entdecken können und sie gleichzeitig gefördert und gefordert werden.

Mit dem Ziel einer inklusiven Kita, die einladend und nicht ausgrenzend ist, entfernt sich die Kita von der Integration. Stattdessen strebt die Einrichtung mit einer eigenen, guten räumlichen, personellen, und konzeptionellen Art die bestmögliche Inklusion an. Damit soll sie Eltern und Kindern eine Brücke zur gesellschaftlichen Teilhabe ermöglichen.

Quelle: www.westfalen-blatt.de

Ein wichtiger Aspekt, um Inklusion zu ermöglichen, ist ein Leitsystem. In der Kita Mamre besteht dieses aus schwarzen Rippen und Noppen, die stylisch aussehen und gleichzeitig einen guten Kontrast auf dem hellen Boden darstellen. Durch diesen Kontrast und die Möglichkeit, das System taktil zu erfassen, ist es für blinde und sehbehinderte Kinder, aber auch Eltern, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen, die an einer Sehkrankheit leiden, bringt es einen doppelten Vorteil.

 

Vorteile unseres Systems

Wenn auch Sie etwas zur Barrierefreiheit und somit zu einer zukunftsfähigen, kinderfreundlicheren und vor allem inklusiveren Welt beitragen wollen, kontaktieren Sie uns gerne. Unser System kann nachträglich, schnell,  einfach und kostengünstig verlegt werden. Durch die freie Farbwahl können unsere Elemente einem vorhandenen Farbkonzept angepasst werden, womit ein guter Kontrast erreicht und eine ästhetische Einbindung in das Objekt ermöglicht wird. Die Komponenten haften auf nahezu jedem Untergrund gleich gut (Teppich, PVC, Stein etc.), sowohl in Gebäuden als auch im Außenbereich. Letztlich profitieren alle Nutzer*innen von unserem Leitsystem, das auch einen wichtigen Beitrag zur Sturzprävention und Unfallverhütung leistet.

Blindenleitsystem für die Deutsche Rentenversicherung

Zu der Deutschen Rentenversicherung gehört die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, ein Regionalträger für die Bundesländer Berlin und Brandenburg.

Im Rahmen des überstaatlichen Rechts der Europäischen Gemeinschaft sowie des deutsch-polnischen Sozialversicherungsabkommens vom 09. Oktober 1975 ist die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg die Verbindungsstelle für Polen. Als diese ist sie zuständig für Personen, die neben deutschen auch polnische Versicherungszeiten haben. Damit betreuen etwa 2.500 Mitarbeitende ca. 800.000 Renter*innen und 2,3 Millionen Versicherte.

Da im Alter die Sehkraft teilweise sehr stark abnehmen kann, ist es besonders für Renter*innen, die blind oder sehbehindert sind, wichtig, sich vor Ort gut orientieren zu können. Aus diesem Grund haben wir in am Standort Berlin ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Leitlinien aus Rippen und Aufmerksamkeitsfeldern aus Noppen, die taktil erfassbar sind. Davon profitieren nicht nur die Rentner*innen, sondern alle Menschen, die an einer Sehkrankheit leiden oder blind sind.

 

Quelle.

Historisches Museum Frankfurt wird barrierefrei

Als ältestes Museum der Stadt sammelt, bewahrt, erforscht und vermittelt das historische Museum Frankfurt das kulturelle Erbe der Stadt. Damit ist das Museum ein Ort der Wissensvermittlung, kritischer Informationen, der Reflexion und Diskussion über die Frankfurter Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Eine zentrale Rolle dabei spielen die Punkte Multiperspektivität, Diversität und Vielfalt, die sich in Sammlungen, Ausstellungen und den Vermittlungen wiederfinden. Durch die partizipatorische und inklusive Arbeit des Museums lädt es alle in der Stadt lebenden Menschen an der Teilhabe und Mitgestaltung des Museums ein. Dabei wird Barrierefreiheit groß geschrieben, indem innerhalb der Ausstellung beispielsweise eine Beschilderung in prägnanter Schrift und Farbe als Orientierungshilfe dient und die Räume kontrastreich gestaltet sind. Weiterführend sind die Medienstationen für Menschen mit einer Sehbehinderung mit zwei übereinanderliegenden Lautsprechern ausgestattet und durch tastbare Buttons bzw. eine linsenförmige Ausfräsung in der Oberfläche des Touchscreens sowie durch eine erläuternde Ansage an den Audiostationen zugänglich.

Auch wir haben auch unter dem Aspekt der Inklusion das Museum mitgestaltet. So wurde, damit die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen nicht erst in der Ausstellung beginnt, am Fuß der Freitreppe unterhalb des Museumsplatzes ein Tastmodell verlegt. Diese erste Orientierung durch den Gebäudekomplex ist ein auf dem Boden eingebundenes Blindenleitsystem, das bis zur Museumskasse führt. Weiter geht es im Inneren mit einem taktilen Leitsystem aus Noppen und Rippen am Boden, wodurch die eigenständige Bewegung durch die Ausstellungsräume möglich wird. Ergänzt wird das System durch taktile Stockwerkspläne, die zu den Objekten führen.

Weiterführende Informationen zu den Maßnahmen für blinde und sehbehinderte Museumsbesucher*innen finden Sie hier.

 

Geschichte und Gegenwart barrierefrei erleben

Intervention durch Kunst

In Potsdam befindet sich das MINSK Kunsthaus, welches am 24. September 2022 eröffnet. Eingeweiht wurden die zukünftigen Ausstellungswände aber bereits im April dieses Jahres mit den Zeichnungen des rumänischen Künstlers Dan Perjovschi. Mit diesen arbeitet er, als spontane Reaktion auf seine Umgebung, bereits seit den 1990er Jahren. Damit schreibt er durch seine Intervention schon ein Jahr vor der Eröffnung das Programm in die Wände des MINSK. Zusätzlich werden durch die auf klare Linien reduzierten Skizzen unbequeme Fragen auf humorvolle und kritische Weise gestellt, während gleichzeitig Widersprüche aufgestellt werden. Im Kunsthaus MINSK bezieht er sich auf die konkrete Situation der dem öffentlichen Blick entzogenen Baustelle. Sichtbar werden die Zeichnungen aber trotz momentan nicht betretbarer Baustelle über den FUNK.

 

Vergangenheit trifft Gegenwart

Neben dem Werk von Perjovschi zeigt das Kunsthaus Kunst aus der ehemaligen DDR im Austausch mit zeitgenössischer Kunst und anderen Disziplinen, die ab Herbst 2022 wieder ausgestellt werden. Ausgangspunkt bildet ein Bestand an Werken von Künstler*innen aus der ehemaligen DDR, welcher über Jahre aufgebaut wurde. In der Eröffnungsausstellung werden zwei Künstler aus der Sammlung Hasso Plattner präsentiert, deren Ausstellungen den Blick auf die Natur und das Potsdamer Stadtbild lenken. Für die Arbeit des MINSK soll diese Art der Gegenüberstellung von Kunstwerken aus der Sammlung und zeitgenössischen Positionen charakteristisch sein.

 

Aus Gaststätte wird Kunsthaus

Das Gebäude, in dem man heute das MISNK Kunsthaus in Potsdam findet, war früher eine Gaststätte auf dem Brauhausberg. Dieses wurde 1990 geschlossen und daraufhin zusehend vernachlässigt. Um das Gebäude vor dem Abriss zu bewahren, setzten sich die Potsdamer*innen für die Rettung des Baus ein. Um es zu bewahren und es der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, wurde es 2019 von der Hasso Plattner Foundation erworben. Damit soll das MINSK nicht mehr nur ein Ort der Erinnerungen, sondern auch ein Ort vieler neuer Erlebnisse sein und werden.

 

Geschichte barrierefrei erleben

Um die Geschichte nicht nur den Potsdamer*innen sondern allen, die daran interessiert sind, ohne Probleme näher bringen zu können, wurde im MINSK ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus schwarzen Elementen, die aus Noppen und Rippen Leitlinien und Aufmerksamkeitsfelder bilden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekt*innen, die für das Projekt zuständig sind und waren, wurden die Noppen als Spezialanfertigung nicht rund, sondern viereckig gefertigt. Dadurch verlieren sie ihre Wirksamkeit als Orientierungshilfe für blinde und sehbehinderte Menschen nicht und passen sich gleichzeitig sehr gut an das Gesamtbild an. Auch die Auswahl von schwarzen Elementen war nicht zufällig, denn auf dem weißen Boden bilden sie einen guten Kontrast, was es einfacher macht dieses zu erkennen, Zusätzlich dazu sehen sie stylisch und zeitlos aus. Neben dem Blindenleitsystem befindet sich an der Eingangstür des MINSK, die aus Glas besteht, ein Schriftzug, der den Namen des Kunsthauses abbildet, Auch dieser hat einem stylischen einen nützlichen Aspekt, denn dadurch wird die Glastür für blinde und sehbehinderte Menschen besser sichtbar. Diese erhöhte Sichtbarkeit ist wichtig, weil Glastüren für Menschen, die nicht und nur wenig sehen können, meist nur schwer zu erkennen sind und somit eine Gefahrenstelle für diese darstellen. Durch Markierungen kann diese Gefahrenstelle verringert werden.

 

 

Quelle: https://dasminsk.de/de/

Benrather Schulen werden neu und barrierefrei

In Benrath teilen sich die katholische Schule St. Cäcilia und die Gemeinschaftsschule Schloss Benrath das Gebäude, das für rund 19 Millionen Euro erweitert und umgebaut wurde. Grund für die Erweiterung ist die Entstehung vieler neuer Wohnviertel, weshalb neben neuem Wohnraum auch Kitas und Schulen ausgebaut werden müssen.

Bisher haben sich die beiden oben genannten Schulen ein denkmalgeschütztes Gebäude und eine Turnhalle geteilt, beides stammt aus den 1930er Jahren. Durch den Sanierungsbedarf des Gebäudes und der Technik, entschieden die Verwaltungen einen kompletten Umbau, eine Modernisierung und für den restlichen Raumbedarf eine Erweiterung, der durch einen ca. 2150 m² großen Neubau realisiert wurde.

Dieser dient nicht nur der Erweiterung der alten Gebäudeensemble und der räumlichen Trennung der beiden Grundschulen von der direkt nebenan liegenden Hauptschule, sondern auch der Vergrößerung der Klassenräume.

Nach Fertigstellung des Umbaus ist der gesamte Standort barrierefrei, womit künftig alle Geschosse des Neubaus und des Bestandgebäudes über Aufzüge barrierefrei erreicht werden. Zusätzlich wird durch das von uns verlegte Blindenleitsystem die Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen vereinfacht. Dieses besteht aus Leitlinien aus Rippen und Aufmerksamkeitsfeldern aus Noppen. Besonders groß sind die Aufmerksamkeitsfelder vor den Treppen. Damit wird sehenden und nicht sehenden signalisiert, dass sie sich vor einer Gefahrenstelle befinden. Somit wird das Risiko für Treppenstürze verhindert, das auch bei sehenden Menschen hoch ist, wenn beispielsweise die erste Stufe einer Treppe übersehen wird.

Für das kommende sowie viele weitere Schuljahre sind die Schulen in Benrath also bestens ausgestattet, um inklusiv zu arbeiten.

 

 

Quelle.

Neues barrierefreies Justizzentrum in Bad Kreuznach

In Bad-Kreuznach wurden rund 30 Mio. Euro dafür investiert, dass die bisher auf mehrere Gebäude verteilten Gerichte, die Staatsanwaltschaft und die Bewährungshilfe in einen Neubau im Gewerbepark General Rose zusammengeführt werden. Die Zielsetzung der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) lag darin, ein zeitgemäßes Gebäude für die Rechtsausübung zu erreichten und gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen zu schaffen.

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit wurde das neue Justizzentrum am 25. September 2017 eröffnet. Zur Berücksichtigung der Bedürfnisse der Prozessbeteiligten und Besucher*innen wurden im Erdgeschoss des fast quadratischen, rund 55 Meter langen Komplexes sowie in Teilen des 1. OG die öffentliche Räume angeordnet. Der rund 145 m² Raumfläche fassende Schwurgerichtssaal befindet sich mit drei je 80 m² großen und vier je 40 m² großen Gerichtssälen im EG. Sechs weitere Gerichtssäle mit ebenfalls je 40 m² befinden sich im 1. OG. Als Wartezonen für Besucher*innen wurden vor den Verhandlungssälen breite Flure angelegt.

Um auf diesen breiten Fluren auf dem Weg zu den jeweiligen Gerichtssälen nicht die Orientierung zu verlieren, haben wir im Justizzentrum ein Blindenleitsystem verlegt. Dieses besteht aus Messing-Elementen, die auf dem dunklen Boden einen guten Kontrast herstellen. Außerdem wird durch große Aufmerksamkeitsfelder vor den Treppen auf eine Gefahrenstelle, auch für sehende Menschen, hingewiesen und das Risiko von Treppenstürzen verringert.

 

 

Quelle

06.06.: Sehbehindertentag

Ich sehe so wie du nicht siehst. So lautet das Motto des Sehbehindertentag, ausgerufen vom DBSV, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Dieser Aktionstag, der seit 1998 jährlich am 06. Juni stattfindet, soll auf die Situation und die Belange von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam machen.
In Hamburg findet diesbezüglich am Pfingstsonntag ein Sehbehindertengottesdienst in der Hauptkirche St. Jacobi statt. Die Lesung wird von der Diakonin der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge Dagmar Holtmann in Brailleschrift gehalten und greift auch inhaltlich das Thema Sehbehinderung auf. So wird beispielsweise die Apostelgeschichte 9 aufgegriffen, in der der Apostel Paulus durch ein helles Licht geblendet und später bekehrt wird.

Neben dem DBSV engagieren sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) und das Deutsche Katholische Blindenwerk (DKBW) mit Gottesdiensten, Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen in Kindergärten und Pflegeheimen und Aktionen von Kirchengemeinden, kirchlichen Gruppen und der Selbsthilfe zum Sehbehinderung, Mitarbeit sehbehinderter Menschen in der Kirche und der Barrierefreiheit von Gemeinden an dem Sehbehindertentag, der dieses Jahr unter dem Motto Sehbehindertensonntag steht.

Auch wir setzen uns durch die von uns verlegten Blindenleitsysteme für die Belange von Menschen mit Sehbehinderung ein und finden es wichtig, auf diese aufmerksam zu machen.

 

Quellen: bsvh.org & wikipedia.org

 

01.06.: Internationaler Kindertag

Neben Mutter- und Vatertag, die im Mai gefeiert werden, wird im Juni der Internationale Kindertag gefeiert. Am 20. September folgt dann der Weltkindertag.

Warum gibt es zwei Termine? Der Internationale Kindertag wurde 1948 von den Mitgliedsstaaten der Sowjetunion ins Leben gerufen, während der Weltkindertag 1954 von der UN ins Leben gerufen wurde. Der ältere der beiden Feiertage wird vor allem in östlichen Ländern gefeiert, in westlichen Ländern ist der Weltkindertag bekannter. Durch die jahrzehnte lange Spaltung Deutschlands in BRD und DDR sind hier beide Feiertage bekannt. Weil in der DDR der Internationale Kindertag gefeiert wurde und in der BRD der Weltkindertag wird auch nach der Wiedervereinigung in den östlichen Bundesländern eher der 01. Juni gefeiert, während in den westlichen eher der 20. September gefeiert wird.

Warum wird gefeiert? Neben Freundschaften zwischen Kindern stehen an diesem Tag die Rechte und Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund. Nach unserer Auffassung spielen hier Inklusion und Barrierefreiheit eine große Rolle.

Warum inclusion? Für die Barrierefreiheit in Schulen haben wir uns bereits stark gemacht, weshalb wir uns mit einer neuen Broschüre dem Thema Kindertagesstätten und Kindergärten widmen, denn Kitas und Kindergärten stellen sich darauf ein, Kinder in all ihrer Verschiedenheit zu unterstützen und zu fördern. Eine wichtige Grundlage dabei ist das Herstellen einer barrierefreien Umgebung. Für Eltern und Kinder ist es wichtig, dass diese barrierefreie Umgebung frühzeitig vorhanden ist – im besten Fall von Anfang an, damit es nicht die Einschränkungen eines Kindes sind, die im Vordergrund stehen. Außerdem haben Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind auch dann unterstützt wird, wenn eine Einschränkung plötzlich auftritt, beispielsweise als Folge eines Unfalls.

 

 

Für die Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindergartenbetreuung, mit dem Schwerpunkt auf einer qualitativ hochwertigen, ganztägigen Betreuung, gibt es seit Januar 2019 das Gute-Kita-Gesetz. Unter anderem zählen die Ausstattungsinvestitionen, die der gesundheitlichen Versorgung, Maßnahmen der Inklusion sowie der Förderung der sprachlichen Bildung dienen, zu den Förderzielen. Kindergerechte Räume, die allen Kindern gerecht werden, und Außenflächen sowie eine vielfältige pädagogische Arbeit zählen zu den Handlungsfeldern, die bezüglich der Barrierefreiheit und Inklusion besondere Relevanz besitzen. Außerdem sind die Handlungsfelder gesundes Aufwachsen, betrifft neben der gesunden Ernährung und Gesundheitsausbildung auch die Bewegungsförderung, und sprachliche Bildung zu berücksichtigen.

Auch für Eltern mit Behinderung muss ein barrierefreier Zugang möglich sein.

Über Fördermöglichkeiten und die einfache Umsetzung informieren wir in der beiliegenden Broschüre: Flyer Kita

 

Quelle