Selbstbestimmte Sexualität und Familienplanung von Frauen mit Behinderung

Forderung eines inklusiven Gesundheitswesens zum Internationalen Frauentag

Zum Internationalen Frauentag am 08. März fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte ein inklusives Gesundheitswesen. Dieses soll es Mädchen und Frauen mit Behinderung ermöglichen selbst über ihren Körper, ihre Sexualität und ihre Familienplanung bestimmen zu können.

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland rund fünf Millionen Frauen mit Behinderung in Privathaushalten und etwa 80.000 in stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe, was etwa 12% der weiblichen Bevölkerung entspricht. Zwar fehlen genaue Zahlen zu Elternschaft, Verhütung, Sterilisation und Abtreibung, trotzdem machen Frauen mit Behinderung in diesen Bereichen häufig Diskriminierungserfahrungen.

 

Diskriminierung von Mädchen und Frauen mit Behinderung

“Die UN-Behindertenrechtskonvention garantiert die sexuellen und reproduktiven Rechte für Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Sie erleben jedoch eine Vielzahl an Diskriminierungen. Diese beginnen bereits beim Weg in die gynäkologische Praxis, die oftmals schon baulich nicht barrierefrei zugänglich sind. Hinzu kommen kommunikative und strukturelle Barrieren, wenn zum Beispiel Informationen zu Verhütung und Elternschaft nicht in Leichter Sprache vorliegen und das medizinische Personal nicht zu den spezifischen Bedarfen von Menschen mit Behinderungen geschult ist”, erklärt Britta Schlegel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts.

Weiterführend sagt Schlegel: “Es gibt viele gesellschaftliche Vorurteile und es wird Frauen mit Behinderungen oftmals nicht zugetraut, dass sie gute Eltern sein können”, denn auch über Familiengründung und Elternschaft können Frauen mit Behinderung häufig nicht selbstbestimmt entscheiden. Dabei haben Menschen mit Behinderung das gleiche Recht Eltern zu werden wie andere auch. Es fehle vorallem an sozialrechtlicher Beratung über die Möglichkeiten zur Unterstützung der Elternschaft sowie an entsprechenden Angeboten vor Ort.

 

Umsetzung des barrierefreien Gesundheitswesen

Folglich fordert Schlegel die Bundesregierung auf, die flächendeckende barrierefreie gynäkologische Versorgung von Frauen und Mädchen mit Behinderung zu einem Schwerpunkt des angekündigten Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen zu machen.

Um diese Forderung zu erfüllen ist ein Blindenleitsystem ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dieses hilft blinden und sehbehinderten Menschen dabei sich vor Ort und ohne die Hilfe anderer zu orientieren. Unser System kann ohne großen Aufwand verlegt werden, ohne es von Anfang an einzuplanen. Die große Farbpalette ermöglicht es, die Elemente an ein bereits vorhandenes Farbkonzept anzupassen. Durch die intensive Zusammenarbeit mit renommierten Kunststoff- und Klebemittelhersteller*innen muss der vorhandene Untergrund nicht entfernen werden, sondern dient als Trägerschicht für das Leitsystem. Sowohl in Gebäuden als auch im Außenbereich haften die Komponenten auf nahezu jedem Untergrund gleich gut (Teppich, PVC, Stein etc.). Letztlich profitieren alle Nutzer von unserem Leitsystem, das auch einen wichtigen Beitrag zur Sturzprävention und Unfallverhütung leistet.

 

Quelle.