Bundesweiter Warntag am 10. September und Barrierefreiheit

Zum ersten Mal seit 30 Jahren sind im gesamten Bundesgebiet am 10. September sämtliche Sirenen und sonstige Warnmittel mehr oder weniger erfolgreich aktivitiert worden. um Alarm zu schlagen.

Wenn alle vorhandenen Warnmittel getestet werden, um möglichst viele Menschen probeweise zu erreichen, dürfen aber Menschen mit Behinderung nicht vergessen werden.

Der Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) fordert, dass konsequent das Zwei-Sinne-Prinzip angewandt wird. Das bedeutet zum Beispiel, dass  Warnungen die über eine Schrift, die auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist, also auch immer durch Ansagen ergänzt werden.

Die inclusion AG hat sich schon länger mit dem Thema barrierefreie Entfluchtung in Notsituationen beschäftigt und ein Sicherheitsleitsystem entwickelt.

“Es darf nicht das Motto gelten, rette sich wer sehen kann” sagt Robert Greven Mitglied der Geschäftsleitung bei der inclusion AG.

Mit den langnachleuchtenden taktilen Leitsystemen von inclusion lassen sich die Vorgaben der DIN 67510 (2017) und der Technischen Regeln für Arbeitsstätten  (ASR 2.3) erfüllen. DIN 67510 legt die Kennzeichnung und Markierung von Rettungs- und Verkehrswegen, Gefahrenstellen sowie in sicherheits- und brandschutztechnischen Einrichtungen durch langnachleuchtende Produkte in einem Sicherheitsleitsystem fest. Laut ASR 2.3 ist ein Sicherheitsleitsystem vorgeschrieben, wenn aufgrund der örtlichen oder betrieblichen Bedingungen eine erhöhte Gefährdung vorliegt, z. B. in großen zusammenhängenden oder mehrgeschossigen Gebäudekomplexen, bei einem hohen Anteil ortsunkundiger Personen oder einem hohen Anteil an Personen mit eingeschränkter Mobilität.

 

Im Notfall Vorteile für alle

Blinde und stark sehbeeinträchtigte Personen befinden sich im Ernstfall in einer besonders bedrohlichen Situation: Sie zählen zu den Personengruppen, die als eingeschränkt selbstrettungsfähig eingestuft werden – ein nach Expertenmeinung unhaltbarer Zustand und eine im Brandfall lebensbedrohliche Sicherheitslücke. Da sich Brandgase wie Rauch in Deckennähe sammeln, bieten die langnachleuchtenden Elemente auf dem Boden auch Personen ohne Seheinschränkungen sichere Orientierung, denn Markierungen, die im oberen Bereich von Türen und Wänden angebracht sind, werden durch die Rauchentwicklung oft verdeckt. Zudem bleiben Rettungswege auch in der Dunkelheit erkennbar, wenn die Elektrizität ausfällt oder abgeschaltet werden muss.

Künftig wird jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September ein Warntag stattfinden.

Ausführliche Informationen stehen auf der folgenden Internetseite zur Verfügung:

www.bundesweiter-warntag.de

 

Informationen zum Brandschutz und barrierefreier Entfluchtung finden Sie auch hier: https://www.inclusion.de/wp-content/uploads/2018/01/Flyer-Brandschutz.pdf