Bedeutung von Blindenleitsystemen

Blindenleitsysteme sind für sehbehinderte und blinde Menschen ein elementares Hilfsmittel mit verschiedenen Bedeutungen. Blindenleitstreifen führen zu einem bestimmten Punkt, sie lassen Übergänge und Zebrastreifen finden um die Straße sicher passieren zu können und an Bahngleisen lassen sie einen wissen, wie weit man von den Gleisen entfernt ist um gefahrlos am Gleis entlang gehen zu können. Besonders wichtig dabei ist, dass nichts im Weg ist.

Blinde und sehbehinderte Menschen sind im öffentlichen Verkehr darauf angewiesen, dass möglichst wenige Hindernisse im Weg liegen. Da aber vielen Menschen die Bedeutung der Leitstreifen nicht bewusst ist, liegen bzw. stehen dort oft Hindernisse wie Fahrräder, E-Roller, Koffer oder Menschen. Das größte Problem dabei ist es dem Hindernis auszuweichen und den Leitstreifen wiederzufinden. Bei E-Rollern beispielsweise ist es oft schwer klar zu erkennen, wie diese liegen und wie man ihnen am besten ausweicht, weshalb es eine große Schwierigkeit darstellt sie zu umgehen und wieder zurück auf den Leitstreifen zu finden. Durch diese Hindernisse, die eigentlich nicht da sein sollten, kann es außerdem zu Verletzungen kommen, die hätten vermieden werden können, würden die Leitstreife frei von Hindernissen sein. Als zusätzliches Hilfsmittel werden daher oft ein Blindenlangstock und das Gehör genutzt, mit dem der Verkehr akustisch wahrgenommen werden kann.

Ein Anliegen des BSVH, dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V., und dem HVV, dem Hamburger Verkehrsbund, ist es daher, das Bewusstsein der Menschen für Blindenleitstreifen zu stärken. So würde es zu weniger Hindernissen und somit weniger Verletzungen kommen und blinden und sehbehinderten Menschen gleichzeitig mehr Sicherheit im Straßenverkehr geben.
In einem in Zusammenarbeit der beiden Instanzen produzierten Video soll unter dem Motto „Miteinander im HVV – Wie Blinde dank eurer Hilfe sicherer ans Ziel kommen“ über die oben genannten Aspekte aufgeklärt werden.

Quelle