Barrierefreie Wahlen

Barrierefreie Wahlen 2021 – Checkliste

Auch wenn bei der bevorstehenden Bundestagswahl am 26. September 2021 vermutlich mehr Briefwählerinnen und -wähler abstimmen werden als je zuvor, wird es eine große Zahl von Menschen geben, die ihre Stimme persönlich abgeben – selbstverständlich unter Berücksichtigung der dann gültigen Abstands- und Hygienebestimmungen.

Wählen in der Pandemie

Aufgrund der besonderen Wahlumstände unter Pandemiebedingungen ist zu befürchten, dass viele Wahllokale nicht barrierefrei oder nur ansatzweise barrierearm sein werden. Das liegt unter anderem daran, dass die herkömmlichen Wahllokale zum Teil nicht den Hygienevorgaben entsprechen. So sollen etwa die Wahlräume zum einen über eine möglichst große Fläche verfügen, um die Abstandsregeln anwenden zu können, zum anderen sollen sie den regelmäßigen Luftaustausch ermöglichen. Vielerorts wird dadurch ein Umzug in andere Gebäude nötig.

 

Rückblick: UN-BRK

Bereits vor 15 Jahren wurde die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet, zwei Jahre später wurde sie ratifiziert. Für öffentliche Gebäude bedeutet der Beschluss, dass Menschen mit Einschränkungen in der Lage sein sollen, diese Gebäude selbst bestimmt, d. h. ohne fremde Hilfe aufzusuchen – dabei geht es um Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit. Gerade im Vorfeld von Wahlen wird immer wieder deutlich, dass sich die Situation für die Betroffenen in den vergangenen Jahren zwar sukzessive verbessert hat, es aber nach wie vor viel zu tun gibt, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu gewährleisten.

Aktualisierte inclusion-Checkliste

Schon 2013 haben wir mit unserer „Checkliste Barrierefreie Wahllokale“ einen Nerv getroffen – in diesem Jahr bieten wir daher einen aktualisierten Leitfaden an, zu finden hier. Wieder geht es darum, Hinweise zu geben, wie Barrierefreiheit – insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen – kostengünstig und pragmatisch umgesetzt werden kann. Mit dieser Liste erheben wir keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Bundesländer haben eigene Maßnahmenpläne entwickelt. Dort fehlen allerdings häufig ganz konkrete Vorschläge, wie die Maßnahmen umgesetzt werden können.

 

Treppensicherheit 

Die Gefahr, die durch Unfälle und Stürze auf und an Treppen ausgeht, darf nicht unterschätzt werden. Seit Jahren ist die Zahl der jährlich tödlich verunglückten Personen an Treppen in Deutschland erstaunlich hoch.

Deshalb sind eine Reihe von Maßnahmen erforderlich, die dann allen Nutzerinnen und Nutzern zugutekommen. Auch für Menschen ohne Seheinschränkung sinkt das Risiko an einer Treppe zu stürzen, wenn diese barrierefrei gestaltet ist.

Sinnvoll sind sogenannte Aufmerksamkeitsfelder vor Gefahrenstellen wie Treppen. Diese bestehen aus einzelnen Bodenindikatoren (Noppen) oder Noppenplatten und haben die Aufgabe, Gefahrenstellen rechtzeitig anzukündigen.
Mindestens die erste und letzte Stufe muss kontrastreich markiert sein. Besser wäre es jede Stufe zu markieren, so wie es vorgeschrieben ist, wenn es sich nur um drei Stufen handelt.

Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit können Sie sich bei Fragen gerne an uns wenden. Neben Herstellung, Lieferung und Montage beraten wir gerne. Unsere Produkte kann man permanent oder temporär einsetzen und kaufen oder auch mieten.

PS: Taktil durch die Krise! https://www.inclusion.de/barrierefreie-taktile-markierungen-sorgen-fuer-abstand-und-sicherheit/