Sturzprophylaxe durch Treppenkantenprofile

Die meiste Zeit des aktiven Tages verbringt der Mensch am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin. Dabei stellen Treppen eine nicht unerhebliche, oft unterschätzte, Gefahrenstelle dar. Mehr als 600.000 Menschen stürzen jedes Jahr. Alleine 12.876 Menschen starben 2015 durch einen Sturz, davon rund 4.000 verursacht durch eine Treppe, laut dem statistischen Bundesamt. Zu schweren Verletzungen kommt es gerade bei zunehmendem Alter, denn Stürze können vielfältige und schwerwiegende Folgen haben, die langwierige Krankenhausaufenthalte mit sich bringen.

Gerade für Menschen, die sehbehindert oder blind sind, stellen Treppen ein großes Risiko dar. Um das Risiko eines Treppensturzes zu mindern, gibt es 3 Tipps für Treppensicherheit im Betrieb:

  1. Markierungen der Tritt- und Setzstufen, möglichst kontrastreich zum Bodenbelag.
  2. Markieren Sie die ersten und letzten Stufen, vorzugsweise alle.
  3. Aufmerksamkeitsfelder mit Noppenstruktur über die gesamte Treppenbreite.

Die Bedeutung der Barrierefreiheit wird oft unterschätzt, dabei spielt auch diese eine wichtige Rolle bei Unfallverhütung und Sturzprophylaxe. Neben der Markierung der ersten und letzten Stufe der Treppen, sollten sich auch die Handläufe visuell kontrastierend vom Hintergrund abheben.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, die Treppensicherheit in ihrem Betrieb zu verbessern. Dazu die passenden 5 Schritte:

  1. messen Sie die Breite der Treppe und zählen Sie die Anzahl der Stufen.
  2. schicken Sie uns, wenn möglich, ein Foto der Treppe, damit wir uns einen Eindruck vom Erhaltungszustand und der Farbe verschaffen können.
  3. wählen Sie das gewünschte Material: Hochleistungskunststoff Desmopan®, Aluminium oder Edelstahl.
  4. wählen Sie die gewünschte Farbe, bei den Aufmerksamkeitsfeldern das gewünschte Format: Noppenplatten oder lose Elemente aus Desmopan®, Edelstahl oder Messing.
  5. geben Sie bei Ihrer Bestellung an, ob Sie eine Eigenmontage vornehmen, oder ob unsere Montageteams das für Sie übernehmen dürfen.

 

Für den Gefahrenbereich Treppe haben wir, neben zahlreichen Stufenprofilen, ein kontrastreiches und rutschhemmendes Stufenprofil (L-Profil) entwickelt, das den Vorteil bringt, Setz- und Trittstufen gleichzeitig zu markieren und so für alle besser und früher erkennbar zu machen.

So hat sich auch das Umweltministerium in Düsseldorf dazu entschieden, die Treppensicherheit zu verbessern und die Treppenhäuser mit Treppenkantenprofilen aus Desmopan® auszustatten. Außerdem wurden die Geländer mit einem Brailleschriftzug ausgestattet, um auch haptisch darzustellen, auf welcher Etage bzw. in welchem Stockwerk sie sich befinden. Davon profitieren nicht nur besonders die blinden und sehbehinderten Mitarbeiter*innen, sondern alle betroffenen Menschen.

 

 

Woche des Sehens 08. – 15.10.2021

Woche des Sehens

2021 findet die Woche des Sehens vom 08. bis 15.10.2021 statt. Die jährlich stattfindende Kampagne wurde 2002 von Augenärzt*innen, Selbsthilfeorganisationen und internationalen Hilfswerken ins Leben gerufen. Seitdem machen sie auf die Bedeutung eines guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Lage blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam.

Durch die Aktionswoche sollen der Öffentlichkeit die Themen Blindheit und Sehbehinderung nähergebracht, zusätzlich soll sie dafür sensibilisiert werden. Dieses Jahr möchte die Woche des Sehens drei ganz unterschiedliche Arten von Barrieren ins Visier nehmen. Dazu zählen einerseits “reale” Barrieren, wie auf dem Gehweg geparkte E-Roller, Kreuzungen ohne piepsende Ampeln oder ein Geschäft, welches blinden Menschen mit Führhund den Zutritt verweigert. Auch viele digitale Angebote wie Videokonferenzen und Online-Shops sind für blinde und sehbehinderte Menschen nicht nutzbar. Auch Barrieren, die “nur” in den Köpfen der Menschen, die gerade von einer drohenden Augenerkrankung erfahren haben, aufgebaut werden, sind nicht weniger real.

 

Tag des Sehens

Auf das weltweite Aktionsprogramm “VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht” macht der World Sight Day (Welttag des Sehens) am zweiten Donnerstag im Oktober (14.10.2021) aufmerksam. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Agentur für die Verhütung von Blindheit (IAPB) sind die Initiatoren des Aktionstages, welcher das Ziel hat, die heilbare und vermeidbare Blindheit zu überwinden. Eine Welt, in der niemand unnötig erblindet, und alle unwiderruflich blinden ihr volles Potenzial erreichen können, lautet die Vision.

 

Internationaler Tag des weißen Stockes

Am nachfolgenden Tag, dem 15. Oktober 2021, findet der internationale Tag des weißen Stockes statt. Dieser wurde 1964 per Resolution vom US-Kongress verabschiedet. Der damalige Präsident der Vereinigten Staaten Lyndon B. Johnson unterstütze mit seiner umgehenden Proklamation das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.

Blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland fordern an diesem Tag unter dem Motto “Bitte Weg frei!” zu mehr Rücksicht auf. Dabei weisen Sie auf die Bedeutung von Bodenleitsystemen hin, die mit dem Stock ertastet werden und im öffentlichen Raum zur Orientierung dienen.

Im Boden verlegte Platten mit Noppen und Rippen leiten, warnen und stoppen. Eine sichere Strecke wird durch in Reihe verlegte Platten mit Rippen, sogenannte Leitstreifen, angezeigt. Diese findet man beispielsweise an Bahnsteigen. Durch abgestelltes Gepäck, wodurch der Leitstreifen blockiert wird, werden blinde und sehbehinderte Menschen zu Umwegen gezwungen, die gefährlich werden können. Um den “Stockeinsatz” zu erleichtern, verteilen die Selbsthilfeorganisationen deshalb am 15. Oktober an die sehenden Mitbürger*innen in ganz Deutschland Aktionspostkarten.

Organisiert wird die Aktion gemeinsam vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband und dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf.

 

Blindheit erfahren

in Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen blind oder sehbehindert. Erst wenn es zu Sehproblemen kommt, erkennt man den wirklichen Wert und die Notwendigkeit zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Wollen Sie wissen, was Sehen wirklich bedeutet? Machen Sie sich selbst ein Bild mit den Simulationsbrillen aus unserem Online-Shop!

 

Zur Quelle gelangen Sie hier.

 

Taktiles Leitsystem Umweltministerium Düsseldorf

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, kurz Umweltministerium bzw. MULNV, ist eines von zwölf Ministerien der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit Sitz in Düsseldorf. Gegründet wurde es als Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nordrhein-Westfalen 1946. Seit dem 29. Mai 2018 ist Ursula Heinen-Esser (CDU) aus dem Kabinett Laschet die zuständige Ministerin. Heinrich Bottermann steht ihr als verbeamteter Staatssekretär und Amtschef zur Seite.

Zu den Aufgaben des Ministeriums gehören die Vorbereitungen von Landesgesetzen, die vom Landesparlament behandelt und beschlossen werden. Außerdem ist es über den Bundesrat an der Entstehung von Bundesgesetzen beteiligt, wendet Bundes- und Landesgesetzte sowie das europäische Recht an und gewährleistet die Einhaltung durch die Behörden vor Ort. Zusätzlich widmet es sich zum Schutz von Mensch, Umwelt und Klima der Information, Unterstützung, Beratung und finanziellen Förderung von Bürger*innen, gesellschaftlichen Institutionen, Betrieben und Unternehmen.

Aufgeteilt wird es in acht Abteilungen, dazu zählen:

  1. Zentralabteilung
  2. Landwirtschaft, Gartenbau, Ländliche Räume
  3. Forsten, Naturschutz
  4. Kreislaufwirtschaft, Bodenschutz, Wasserwirtschaft
  5. Immissionsschutz, Umwelt und Gesundheit, Gentechnik
  6. Verbraucherschutz
  7. Umweltberichterstattung und Umweltrechtsfragen, Europa, Internationales
  8. Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Umweltwirtschaft

Außerdem gibt es sechs zum Geschäftsbereich zugehörige Behörden und Einrichtungen:

  • Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
  • Landesbetrieb Wald und Holz NRW
  • Landwirtschaftskammer NRW
  • Nordrhein-Westfälisches Landesgut Warendorf
  • Effizienz-Agentur NRW
  • Bezirksregierung, Kreise und kreisfreie Städte

 

Um nicht nur den drei blinden bzw. sehbehinderten Mitarbeiter*innen den Arbeitsalltag zu erleichtern, sondern um die Orientierung generell zu erleichtern, haben wir auf insgesamt 7 Etagen und in den Treppenhäusern bis in den 9. Stock fast 3000 Rippen und knapp 6200 Noppen aus Kunststoff bzw. Aluminium verlegt. Zusätzlich wurden Wegweiser in Brailleschrift in den Treppenhäusern angebracht.

 

Quelle

 

 

Taktiles Leitsystem Haus der Geschichte, Düsseldorf

„Demokratie, Vielfalt, Wandel“. So lautet der Leitgedanke der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens, einer selbstständigen Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalens mit Sitz in Düsseldorf. Errichtet wurde sie per Gesetzbeschluss des Landtags vom 18. Dezember 2019, zu finden hier. Die Stiftungsorgane sind das Kuratorium, der Wissenschaftliche Beirat, der Arbeitskreis gesellschaftlicher Gruppen und das Präsidium. Das Kuratorium besteht aus den Mitgliedern des Präsidiums des Landtags, je einem Abgeordneten der im Landtag vertretenen Fraktionen, fünf Mitgliedern der Landesregierung sowie den Vorsitzenden der beiden Landschaftsverbände. Beschlossen werden dort alle grundsätzlichen Fragen inhaltlicher, finanzieller oder personeller Art. In der ersten Hälfte der Amtsperiode übernimmt André Kuper MdL, der Präsident des Landtags, den Vorsitz des Kuratoriums. Vertreten wird er von Ministerpräsident Armin Laschet, der den Vorstand in der zweiten Hälfte übernimmt.

Der Zweck der Stiftung, welcher mit dem Leitgedanken verwirklicht wird, ist es, die Geschichte des Landes NRW, seine Vergangenheit, seine Entstehung und seine Entwicklung darzustellen und anschaulich werden zu lassen. Geleistet werden soll dies durch die Einrichtung eines modernen, zeithistorischen Museums, dem Haus der Geschichte, im Behrensbau am Düsseldorfer Mannesmannufer. In der Jubiläumsausstellung „UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“ gibt die Ausstellung in acht Kapiteln Einblicke in bewegte und bewegende Zeiten. Es werden Geschichten von 30 Menschen aus NRW erzählt, die für die gesellschaftliche Geschichte des Landes stehen. Zeitzeug_innen berichten von individuellen Erlebnissen, persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen, Katastrophen, Schicksalsschlägen, Protesten, Errungenschaften, Niederlagen und Erfolgen. Thematisiert werden außerdem Vielfalt und die Probleme des Landes, die unter anderem die Themen Flucht, Vertreibung, Industrie, Wirtschaft und Fußball umfassen.

Die in einem Rundgang konzipierte Ausstellung zeigt die vielen Kulturen, Traditionen und Mentalitäten des Landes, die allen Bürger_innen zugänglich gemacht werden soll um damit zur Identifikation mit ihrer Heimat beizutragen. Die Wurzeln und Entwicklung des Landes zu kennen ist gerade für die Generation, die die Anfänge des Landes und der Demokratie nicht selbst miterlebt haben, umso wichtiger.

Ein inklusiver Mediaguide bietet allen Besucher_innen ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes audiovisuelles Ausstellungserlebnis. Um die Ausstellung nicht nur audiovisuell, sondern auch taktil wahrnehmen zu können, haben wir ein taktiles Leitsystem verlegt. Dieses erstreckt sich über die gesamte Ausstellung. Mit Rippen und Noppen werden blinde und sehbehinderte Menschen durch die Ausstellung geführt. Durch Aufmerksamkeitsfelder und Abzweigungen wird für sie ertastbar, welchen Weg sie laufen müssen und wo sich die Exponate befinden.

 

Quellen: www.landtag.nrw.de & www.land.nrw

Zur Nachhaltigkeit in Unternehmen gehört auch Inklusion

Zu oft wird das Thema Nachhaltigkeit nur im Kontext von Klima- und Umweltschutz verstanden. Die Vereinten Nationen (UN) haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch: Sustainable Development Goals = SDGs) festgehalten, zu denen auch die Unterstützung von Menschen mit Behinderung beim Zugang zum Arbeitsmarkt gehört. Die Entwicklung von dazu passenden Merkmalen und die Aufklärung geschieht anhand des Projektes JOBinklusive.

Menschen mit Behinderung beim Zugang zum Arbeitsmarkt zu unterstützen und hierbei eine produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit zu ermöglichen ist das achte Ziel der SDGs.

 

Ausgleichsabgabe statt Inklusion

Die Arbeitslosenquote unter Menschen mit Behinderung ist trotz der UN-Behindertenrechtskonvention immer noch doppelt so hoch als bei Menschen ohne Behinderung. In Behindertenwerkstätten arbeiten etwa 300.000 Menschen mit Behinderung für ein Taschengeld. Berührungsängste und Vorurteile von Seiten der Arbeitgeber*innen sowie die fehlende berufliche Qualifikation von Menschen mit Behinderung sind nur wenige der vielfältigen Ursachen.

Anstatt die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, bezahlen etwa 40.000 Unternehmen in Deutschland laut JOBinklusive die sogenannte Ausgleichsabgabe. Diese beträgt monatlich zwischen 125€ und 320€ pro unbesetzten Pflichtarbeitsplatz. Eine fehlende Vorstellungskraft, was Menschen mit Behinderung leisten können, oder das Unwissen über Unterstützungsmöglichkeiten sind angegeben Gründe, die Pflichtarbeitsplätze nicht zu besetzen.

„Ein Unternehmen gewinnt an Glaubwürdigkeit und Vertrauen, wenn es Diversität lebt und Menschen mit unterschiedlichsten Vielfalts-Dimensionen beschäftigt. Menschen mit Behinderung zu bedenken, trägt nicht nur zum guten Image bei, sondern auch dazu, dass eine neue Personengruppe als mögliche Beschäftigte erreicht wird und langjährige Mitarbeiter*innen gehalten werden“, heißt es auf der Projektseite.

Bereits jede*r zehnte in Deutschland lebt mit einer Behinderung (z.B. Beeinträchtigung des Hörens, Sehens, Gehens oder Lernens), 97% der Behinderungen werden im Laufe des Lebens erworben. „Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels sind Menschen mit Behinderung eine wichtige Zielgruppe, die in jeder guten Recruiting-Strategie mitberücksichtigt werden sollte.“

 

Barrierefreiheit wird demnächst Pflicht

Um Diversität zu leben, bedarf es sich einer barrierefreien Umwelt. Bisher sind viele Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen noch nicht barrierefrei nutzbar. Es fehle am nötigen Know-how, wie eine bessere Bedienbarkeit von Produkten gewährleistet, Barrieren in der Kommunikation abgebaut und Zugänge zu Gebäuden geschaffen werden kann. Die Barrierefreiheit von Gebäuden kommt aber nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Eltern mit Kinderwagen und Senior*innen mit Rollatoren zu Gute. Angepasste Bildschirmarbeitsplätze helfen nicht nur Personen, die ohnehin schon Probleme mit der Wirbelsäule haben, sondern kann diese auch individuell vermeiden und präventiv wirken. So kann es das Unternehmen von langen und teuren Personalausfällen bewahren.

Inklusion und Barrierefreiheit frühzeitig umzusetzen ist nicht nur aus dem sozialen Aspekt wichtig, sondern lohnt sich für Unternehmen auch aus Kostengründen, da Barrierefreiheit in naher Zukunft verpflichtend sein wird. Die bereits 2019 beschlossene EU-Richtlinie (der European Accessibility Act = EAA) wird 2022 in nationales Recht überführt und muss ab dem 28. Juni 2025 angewendet werden. Dazu verpflichtet werden grundsätzlich alle Wirtschaftsakteure der Europäischen Union (Einführer*innen, Händler*innen, Hersteller*innen von Produkten und Dienstleister*innen). Unternehmen, die weniger als zehn Personen beschäftigen und deren Jahresumsatz 2 Millionen Euro nicht überschreitet, sind ausgenommen. In den kommenden Jahren drohen bei Zuwiderhandlung saftige Geldstrafen.

 

Sustainable Business: ganzheitliche Strukturen nötig

Mithilfe kurzfristiger Initiativen, Kampagnen oder anlassbezogener Maßnahmen lassen sich der systematische Abbau von Barrieren in Unternehmen nicht verbessern. Vielmehr bedarf es ganzheitlicher Strukturen und klarer Verantwortlichkeiten, um nachhaltige Ressourcen in Unternehmen zu mobilisieren, so JOBinklusive. Themen der Barrierefreiheit und Inklusion sollten in übergeordneten Unternehmensstrategien wie etwa „Diversity-Strategien“ oder Corporate Social Responsibility (CSR) eingebunden und fest verankert werden.

Quelle 

 

taktiles Leitsystem für die blista

blista ist ein bundesweites Kompetenzzentrum für blinde und sehbehinderte Menschen, das sich teilweise oder sogar ausschließlich durch Spenden und Förderbeiträge finanziert. Sie ist besonders für die Bedürfnisse von Jung bis Alt ausgerichtet und baut Barrieren für ein selbstverständliches Miteinander in einer visuell geprägten Gesellschaft ab.
Gewährleistet wird dies mit dem einzigen grundständigen Gymnasium im deutschsprachigen Raum und den dezentralen Internaten, mit einem vielfältigen Montessori-Angebot (Kinderhaus, Grundschule, integrierte Sekundarstufenschule bis Klasse 10) für überwiegend se, hende Kinder, der Deutschen Blinden-Bibliothek und der Reha-Einrichtung. Zugleich ist sie eine offene und lebendige Bildungs- und Begegnungsstätte für Jung und Alt, die für eine hochqualifizierte Förderung steht und sorgfältig auf die individuellen Anforderungen, Potenziale und Interessen der Einzelnen abgestimmt ist.

Die Rehabilitationseinrichtung der blista (RES) ist eines der größten und vielfältigsten Reha-Zentren in Europa. Dort werden mit rund 60 teilweise selbst betroffenen Fachleuten Beratung, Schulung und Weiterbildung angeboten.

Außerdem ist die blista einer der größten Produzenten von Medien für blinde und sehbehinderte Menschen im deutschsprachigen Raum. Dazu zählen Braille-Druckereien, Materialien für den inklusiven Unterricht, Tastmedien, Pläne und Modelle, barrierefreie Kommunikation und eine Hörbücherei vor Ort. Zusätzlich gibt es Literatur für Jung und Alt: Brailleschrift- und Tastbücher sowie Hörbücher und Hörzeitschriften im DAISY-Format.

Um eine optimale Orientierung vor Ort zu gewährleisten und ein unnötiges Unfallrisiko zu vermeiden, haben wir ein taktiles Leitsystem verlegt. Dieses besteht aus Rippen, Noppen und Stufenkantenprofilen. So werden Gefahrenstellen wie Treppen ertastbar gemacht und das Risiko für Treppenstürze vermieden.

 

Zur Quelle und für weitere Informationen klicken Sie hier.
Hier finden Sie ein pdf mit weiteren Informationen: Sehbehindert oder blind, was tun?

Zukunft des inklusiven Sozialraums im Blick

 

Die “InitiativeSozialraumInklusiv” wurde 2018 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen. Diese soll mit Akteurinnen und Akteuren auf kommunaler und regionaler Ebene die Frage klären, wie wir unseren Sozialraum inklusiver gestalten können, damit Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können. Mit der Durchführung betraut wurde die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. In der erschienenen Gesamtdokumentation befinden sich Handlungsempfehlungen, die im Rahmen der Initiative erarbeitet worden sind. Die Dokumentation wurde bei der Abschlussveranstaltung der Initiative in Berlin vorgestellt und dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, übergeben. Sie bündelt die Ergebnisse mit Blick auf die Zukunft des inklusiven Sozialraums.

Gute Beispiele für die Gestaltung inklusiver Sozialräume wurden auf den Regionalkonferenzen in Braunschweig, Mainz, Rostock und Chemnitz präsentiert. Vor Ort bzw. online trafen sich Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Diskutiert wurden dabei unter anderem die Themen: Mobilität, Wohnen, Reisen sowie Unterstützung, Assistenz und Pflege.

Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, MdB:
„Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen müssen immer mitgedacht werden – egal, ob es um Verkehrs-, Wohn-, Gesundheits- oder Kulturangebote geht. Die „InitiativeSozialraumInklusiv“ hat gezeigt, dass alle Menschen von einem gut zugänglichen Lebensumfeld profitieren.“

Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit:
„Die Dokumentation ist ein praktisches Nachschlagewerk, um lokale und regionale Ansätze für die Umsetzung eines inklusiven Sozialraums zu unterstützen. Die Bundesfachstelle wird das Thema weiterhin begleiten, damit Menschen mit Behinderungen ihr Leben so gestalten können, wie sie es sich wünschen.“

 

Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen als pdf finden sie hier.

Recht auf Teilhabe

Recht auf Teilhabe auch für ältere Menschen mit Seheinschränkungen verwirklichen

Berlin (kobinet). Die Corona-Pandemie hat bekannte Probleme sehbehinderter und blinder Seniorinnen und Senioren verschärft, so dass sie es in den vergangenen Monaten noch schwerer hatten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Der ohnehin nicht einfache Zugang zu medizinischer Versorgung und zu therapeutischen Maßnahmen war zusätzlich massiv beeinträchtigt; viele der derzeit boomenden digitalen Angebote wie Online-Shopping und das Familientreffen per Videoplattformen sind nach wie vor nicht barrierefrei nutzbar. Darauf weisen der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Bundesarbeitergemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hin, die einen entsprechenden Forderungskatalog entwickelt haben.

Doch schon vor der Pandemie galt, dass die Folgen von Sehbehinderungen und Blindheit im Alter viel zu oft übersehen, unterschätzt und nicht hinreichend berücksichtigt werden. Das muss sich dringend ändern, verlangen der DBSV und die BAGSO. Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz, die am 24. Juni anlässlich der 3. Fachtagung “Sehen im Alter” stattfand, haben DBSV-Präsident Klaus Hahn und Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, gemeinsam ein Papier vorgestellt. Darin fordern beide Verbände die kommende Bundesregierung mit Nachdruck zu verstärkten Bemühungen in acht Themenfeldern auf.

“Mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland sind älter als 65 Jahre. Mit fortschreitendem Alter steigt auch das Risiko für Augenerkrankungen, die unerkannt oder unbehandelt zum Sehverlust führen können. Die Folgen für Betroffene sind teils fatal: viele ziehen sich zurück, was oft zu einer sozialen Isolation führt. Häufig fehlt es an geeigneten Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten”, heißt es in der Presseinformation der Verbände. “Im Grundgesetz Artikel 3 steht, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Das gilt selbstverständlich auch für blinde und sehbehinderte Menschen”, sagt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO und ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Soziales.

Was geschehen muss, damit auch blinde und sehbehinderte Seniorinnen und Senioren ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe ausüben können, haben DBSV und BAGSO in ihrem Forderungskatalog konkretisiert. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen beide Organisationen etwa in der augenärztlichen Versorgung von Menschen in Pflegeeinrichtungen. “Viel zu oft werden Seheinschränkungen in der Pflegte nicht erkannt, mit der Folge, dass zahlreiche sehbehinderte Menschen fälschlicherweise für renitent oder dement gehalten werden”, erklärt DBSV-Präsident Klaus Hahn. Hier gebe es eine Lücke in der Ausbildung des pflegenden und medizinischen Fachpersonals, die dringend geschlossen werden müsse, so der Münsteraner Jurist.

DBSV und BAGSO fordern außerdem qualifizierte Rehabilitationsangebote, die Betroffenen den Umgang mit einem Sehverlust erleichtern. “Wer einen Schlaganfall erleidet, hat danach Anspruch auf Rehabilitation, um mit der neuen Situation zurechtzukommen – was absolut Sinn macht”, erklärt der DBSV-Präsident. “Auch ein Sehverlust hat massive Auswirkungen auf den Alltag, und trotzdem gibt es bisher kein automatisch einsetzendes Reha-Programm, das die Menschen auffängt und sie unterstützt. Das muss sich dringend ändern!” Damit Seniorinnen und Senioren auch tatsächlich von neuen Präventionsangeboten und medizinischen Behandlungen profitieren können, müssten diese zudem auch bei ihnen ankommen. “Früherkennung und Behandlung dürfen nicht nur eine medizinische Möglichkeit sein, sie müssen auch überall im Land realisierbar sein”, so der BAGSO-Vorsitzende Müntefering.

Das Förderprogramm von DBSV und BAGSO enthält Vorschläge für Maßnahmen in acht Themenfeldern, in denen blinde und sehbehinderte ältere Menschen bislang viel zu oft Benachteiligungen erfahren. Das vollständige Dokument finden Sie hier.

Einen Beitrag zur Barrierefreiheit, auch in Hinblick auf Sturzprävention und Unfallverhütung, bietet Inclusion mit tollen Lösungen, die besonders für die wachsende Zielgruppe der älteren Menschen wichtig ist. Diese sind im Bestand nachrüstbar und die Wichtigkeit wurde bei der Fachtagung “Sehen im Alter” des Aktionsbündnisses deutlich.

 

Quelle

Verabschiedung des Barrierefreiheitsrecht: Kritik von den BAGSO-Mitgliedsverbänden

Der Bundestag hat am 20. Mai 2021 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) beschlossen, welcher eine europäische Richtlinie, den European Accessibility Act (EAA), umsetzt. Er soll dafür sorgen, dass bestimmte Dienstleistungen und Produkte barrierefrei werden. In erster Linie bezieht er sich auf digitale Dienstleistungen und Produkte. Bislang gibt es solche Vorgaben nur für staatliche Stellen, er richtet sich erstmals auch an private Wirtschaftsakteuere.

„Mutlos und unambitioniert“, findet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) das neue Gesetz und kritisiert unter anderem „zu viele Schlupflöcher und unzumutbar lange Übergangsfristen“. Auch der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) bezeichnet den Gesetzentwurf als halbherzig. Ein barrierefreier Fahrkartenautomat nützt nichts, wenn er über Stufen zu erreichen ist. Der Sozialverband VdK sagt, er sei ein Schritt in die richtige Richtung, erfülle aber bei weitem nicht die Erwartungen. Es sei noch immer nicht allen politischen Entscheidungsträgern bewusst, dass gesellschaftliche Teilhabe ohne konsequente Barrierefreiheit nicht möglich sei, kritisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD).

Durch die physischen Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie erfährt die Digitalisierung eine enorme Beschleunigung. Doch egal ob im privaten Umfeld, im Job oder im Gesundheitsbereich, die mangelnde Barrierefreiheit digitaler Angebote trifft gerade blinde und sehbehinderte Menschen hart. Eine umfassende und verbindliche Regelung für Barrierefreiheit ist daher wichtig. Es ist ein Menschenrecht, dass der Zugang zu Produkten und Dienstleistungen, die für die Allgemeinheit angeboten werden, gleichberechtigt und chancengleich ist. In Deutschland müssen somit nicht nur die Vorgaben des EAA umgesetzt werden, es ergibt sich auch eine Pflicht zum Handeln aus dem bereits 2009 ratifizierten Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK). Außerdem wird der innovative Wirtschaftsstandort Deutschland durch eine ambitionierte Umsetzung digitaler Barrierefreiheit gestärkt.

Die Forderungen:

  • stärkere Betonung des Nutzen barrierefreier Produkte und Dienstleistungen im Gesetz. Nur in Ausnahmefällen darf ein Absehen von der Bereitstellung barrierefreier Produkte und Dienstleistungen möglich sein.
  • Erweiterung des Anwendungsbereiches des EAA auf beruflich genutzte Produkte und Dienstleistungen, wo dies ohne wesentliche Mehrbelastung für die Wirtschaft möglich ist
  • zentral organisierte Marktüberwachung, die in der Lage sein muss, rechtlich, fachlich, personell und finanziell die Umsetzung von Barrierefreiheit systematisch und effizient zu kontrollieren und durchzusetzen
  • rechtliches Durchsetzen der Barrierefreiheit durch den Bedarf starker Instrumente, notfalls durch Klagen von Verbänden gegen Wirtschaftsakteure
  • Abkürzung der vorgesehenen Übergangsfristen von bisher bis zu 15 Jahren
  • Initiierung gesetzlicher Vorgaben für die Bereiche, für die der EAA keine ausdrücklichen Regelungen vorsieht. Dabei wird eingeschlossen die Bundesländer dazu zu drängen, die bebaute Umwelt einzubeziehen und flankierende Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit vorzusehen
    • Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel, damit eine systematische und effektive Marktbeobachtung durch Verbraucherschutzorganisationen mit der Expertise für die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen aufgebaut und dauerhaft gewährleistet kann
    • Aufnahme der Barrierefreiheit und deren Umsetzung in die Ausbildungs- und Studienpläne, Prüfungsordnungen, Weiterbildungsprogramme und Schulungsmodelle aller Berufssparten als Lehrinhalt verpflichtend
    • alle Förderprogramme müssen verpflichtende Vorgaben zur Barrierefreiheit enthalten. Ein spezielles Förderprogramm sollte gezielt barrierefreie Innovationen adressieren
    • die Bewusstseinsbildung in den Unternehmen für das Thema Barrierefreiheit ist durch gezielte Kampagnen zu schärfen

 

Quelle

Weiterführende Links:

https://www.dvbs-online.de/index.php?option=com_content&view=article&id=314V

https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/pressemitteilung/82257/vdk_barrierefreiheitsstaerkungsgesetz_kann_nur_ein_erster_schritt_sein?dscc=essenc

 

Erstes barrierefreies Testzentrum

In Bonn-Mehlem werden neue Maßstäbe gesetzt
Bonn 01.06.2021, Testzentren gibt es mittlerweile viele, aber die wenigsten sind bislang barrierefrei. Das neue Testzentrum in der Mainzer Straße 151 im Bonner Ortsteil Mehlem setzt nun neue Maßstäbe, da die Belange von Menschen mit Behinderung umfassend berücksichtigt werden. „Uns ist wichtig, dass auch Menschen mit Einschränkungen unsere Testmöglichkeiten einfach und sicher nutzen können“ sagt der Leiter des Testzentrums Johannes Bongartz. „Leider wird diese Personengruppe in unserer Gesellschaft häufig nicht hinreichend berücksichtigt – das wollen wir besser machen.“ Vor der Eröffnung des Testzentrums wurde neben der Rampe für den rollstuhlgerechten Zugang auch ein taktiles Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen verlegt.

Barrierefreie taktile Markierungen sorgen für Abstand und Sicherheit
Bisher wurden Abstandsmarkierungen auf dem Boden vor allem eingesetzt, um die Diskretion zu wahren, etwa in Banken, Arztpraxen, Krankenhäusern oder an Schaltern und Automaten. Mit der Pandemie sind eineinhalb bis zwei Meter Abstand zur nächsten Person zur Regel geworden, um einer Infektion vorzubeugen – und das dauerhaft in jeder Verkaufs- und Beratungssituation. In öffentlichen Gebäuden, Geschäften und Supermärkten sind oft Markierungen aus Klebeband zu finden, die aber in der Regel nur kurze Zeit haften bleiben. Sie sind zudem durch Schmutz und Sohlenabrieb nach einiger Zeit kaum noch zu erkennen. Für blinde und sehbehinderte Menschen sowie ältere Menschen, bei denen die Sehkraft nachgelassen hat, sind Abstandsmarkierungen aus Klebeband häufig gar nicht erkennbar. Entsprechend haben diese Personengruppen Probleme dabei, den Mindestabstand richtig einzuschätzen. Die Lösung besteht im Einsatz von taktilen Markierungen, die bei einer Höhe von drei Millimetern mit den Füßen und dem Einkaufswagen wahrgenommen werden können, gleichzeitig aber flach genug sind, um nicht zur Stolperfalle zu werden.

Erfahrener Partner
Seit vielen Jahren entwickeln und produzieren wir, die inclusion AG aus Wesseling, taktile Markierungen (Bodenindikatoren), die als Bestandteil taktiler Leitsysteme blinden und sehbehinderten Menschen sichere Orientierung geben. Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit bieten wir eine Vielzahl an Lösungen, damit alle barrierefreien Maßnahmen einfach, schnell und kostengünstig umgesetzt werden können. „Mit taktilen Markierungen lassen sich auch Farbleitkonzepte einfach und konsequent umsetzen“, sagt Markus Georg, Vorstandsvorsitzender der inclusion AG, und ergänzt: „Laufwege können zum Beispiel mit Leitstreifen in grüner Farbe gekennzeichnet werden, Wartezonen mit Gelb und mit Rot sensible Zonen oder Sperrbereiche, um den Besuchern eine intuitive Wegeführung anzubieten.“

Mangelnde Barrierefreiheit ist Diskriminierung
Menschen mit Einschränkungen haben das Recht auf umfassende Teilhabe. Die Forderung danach ist ein notwendiger Schritt in Richtung Inklusion. Obwohl in Deutschland bereits im März 2009 das von den Vereinten Nationen drei Jahre zuvor verabschiedete „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung” (UN-BRK) in Kraft getreten ist, gibt es in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens noch erheblichen Nachholbedarf in Hinblick auf die allgemeinen Grundrechte. Eine wesentliche Forderung ist, dass alle öffentlich zugänglichen Bauten gemäß der UN-Konvention barrierefrei herzustellen sind. Dabei werden für Menschen mit Behinderung keine Sonderlösungen gefordert. Das Ziel sollte ein „Design für Alle“ sein, das die Nutzung für alle Personen ermöglicht – ohne individuelle Anpassung oder besondere Assistenz.
Im Rahmen der Maßnahmen gegen Covid-19 wurden bzw. werden bundesweit Impf- und Testzentren eingerichtet und betrieben. „Um allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu ermöglichen, muss die barrierefreie Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit dieser Impfzentren gewährleistet sein“, so die Forderung von EDAD – Design für Alle Deutschland e. V.
EDAD begrüßt grundsätzlich, dass die Handlungsempfehlung „Hinweise für die Einrichtung und den Betrieb barrierefreier Corona-Impfzentren“ von der Bundesfachstelle Barrierefreiheit verfasst wurde. Eine Arbeitsgruppe der EDAD hat diese Anleitung um wichtige Ergänzungen erweitert und Aspekte des Designs für Alle kommentiert. Die Informationen sind abrufbar unter www.design-fuer-alle.de/barrierefrei-zugaengliche-impfzentren-im-design-fueralle. Wünschenswert wäre es, wenn sich alle Impf- und Testzentren mit diesem wichtigen Thema beschäftigen würden.
Das Testzentrum ist an Werktagen von 8.00 – 20.00 Uhr geöffnet und mit dem ÖPNV unkompliziert zu erreichen. Details unter www.smartcovid.de

 

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6. Juni: Sehbehindertentag – Poller als Stolperfalle

In Deutschland gibt es laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als eine Millionen sehbehinderte Menschen. Der Deutsche Blinden- uns Sehbehindertenverband DBSV hat im Jahre 1988 einen eigenen Aktionstag eingeführt, um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen. Dieser findet jährlich am 6. Juni zu einem bestimmten Thema statt. Dieses Jahr steht er unter dem Thema: Pollermützen für mehr Sicherheit auf Gehwegen.

Mit dieser Aktion macht der DBSV, zusammen mit der Selbsthilfeinitiative PRO RETINA Deutschland, zum diesjährigen Sehbehindertentag darauf aufmerksam, dass eine kontrastreiche Gestaltung von Pollern vor Unfällen schützt. Auf Gehwegen in ganz Deutschland wird man rund um den Sehbehindertentag Poller, die normalerweise grau und somit schwer zu erkennen sind, mit leuchtend rot-weiß geringelten Mützen finden.

Am häufigsten werden Poller im Straßenraum als Hindernis für Kraftfahrzeuge zur Freihaltung von Fußgängerbereichen, wie Gehwegen und Fußgängerzonen sowie Radwegen, eingesetzt. Eine Anordnung von Pollern entlang des fahrbahnseitigen Geh- oder Radwegrandes verhindert ein Zuparken, das Aufstellen der Poller quer über die nutzbare Gehwegbreite verhindert ein unerlaubtes Befahren des Gehweges für Fahrzeuge. Besonders aus der Sicht älterer und mobilitätseingeschränkter Fußgänger ist für eine sichere und hindernisfreie Fortbewegung eine Absperrung mit Pollern möglichst zu vermeiden.

Der Hintergrund der Aktion sind Unfälle, die häufig passieren, weil Hindernisse sich nicht kontrastreich von ihrem Umfeld abheben. Besonders für Menschen mit einer Sehbehinderung stellen die grauen Poller eine Gefahr dar. Eingesetzt werden sie im Straßenraum am häufigsten als Hindernis für Kraftfahrzeuge zur Freihaltung von Fußgängerbereichen wie Gehwegen, Fußgängerbereichen und Radwegen. Eine Anordnung von Pollern entlang des fahrbahnseitigen Geh- oder Radwegrandes verhindert das Zuparken, das Aufstellen quer über die nutzbare Gehwegbreite hingegen verhindert ein unerlaubtes Befahren des Gehweges für Fahrzeuge.

Oftmals werden die Poller durch die geringe Höhe und ihre häufig fehlende visuelle und taktile Kennzeichnung übersehen und insbesondere von blinden und sehbehinderten Fußgängern nicht rechtzeitig wahrgenommen. Auch zu geringe Abstände zwischen den Pollern stellen regelrechte Hindernisse dar. Sie bilden eine massive Barriere für Rollstuhl- und Rollatornutzer*innen. Daraus ergeben sich Gefährdungen, die nicht selten zu schmerzhaften Verletzungen führt.

Deshalb hat der DBSV seine Mitgliedsorganisationen und -einrichtungen zu einer bundesweiten Aktion aufgerufen, die vom Wollhersteller Schachenmayr unterstützt wird. Außerdem beteiligen sich viele sehbehinderte Menschen daran.

Bei der unvermeidbaren Verwendung von Pollern, müssen sie so gestaltet und angeordnet werden, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Um diese Anforderung zu erfüllen ist sicher zu stellen, dass sie leicht und rechtzeitig für alle FußgängerInnen eindeutig wahrnehmbar sind. Dies gilt auch bei Dunkelheit und schlechten Witterungsbedingungen. Insbesondere für sehbehinderte Verkehrsteilnehmer*innen sind visuelle Kennzeichnungen an Pollern wichtig, denn diese Menschen verfügen häufig über eine herabgesetzte Kontrastempfindlichkeit. Nicht selten kommt es zu Zusammenstößen, die zu schmerzhaften Verletzungen führen, da sich Poller in dezenten Farbgebungen nicht ausreichend kontrastieren abzuheben. Für blinde Verkehrsteilnehmer*innen müssen sie, insbesondere wenn sie quer zur Gehrichtung über die nutzbare Gehwegbreite angeordnet sind, taktil wahrnehmbar gekennzeichnet sein.

Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit sind wir besonders darum bemüht, auf diesen Tag und die alltäglichen Probleme von blinden und sehbehinderten Menschen, sowie jenen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, hinzuweisen. Unsere Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Sehen, Kontraste, Orientierung, Mobilität, Leitsysteme, Taktilität, Treppensicherheit, Sturzprävention, Unfallverhütung und barrierefreie Entfluchtung. Wir begrüßen diese diese Aktion, die auf die Notwendigkeit von Kontrasten hinweist. Dies ist nicht nur wichtig für Menschen mit Seheinschränkung, Kontraste sind für Alle wichtig. Insbesondere an Treppen ist eine kontrastreiche Stufenmarkierung wichtig. Inclusion leistet hier entsprechende Aufklärungsarbeit, um diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

 

Zur Quelle und für weitere Infos, klicken Sie hier.

Weltkindertag – Barrierefreie Kindergärten

Zweimal im Jahr gibt es in Deutschland den Weltkindertag, einer davon ist am 01. Juni.

Der Kindertag soll auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam machen. Nach unserer Auffassung spielen hier Inklusion und Barrierefreiheit eine große Rolle.

Nachdem wir uns bereits für Barrierefreiheit in Schulen (weitere Infos finden Sie hier) stark gemacht haben, widmen wir uns mit einer neuen Broschüre dem Thema Kindertagesstätten und Kindergärten.

Kitas und Kindergärten stellen sich darauf ein, Kinder in all ihrer Verschiedenheit zu unterstützen und zu fördern. Eine wichtige Grundlage dabei ist das Herstellen einer barrierefreien Umgebung. Für Eltern und Kinder ist es wichtig, dass diese barrierefreie Umgebung frühzeitig vorhanden ist – im besten Fall von Anfang an, damit es nicht die Einschränkungen eines Kindes sind, die im Vordergrund stehen. Außerdem haben Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind auch dann unterstützt wird, wenn eine Einschränkung plötzlich auftritt, beispielsweise als Folge eines Unfalls.

Für die Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindergartenbetreuung, mit dem Schwerpunkt auf einer qualitativ hochwertigen, ganztägigen Betreuung, gibt es seit Januar 2019 das Gute-Kita-Gesetz. Unter anderem zählen die Ausstattungsinvestitionen, die der gesundheitlichen Versorgung, Maßnahmen der Inklusion sowie der Förderung der sprachlichen Bildung dienen, zu den Förderzielen. Kindergerechte Räume, die allen Kindern gerecht werden, und Außenflächen sowie eine vielfältige pädagogische Arbeit zählen zu den Handlungsfeldern, die bezüglich der Barrierefreiheit und Inklusion besondere Relevanz besitzen. Außerdem sind die Handlungsfelder gesundes Aufwachsen, betrifft neben der gesunden Ernährung und Gesundheitsausbildung auch die Bewegungsförderung, und sprachliche Bildung zu berücksichtigen.

Auch für Eltern mit Behinderung muss ein barrierefreier Zugang möglich sein.

Über Fördermöglichkeiten und die einfache Umsetzung informieren wir in der beiliegenden Broschüre: Flyer Kita

 

 

Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir sind ein Fachbetrieb für Barrierefreiheit. Unsere Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Sehen, Kontraste, Orientierung, Mobilität, Leitsysteme, Taktilität, Treppensicherheit, Sturzprävention, Unfallverhütung und barrierefreie Entfluchtung.

Die Quelle und weiterführende Infos zu dem Gute-Kita-Gesetz finden Sie hier.

Sendung mit der Maus Spezial

Wie geht das, Lernen ohne sehen zu können?

“Die Sendung mit der Maus – Spezial” zeigt, wie Kinder, die blind sind oder mit einer Seheinschränkung leben, in der Schule lernen. Ausgestrahlt wird die Folge am Sonntag, den 30. Mai im Ersten um 9.30 Uhr und auf KiKa um 11:30 Uhr. Außerdem ist die Folge in der ARD-Mediathek und im KiKa-Player verfügbar.

Auf der Reise in ihre Geburtsstadt entdeckt die Maus-Reporterin Jana Forkel Marburg, die als blindenfreundlichste Stadt gilt, von einer neuen Seite. Bereits am Bahnhof hält sie sich an Handläufen fest und spürt die Punkte und Markierungen, mit deren Hilfe sich alle zurechtfinden können, die nicht sehen können.

Einen Tag lang begleitet Jana Vanessa in Marburg zur Schule. Vanessa und ihre Mitschüler*innen Diana, Chiara, Jason, Kaja und Selina gehen in die gleiche Stufe und sind alle blind oder haben eine Sehbehinderung. Um zusammen zu lernen ist z.B. das 3D-Labor der Schule wichtig. Dort wird mit Hilfe von Laser-Cuttern, Punktschriftdruckern und Tiefziehmaschinen eine Schulbuchseite in eine Tastfolie verwandelt, damit es für Vanessa leichter lesbar wird.

Barrierefreiheit und Behinderungen sind für die “Sendung mit der Maus”, und gerade für uns, immer wieder ein Thema. Seit 2018 sind die Lach- und Sachgeschichten barrierefrei, mit Audioskripten, Gebärdensprache und Untertiteln unter die-maus.de und in der ARD-Mediathek verfügbar.

„Die Sendung mit der Maus – Spezial: Vanessas Schule“ ist eine Produktion des WDR (Autorin: Birgit Quastenberg).

Verantwortlicher Redakteur ist Joachim Lachmuth (WDR)

Schule für alle dank Inklusion

Seit ihrer Gründung engagiert sich die Aktion Mensch für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft, wobei die Bildung eine zentrale Rolle spielt.

Deutschland hat sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit dem 26. März 2009 gilt, dazu verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu etablieren. Die in der Konvention beschriebenen Bedingungen müssen geschaffen und durch Schulgesetzte etabliert werden, dazu sind die politischen Verantwortlichen aufgefordert. Mehr Personal, eine gut organisierte Aus- und Fortbildung sowie fachlich gut ausgebildete Pädagog*Innen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Schüler*Innen mit verschiedenen Behinderungsformen eingehen können, sind wichtig, damit Vielfalt als Bereicherung erlebt wird. Inklusion ist ein Prozess, es gibt kein allgemeingültiges Rezept.

Täglich werden in Schulen inklusive Praktiken angewendet, die oft nicht dem Thema Inklusion zugeordnet sind. Auf diesen lässt sich aufbauen.

Durch inklusive pädagogische Ansätze werden soziale Kompetenzen und gegenseitiger Respekt gefördert. Es wird niemand mehr vom Lernen ausgeschlossen, Vielfalt in Bildung und Erziehung als Bereicherung für alle werden betont. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist für Schulen und Pägagog*Innen Herausforderung und Chance zugleich. Eine Chance, durch das Etablieren eines Schulsystems gemeinsam mit allen Beteiligten, den Anforderungen an eine “Schule für alle” gerecht zu werden.

 

Die Bereitschaft zur Veränderung werden für den Inklusionsprozess vorausgesetzt. Die Grundlage um inklusive Strukturen zu schaffen, ist neben einem Bewusstseinswandel in der Gesellschaft Aufgabe der Verantwortlichen in Politik und Schulverwaltung. Die konkreten Bedingungen für das Gelingen einer inklusiven Schule lauten:

• Anpassung des Personalbedarfs durch die Beschäftigung zusätzlicher Lehrkräfte und Schulassistenzen
• Zusammenarbeit von Lehrer*innen und Pädagog*innen in multiprofessionellen Teams (Fachleute mit Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Behinderungsformen arbeiten zusammen und gehen auf besondere Bedürfnisse der Schüler*innen ein)
• Fachliche Fort- und Weiterbildungen
• Bauliche, technische und digitale Barrierefreiheit
• Flexible schulorganisatorische Rahmenbedingungen (z.B. Blockunterricht, individuelle Pausenzeiten, verlängerte Einzelstunden)
• Reflexion der Einstellungen und Haltungen der Lehrkräfte und aller an Schule Beteiligter wie Schüle*innen und
Eltern (zu gelingender sozialer Integration, Teamarbeit und zur Übernahme von gemeinsamer Verantwortung)
• Didaktische Rahmenbedingungen basierend auf der Erkenntnis, dass Entwicklung und Lernen selbstbestimmte, konstruktive, soziale und entwicklungslogische Prozesse sind und jedes
Kind auf Anerkennung, Dialog, Kommunikation und Kooperation angewiesen ist
• Angebot dialogischer, kooperativer, offener Lernformen und Differenzierungen (das heißt der Lehre*innen sind Lernbegleiter*innen, die Kompetenzen individuell fördern und bewerten)

 

Damit die Teilnahme und Teilhabe aller gelingen kann, definiert der “Index für Inklusion” drei miteinander verbundene Dimensionen, mit denen sich Schulen und Pädagog*innen auseinander setzen sollten.

  1. Inklusive Kulturen schaffen: „Diese Dimension zielt darauf ab, eine sichere,
    akzeptierende, zusammen arbeitende und anregende Gemeinschaft zu schaffen (…).“
    Orientierungsfrage: Sind Informationen über die Schule für alle
    zugänglich und verständlich, in verschiedenen Sprachen bzw. in einfacher
    Sprache, in Braille, auf verschiedenen Medien (CD, Kassette), in Großdruck?
  2. Inklusive Strukturen etablieren: „Diese Dimension soll absichern, dass Inklusion als Leitbild alle Strukturen einer Schule durchdringt.
    Orientierungsfrage: Gibt es Möglichkeiten für alle Lehrer*innen (einschließlich neuer Mitarbeiter*innen), sich über ihre Fähigkeiten und Sachkenntnisse in Bezug auf Inklusion auszutauschen?
  3. Inklusive Praktiken (weiter-)entwickeln: „Unterricht entspricht der Vielfalt der
    Schüler*innen. Sie werden dazu angeregt, dass sie aktiv auf alle Aspekte ihrer
    Bildung und Erziehung Einfluss nehmen (…).”
    Orientierungsfrage: Wird der Unterricht so angepasst, dass Schüler*innen mit körperlichen und Sinnesbeeinträchtigungen z.B. auch im Sportunterricht, in Hauswirtschaft oder Physik Wissen und Fertigkeiten erwerben zu können?

 

Neben diesen Dimensionen ist außerdem eine gute Orientierung wichtig. Als Hersteller taktiler Leitsysteme und Stufenmarkierungen haben wir in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten begleitet, bei denen es um die Gestaltung eines barrierefreien Arbeits-, Lern oder Wohnumfeldes für blinde und sehbehinderte Menschen ging. Auch viele Förder-, Regel-, Berufsschulen und -kollegs nutzen bereits taktile Leitsysteme und weitere Produkte aus dem inclusion-Programm. Geeignet sind die Produkte für den Einsatz an Schulen vor allem deshalb, weil sie verschleißfest und montagefreundlich sind. Die Montage wird im Normalfall ohne Störung des Lernbetriebs durchgeführt.

Auch Schüler*innen ohne Seheinschränkungen profitieren von barrierefreien Maßnahmen, denn durch Aufmerksamkeitsfelder und Stufenmarkierungen können Unfälle und Stürze an Treppen vermieden werden. Außerdem ist zu beachten, dass viele Einschränkungen auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Oft können sehbehinderte Schüler*innen Umrisse bei guten Lichtverhältnissen noch erkennen, verändern sich diese Licht- oder Kontrastverhältnisse aber, treten Schwierigkeiten bei der Orientierung auf und das Risiko von Unfällen nimmt zu.

Die Vorteile sind dabei eindeutig. Das System kann im Bestand nachgerüstet und sukzessiv erweitert werden. Es ist durch das Verkleben anstelle von aufwändigen Bohrarbeiten Montagefreundlich. Auch die Reinigung ist unkompliziert, einfach maschinell oder manuell. Zuletzt überzeugen Material- und Farbauswahl. Im Programm sind sowohl Bodenindikatoren aus Edelstahl und Messing als auch aus dem bruchfesten Hochleistungskunststoff Desmopan®, der ohne Weichmacher auskommt. Die Leitsysteme aus Desmopan® sind in sämtlichen RAL-ähnlichen Farben lieferbar.

 

Zum Praxisheft der Aktion Mensch gelangen Sie hier.

Weitere Infos zum Projekt “Barrierefreie Schule” finden Sie hier.

Beschlüsse zur Stärkung des Fußverkehrs

Die Verkehrsministerkonferenz der Bundesländer hat sich für Änderungen an Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien “zur Erhöhung der Sicherheit und Attraktivität des Fußverkehrs” ausgesprochen. “Der Fußverkehr wird gestärkt und als gleichberechtigter Verkehrsmodus anerkannt”, heißt es im einstimmig beschlossenen Papier berichtet der FUSS e.V.

Die inclusion AG hofft, dass in diesem Zusammenhang auch die Belange von Fußgängern mit Seheinschränkung stärker berücksichtigt werden, denn momentan spielen Fußgänger im Verkehrsrecht nur eine Nebenrolle. Außerdem sollen die Sicherheitsaspekte im Fußverkehr stärker in den Fokus kommen. Es geht um freie, sichere und breite Wege, Tempolimits auf der Fahrbahn und den Fußgänger-Grünpfeil, der das Gehen auch bei Rot erlaubt.

„Sogenannte Aufmerksamkeitsfelder aus taktilen Bodenindikatoren zeigen z.B. Niveauwechsel wie Treppen oder Gefahrenstellen an und sind nicht nur für Menschen mit Sehproblemen wichtig, um Unfälle zu vermeiden“, sagt Markus Georg (unser Vorstandsvorsitzender).

Auch das Auffinden von gesicherten Querungssstellen wie z.B. Zebrastreifen oder Ampeln ist ohne taktile Auffindestreifen für Menschen mit fehlendem Sehvermögen fast unmöglich, vor allem in unbekannter Umgebung. Dabei können sowohl Aufmerksamkeitsfelder wie auch Auffindestreifen einfach im Bestand ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Die kontrastreichen und witterungsbeständigen Elemente werden einfach aufgeklebt

Gemeinsam mit dem FUSS e.V. hofft inclusion, dass diese positiven Änderungen zügig umgesetzt werden.

Das Papier der Verkehrsministerkonferenz ist Grundlage für eine Reform der Straßenverkehrsordnung und anderer Regeln, die nach der Bundestagswahl in Gang kommen sollen. FUSS e.V. begrüßt den Vorstoß. Es ist ein kleiner Schritt auf dem Papier, aus dem ein großer Schritt für die 80 Millionen Gehenden im Land werden kann. Nach hundert Jahren Benachteiligung geht es endlich in die richtige Richtung. Besonders ältere Menschen, Kinder und Behinderte brauchen freie Wege und sichere Kreuzungen, berichtet der FUSS e.V., der im August 2020 das Papier “Verkehrsrecht auf die Füße stellen, 66 Schritte zu fairen Regeln” publizierte.
Hiervon hat die Verkehrsministerkonferenz zwar vieles nicht oder nur abgeschwächt übernommen, aber jeder Fortschritt zählt.

Schon 2014, beim ersten Fußverkehrskongress in Wuppertal, ging es um mehr Sicherheit und eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Einschränkungen. Ausgestattet mit Simulationsbrille und Langstock konnten die Teilnehmenden für einen kurzen Moment erfahren, wie hilfreich taktile Leitsysteme bei der Orientierung sind.

 

Weitere Infos finden Sie hier.

 

 

Caritas fordert mehr Barrierefreiheit in der medizinischen Versorgung

Bezüglich des Europäischen Tages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2021 mahnt die Caritas mehr Barrierefreiheit an, bei der es nicht nur im den Zugang zu Praxen geht.

Caritas-Vorstandsmitglied Eva Welskop-Deffaa sagte: “Wir fordern, dass der Neubau von Arztpraxen zwingend barrierefrei erfolgen muss und dass der barrierefreie Umbau bestehender Praxen gesetzlich gefördert wird”. Der katholische Wohlfahrtsverband erklärte, dass der Zugang zu Praxen und Krankenhäusern, aber auch zu medizinischer Aufklärung und Informationen für Menschen mit Behinderung oft erschwert bis gar unmöglich ist.

 

Barrierefreiheit auch für Zugang zu Informationen 

Welskop-Deffaa meinte weiter, dass es mit Aufzügen und breiten Türen nicht getan sei. Der barrierefreie Zugang zu medizinischer Versorgung heißt auch, dass die Informationen und Aufklärungen verständlich sind und dass genug Zeit für Patientengespräche eingeplant werden.

Außerdem gehört die Umsetzung des Patient*Innen-Rechtes, bei Bedarf eine Begleitperson im Krankenhaus dabei zu haben, dazu. Johannes Magin, Vorsitzender des Fachverbandes Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP), erklärte “Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung brauchen häufig eine individuelle Begleitung durch eine Assistenzperson im Krankenhaus.”

 

Verbände drängen auf finanzielle Hilfe für Begleitung und Assistenz 

Die CBP dringt zusammen mit weiteren Fachverbänden auf eine Finanzierung der Begleitung und Assistenz für Menschen mit Behinderung im Krankenhaus. Fünf Verbände, darunter die Lebenshilfe und der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe, erklärten gemeinsam, dass die Situation nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und damit vermehrte Krankenhausaufenthalte verschärft wurde. Sie vertreten nach eigenen Angaben zusammen etwa 90 Prozent der Dienste und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und sind der Meinung, die Kostenübernahme müsse noch vor der Bundestagswahl im September gesetzlich geregelt werden.

Bislang bekommen Betroffene nur bei einer Organisation im sogenannten Arbeitgebermodell finanzielle Hilfe für die Begleitung. Bei dem Arbeitgebermodell wird die Person, die Unterstützung benötigt, zum Arbeitgeber und der Assistenz zum Arbeitnehmer mit allen damit zusammenhängenden Rechten und Pflichten. Schon lange wird eine Änderung gefordert, auch Bundestag und Bundesrat hatten sich mit dem Thema befasst. Zudem wurde die Koalition von mehreren Beauftragten der Bundesregierung aufgefordert, die Frage noch vor der Wahl zu regeln.

Quelle

 

05.Mai: Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

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Jährlich am 05. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, welcher 1992 von den Interessensvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen wurde. Parallel dazu findet heute der Europatag des Europarates statt, womit gezeigt werden soll, dass alle Menschen europaweit gleichgestellt sein sollten.

 

Das Ziel ist es, Grundlagen für eine Gleichstellung behinderter Menschen zu schaffen. Die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit soll Stück für Stück überwunden werden. Nur mit umfassender Barrierefreiheit kann Teilhabe gestaltet werden, weshalb uns dieser Tag als Fachbetrieb für Barrierefreiheit besonders am Herzen liegt.

 

Mangelnde Barrierefreiheit ist eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, die Forderung danach ist ein notwendiger Schritt in Richtung Inklusion.

In Deutschland trat am 26. März 2009 das von den Vereinten Nationen drei Jahre zuvor verabschiedete “Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung” (UN-BRK) in Kraft. Dieses enthält 50 Artikel, in denen die allgemeinen Grundrechte im Hinblick auf Menschen mit Behinderung ausdrücklich formuliert werden. Dabei ist der Zweck die Förderung, der Schutz und die Gewährleistung des gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderung, sowie die Förderung der Achtung der ihnen innenwohnenden Würde. Es ist die erste allgemeine Rechtsnorm, die bestehende Menschenrechte konkret auf die Situation von Menschen mit Behinderung bezieht. Menschen mit Behinderung sind selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger, keine Objekte gesellschaftlicher Fürsorge.

04. Mai: Florianitag

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Am 04. Mai wird an den heiligen Florian gedacht. Insbesondere wird der Tag von den Feuerwehren in Österreich gefeiert. Die Verkehrung des Heiligen Florian geht bis auf in die Gründungszeiten der Feuerwehren zurück.

 

Wer war der heilige Florian? 

Der heilige Florian war Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Anfangs war er der Patron der Krieger, wurde aber im 16. Jahrhundert zum Helfer in Feuer- und Wassergefahr. Aus diesem Grund gilt er bis heute als Schutzpatron der Feuerwehren. 

 

Symbolik 

Als Symbol der Unterstützung gelten das rote und blaue Band, die mit den Elementen Feuer und Wasser assoziiert werden. Aufmerksam gemacht wird an diesem Tag auf die oft lebensbedrohlichen Einsätze der Feuerwehren. 

 

Wie ist die Verbindung zu inclusion? 

Ein großes Thema, gerade bei Bränden, ist die Entfluchtung. Wir wollen daran erinnern, dass Menschen mit Einschränkungen eine barrierefreie Selbstrettung im Brandfall verwehrt wird. Es ist nicht zumutbar, dass Menschen mit Einschränkungen in „brandgesicherten Bereichen“ für den Zwischenaufhalt auf Rettung warten müssen und ihnen der erste Fluchtweg entzogen wird. 

 

Seheinschränkungen in Deutschland 

Leider wird die Häufigkeit von Seheinschränkungen in Deutschland oft unterschätzt.
Hierzu gibt es nun die Gutenberg-Gesundheitsstudie bei der nun Daten zur Häufigkeit der drei größten Augenerkrankungen vorliegen: Altersabhängige Makula-Degeneration, Glaukom (Grüner Star) und Diabetische Retinopathie.
Es sind die ersten Zahlen, die sich auf eine groß angelegte und in Deutschland durchgeführte Untersuchung einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe stützen können.

In Deutschland beträgt demnach bezogen auf die Gesamtbevölkerung der

– Anteil der Menschen mit altersabhängiger Makula-Degeneration (Spätstadien) 0,58 Prozent (also ca. 480.000 Betroffene)

– Anteil der Menschen mit altersabhängiger Makula-Degeneration (Frühstadien) 8,38 Prozent (also ca. 6.938.000 Betroffene)

– Anteil der Menschen mit Glaukom 1,11 Prozent (also 919.000 Betroffene)

– Anteil der Menschen mit Diabetischer Retinopathie 1,53 Prozent (also 1.267.000 Betroffene)

(21,7 Prozent der Personen mit bekanntem Diabetes in Deutschland)

Nach einer Umfrage unter 596 Einrichtungen mit Menschen mit Behinderung hat es in über 20% von ihnen schon mindestens einmal gebrannt. Der Handlungsbedarf an barrierefreien Brandschutzkonzepten unterstützt alle Betroffenen in Notsituationen. So helfen Sie z.B. auch Senioren und Kindern bei der Orientierung. 

 

Warum inclusion? 

Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit haben wir das Ziel die Barrierefreiheit nachträglich und kostengünstig im Bestand oder bei Neubauten zu verbessern. Unsere Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Sehen, Kontraste,  Orientierung, Mobilität, Leitsysteme, Taktilität, Treppensicherheit, Sturzprävention, Unfallverhütung und Entfluchtung. 

28.04.2021

28.04: Welttag für Gesundheit am Arbeitsplatz – Treppenstürze vermeiden

Dass Treppen eine nicht unerhebliche Gefahrenstelle in Betrieben sind, wird oft unterschätzt. Wir haben drei Tipps für Sie und zeigen Ihnen in fünf Schritten, wie Sie Treppenunfälle vermeiden und mehr Sicherheit für Mitarbeitende schaffen können.

Die meiste Zeit des aktiven Tages verbringt der Mensch am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin. Und dort lauern Gefahren, die als solche oft nicht wahrgenommen werden: Treppen. Dabei ist das Treppengehen alltäglich. Von Kindesbeinen an gelernt und täglich mehrfach praktiziert. Dennoch gibt es regelmäßig gefährliche Treppenstürze, die sogar tödlich enden können. Was viele nicht wissen: Die Zahl der tödlichen Treppenunfälle in Deutschland übersteigt die Zahl der Verkehrstoten bei Motorradunfällen.

 

Stufenmarkierungen und Aufmerksamkeitsfelder

Treppenstürze haben also nicht selten schwerwiegende Folgen. Neben den gesundheitlichen Folgen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Unternehmen und Betriebe mit den Ausfallzeiten umgehen – dabei ließe sich ein Teil der Treppenstürze mit einfachen Maßnahmen vermeiden und sich gleichzeitig die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen verbessern. Beispiel: Ein sogenanntes Aufmerksamkeitsfeld vor einer Treppe zeigt eine Gefahrenstelle frühzeitig an und warnt so alle Personen, die die Treppe benutzen (müssen). Aufmerksamkeitsfelder spielen neben kontrastreich markierten Stufen eine wichtige Rolle bei Unfallverhütung und Sturzprophylaxe.

 

Verkehrssicherungspflicht und Barrierefreiheit

Alle öffentlich zugänglichen Gebäude sollten wegen der Verkehrssicherungspflicht barrierefrei sein.

Schon lange gilt, dass die technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR), welche die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) konkretisieren, auch Belange der Barrierefreiheit regeln.

Hierzu gehören nicht nur Vorgaben, die für Beschäftigte mit Behinderung zu beachten sind. Auch in der DIN 18040-1 werden Maßnahmen beschrieben, um die Sicherheit an Treppen zu erhöhen. Sind Arbeitsstätten oder deren Teilbereiche öffentlich zugänglich, gilt neben der Arbeitsstättenverordnung auch die DIN 18040-1. Bereiche mit Publikumsverkehr gelten dann als öffentlich zugängliche Gebäude, z. B. Verwaltungs- oder Bürogebäude mit Publikumsverkehr.

Hält der Arbeitgeber die Technischen Regeln ein, kann er davon ausgehen, dass „die entsprechenden Anforderungen der Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.” (Quelle: ASR V3a.2, zuletzt geändert im Juni 2016)

Praktisch heißt das u. a. in der ASR, dass die erste und letzte Stufe des Treppenlaufs mindestens an der Stufenvorderkante visuell kontrastierend gestaltet und erkennbar sein muss und die Handläufe sich visuell kontrastierend vom Hintergrund abheben sollten.

 

Gefahrenstelle: Treppe

Menschen stürzen an und auf Treppen vor allem deshalb, weil die Übergange der Stufen kaum sichtbar sind. Wir haben deshalb für diesen Gefahrenbereich ein kontrastreiches und rutschhemmendes Stufenprofil (L-Profil) entwickelt. Der Vorteil: Setz- und Trittstufe werden gleichzeitig markiert und sind so für alle besser und früher zu erkennen – unabhängig davon, ob man sich am oberen oder unteren Ende einer Treppe befindet.

 

Drei Tipps für Treppensicherheit im Betrieb 

  1. Tritt- und Setzstufe sollten markiert werden, möglichst kontrastreich zum Bodenbelag.
  2. Markieren Sie mindestens die erste und letzte Stufe, vorzugsweise alle Stufen. Bei drei Stufen muss jede Stufe markiert werden.
  3. Aufmerksamkeitsfelder mit Noppenstruktur über die gesamte Treppenbreite warnen rechtzeitig vor der Gefahrenstelle Treppe.

 

Fünf Schritte für mehr Treppensicherheit am Arbeitsplatz

 Das Nachrüsten der Barrierefreiheit mit Produkten aus dem inclusion-Programm ist nachhaltig, kostengünstig und kann auf Wunsch selbst vorgenommen werden. Wenn Sie keine Beratung benötigen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Messen Sie die Breite der Treppe und zählen Sie die Anzahl der Stufen.
  2. Schicken Sie uns ein Foto der Treppe, damit wir uns einen Eindruck vom Erhaltungszustand und der Farbe verschaffen können.
  3. Wählen Sie das gewünschte Material: Hochleistungskunststoff Desmopan®, Aluminium oder Edelstahl.
  4. Wählen Sie die gewünschte Farbe und bei den Aufmerksamkeitsfeldern das gewünschte Format (Noppenplatten oder lose Elemente aus Desmopan®, Edelstahl oder Messing).
  5. Geben Sie bei Ihrer Bestellung an, ob sie eine Eigenmontage vornehmen wollen oder unsere Montageteams dies für Sie übernehmen dürfen.

 

Aufmerksamkeitsfelder und Markierungen – Was muss man wissen?

 Um Nutzerinnen und Nutzer frühzeitig zu warnen, empfehlen wir Aufmerksamkeitsfelder vor den Treppen zu platzieren. Diese weisen frühzeitig auf eine Gefahrenstelle hin, so dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darauf einstellen können.

Treppen mit wenigen Stufen oder Einzelstufen, die unerwartet auf ansonsten ebenen Wegen oder größeren Gehflächen vorhanden sind, stellen eine besondere Gefährdung dar. An solchen Stellen und vor Treppen im Allgemeinen sind Aufmerksamkeitsfelder eine große Hilfe. Als Aufmerksamkeitsfeld bezeichnet man eine normierte Fläche mit Noppenstruktur, die auf Niveauwechsel, das Ende des Gehbereiches, Gefahren und Hindernisse hinweist und erhöhte

Aufmerksamkeit erfordert. Ein Feld besteht aus Noppen, die als Noppenplatten oder lose Noppen vor der Treppe verlegt werden und Hindernisse wie Treppen und Rampen rechtzeitig anzeigen. Die Aufmerksamkeitsfelder erstrecken sich über die Breite der Treppe oder Rampe. Zu beachten ist, dass ein Leuchtdichtekontrast von mindestens 0,4 zwischen Stufenkantenmarkierung und unten anschließendem Bodenmaterial nach DIN 32975 bestehen muss. Dies ist mit den Bodenindikatoren der inclusion AG leicht umsetzbar, da diese in rund 200 verschiedenen Farben – teilweise auch fluoreszierend – produziert werden können.

 

Lösungen für alle Anforderungen

Die inclusion AG bietet Ihnen zahlreiche Stufenprofile, um Ihre Treppen im Innen- und Außenbereich abzusichern. Alle haben gemeinsam, dass sowohl die Tritt- als auch die Setzstufe gleichzeitig markiert werden. Dadurch spielt es keine Rolle, von welchem Ende sich die Nutzer der Treppe nähern; die einzelnen Stufen sind von beiden Seiten erkennbar. Eine günstige Alternative stellen Markierungsbänder dar, die aufgeklebt werden. Die Haltbarkeit ist allerdings begrenzt. Klebebänder lösen sich mit der Zeit und verschleißen, so dass sie zeitnah ersetzt werden müssen.

Unser bevorzugter Werkstoff ist der Hochleistungskunststoff Desmopan® von Covestro, der sich in sämtlichen Industriezweigen seit Jahrzehnten bewährt. Das Material ist belastbar, verschleißfest und UV-beständig. Gebäude werden damit nachträglich, d. h. im Bestand nachgerüstet. Die Elemente sind bereits „ab Werk“ rückseitig mit Klebstoff beschichtet, was das System montagefreundlich macht. Viele Produkte aus dem inclusion-Programm werden auch im Außenbereich eingesetzt.

 

Inklusion ist für uns keine Worthülse

Die inclusion AG ist ein bundesweit tätiger Fachbetrieb für Barrierefreiheit. Unser Ansatz ist es, den Preis für unsere Produkte niedrig zu halten, um eine möglichst große Verbreitung und damit praktischen Nutzen für ältere, blinde und sehbehinderte Menschen zu erreichen. Die entsprechenden DIN-Normen, die UN-Behindertenrechtskonvention, das Behindertengleichstellungsgesetz aber auch Unfallverhütungsvorschriften oder Richtlinien im Arbeitsschutz (ASR) sind Grundlagen für die Umsetzung. Letztlich profitieren alle Nutzerinnen und Nutzer von unseren Produkten, zum Beispiel im Rahmen von Sturzprävention und Unfallverhütung.

 

Beachtenswert ist auch das Thema barrierefreie Entfluchtung.

Informationen zum Brandschutz und barrierefreier Entfluchtung finden Sie unter: Flyer-Treppensicherheit

Barrierefreie Wahlen

Barrierefreie Wahlen 2021 – Checkliste

Auch wenn bei der bevorstehenden Bundestagswahl am 26. September 2021 vermutlich mehr Briefwählerinnen und -wähler abstimmen werden als je zuvor, wird es eine große Zahl von Menschen geben, die ihre Stimme persönlich abgeben – selbstverständlich unter Berücksichtigung der dann gültigen Abstands- und Hygienebestimmungen.

Wählen in der Pandemie

Aufgrund der besonderen Wahlumstände unter Pandemiebedingungen ist zu befürchten, dass viele Wahllokale nicht barrierefrei oder nur ansatzweise barrierearm sein werden. Das liegt unter anderem daran, dass die herkömmlichen Wahllokale zum Teil nicht den Hygienevorgaben entsprechen. So sollen etwa die Wahlräume zum einen über eine möglichst große Fläche verfügen, um die Abstandsregeln anwenden zu können, zum anderen sollen sie den regelmäßigen Luftaustausch ermöglichen. Vielerorts wird dadurch ein Umzug in andere Gebäude nötig.

 

Rückblick: UN-BRK

Bereits vor 15 Jahren wurde die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet, zwei Jahre später wurde sie ratifiziert. Für öffentliche Gebäude bedeutet der Beschluss, dass Menschen mit Einschränkungen in der Lage sein sollen, diese Gebäude selbst bestimmt, d. h. ohne fremde Hilfe aufzusuchen – dabei geht es um Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit. Gerade im Vorfeld von Wahlen wird immer wieder deutlich, dass sich die Situation für die Betroffenen in den vergangenen Jahren zwar sukzessive verbessert hat, es aber nach wie vor viel zu tun gibt, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu gewährleisten.

Aktualisierte inclusion-Checkliste

Schon 2013 haben wir mit unserer „Checkliste Barrierefreie Wahllokale“ einen Nerv getroffen – in diesem Jahr bieten wir daher einen aktualisierten Leitfaden an, zu finden hier. Wieder geht es darum, Hinweise zu geben, wie Barrierefreiheit – insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen – kostengünstig und pragmatisch umgesetzt werden kann. Mit dieser Liste erheben wir keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Bundesländer haben eigene Maßnahmenpläne entwickelt. Dort fehlen allerdings häufig ganz konkrete Vorschläge, wie die Maßnahmen umgesetzt werden können.

 

Treppensicherheit 

Die Gefahr, die durch Unfälle und Stürze auf und an Treppen ausgeht, darf nicht unterschätzt werden. Seit Jahren ist die Zahl der jährlich tödlich verunglückten Personen an Treppen in Deutschland erstaunlich hoch.

Deshalb sind eine Reihe von Maßnahmen erforderlich, die dann allen Nutzerinnen und Nutzern zugutekommen. Auch für Menschen ohne Seheinschränkung sinkt das Risiko an einer Treppe zu stürzen, wenn diese barrierefrei gestaltet ist.

Sinnvoll sind sogenannte Aufmerksamkeitsfelder vor Gefahrenstellen wie Treppen. Diese bestehen aus einzelnen Bodenindikatoren (Noppen) oder Noppenplatten und haben die Aufgabe, Gefahrenstellen rechtzeitig anzukündigen.
Mindestens die erste und letzte Stufe muss kontrastreich markiert sein. Besser wäre es jede Stufe zu markieren, so wie es vorgeschrieben ist, wenn es sich nur um drei Stufen handelt.

Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit können Sie sich bei Fragen gerne an uns wenden. Neben Herstellung, Lieferung und Montage beraten wir gerne. Unsere Produkte kann man permanent oder temporär einsetzen und kaufen oder auch mieten.

PS: Taktil durch die Krise! https://www.inclusion.de/barrierefreie-taktile-markierungen-sorgen-fuer-abstand-und-sicherheit/

Blindenleitsystem Rhein-Sieg-Halle

In der als Multifunktionshalle dienenden Rhein-Sieg-Halle, die zuletzt saniert und angebaut worden ist, wurde zur besseren Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen ein Blindenleitsystem der inclusion AG verlegt. Dieses besteht aus Edelstahl mit schwarzen Anti-Rutsch-Einlagen.

Bedeutung von Blindenleitsystemen

Blindenleitsysteme sind für sehbehinderte und blinde Menschen ein elementares Hilfsmittel mit verschiedenen Bedeutungen. Blindenleitstreifen führen zu einem bestimmten Punkt, sie lassen Übergänge und Zebrastreifen finden um die Straße sicher passieren zu können und an Bahngleisen lassen sie einen wissen, wie weit man von den Gleisen entfernt ist um gefahrlos am Gleis entlang gehen zu können. Besonders wichtig dabei ist, dass nichts im Weg ist.

Blinde und sehbehinderte Menschen sind im öffentlichen Verkehr darauf angewiesen, dass möglichst wenige Hindernisse im Weg liegen. Da aber vielen Menschen die Bedeutung der Leitstreifen nicht bewusst ist, liegen bzw. stehen dort oft Hindernisse wie Fahrräder, E-Roller, Koffer oder Menschen. Das größte Problem dabei ist es dem Hindernis auszuweichen und den Leitstreifen wiederzufinden. Bei E-Rollern beispielsweise ist es oft schwer klar zu erkennen, wie diese liegen und wie man ihnen am besten ausweicht, weshalb es eine große Schwierigkeit darstellt sie zu umgehen und wieder zurück auf den Leitstreifen zu finden. Durch diese Hindernisse, die eigentlich nicht da sein sollten, kann es außerdem zu Verletzungen kommen, die hätten vermieden werden können, würden die Leitstreife frei von Hindernissen sein. Als zusätzliches Hilfsmittel werden daher oft ein Blindenlangstock und das Gehör genutzt, mit dem der Verkehr akustisch wahrgenommen werden kann.

Ein Anliegen des BSVH, dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V., und dem HVV, dem Hamburger Verkehrsbund, ist es daher, das Bewusstsein der Menschen für Blindenleitstreifen zu stärken. So würde es zu weniger Hindernissen und somit weniger Verletzungen kommen und blinden und sehbehinderten Menschen gleichzeitig mehr Sicherheit im Straßenverkehr geben.
In einem in Zusammenarbeit der beiden Instanzen produzierten Video soll unter dem Motto „Miteinander im HVV – Wie Blinde dank eurer Hilfe sicherer ans Ziel kommen“ über die oben genannten Aspekte aufgeklärt werden.

Quelle

Leitsystem Kindergarten FröbelBANDE

Bereits im Januar haben wir in einem der FRÖBEL Kindergärten ein taktiles Leitsystem verlegt. Nun wurde ein weiterer Kindergarten des in Deutschland größten überregionalen Trägers von Kindertageseinrichtungen barrierefrei gestaltet. So wurde allen Kindern ein Weg geebnet, die Entfaltung ihrer Bildungschancen in den Mittelpunkt stellen zu können. Getreu dem diesjährigen Motto der FRÖBEL Gruppe: „Die Welt gehört in Kinderhände“ werden so auch sehbehinderte und blinde Kinder dabei unterstützt, die Welt und ihre Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen und die Gesellschaft inklusiver zu machen.

3. Online-Inklusionskongress

Morgen startet der 3. Online-Inklusionskongress, der vom 12.03-18.03.2021 stattfindet. Der Schwerpunkt liegt auf gelungener Inklusion in der Schule. Behandelt werden z.B. die schulische Praxis, rechtliche Grundlagen, Forschungsergebnisse, Sprache, Kommunikation und Digitalisierung. Auch die Themen Arbeit, Sport, Freizeit und Wohnen werden behandelt.

Täglich werden 4-5 Interviews, von 33 Menschen, die fast alle im Bereich der Inklusion tätig sind, für 24 Stunden freigeschaltet. Man erhält wertvolle Tipps und Ideen zur Umsetzung von Inklusion in der Schule sowie Erfahrungsberichte ehemaliger Schüler*innen, Eltern und Fachkräfte. Außerdem wird ein Einblick in die pädagogisch inklusive Arbeit und Informationen zu aktuellen Forschungsergebnissen und rechtlichen Grundlagen gegeben. Alle Interviews verfügen über Untertitel und werden in Gebärdensprache übersetzt.

Um mehr über das Thema Inklusion und wie man Kindern ein inklusives Leben, Lernen und Arbeiten ermöglichen kann zu erfahren, kann man sich auf der Seite des Inklusionskongress (www.inklusionskongress.de) mit seiner E-Mail Adresse anmelden. So bekommt man täglich eine E-Mail mit Links zu den Interviews, die man sich innerhalb von 24 Stunden, egal wann und wo, ansehen kann.

Barrierefreiheitsgesetz für ein gutes Barrierefreiheitsrecht

Die Kernpunkte für ein gutes Barrierefreiheitsrecht werden durch ein Bündnis von 30 Organisationen als Erstunterstützer*innen unterstützt. Durch das europäische Barrierefreiheitsgesetz, der European Accessibility Act (EAA,) gibt es in Europa erstmals eine umfassende Anforderung an die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen. Betroffen sind unter anderem die Zugänglichkeit von Bankautomaten und Bankdienstleistungen, die Nutzbarkeit von E-Books, Computern, Unterhaltungselektronik, den Onlinehandel oder die Nutzung der Notrufnummer 112. Damit ist ein Meilenstein gelegt worden, denn für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist Barrierefreiheit zentral. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention wurden fünf Anforderungen formuliert, an denen sich ein gutes Barrierefreiheitsrecht für Produkte und Dienstleistungen der Privatwirtschaft messen lassen muss.

 

  1. Den EAA ambitioniert und effektiv umsetzen

Das Umsetzungsgesetz muss noch von der Bundestagswahl 2021 verabschiedet werden. Alle im EAA möglichen Spielräume zugunsten von Menschen mit Behinderung sind auszunutzen, denn die Regelung muss gewährleisten, dass der Zugang zu den erfassten Produkten und Dienstleistungen wirksam verbessert wird. Eng zu führen sind hingegen die Ausnahmen von der Pflicht zur Barrierefreiheit.

Durch die Bereitstellung notweniger finanzieller Mittel und die Förderung des Ausbaus der fachlichen Kompetenzen müssen behinderte Menschen effektiv die Möglichkeit erhalten, über die sie vertretenden Organisationen auf die Festlegung der einschlägigen technischen Standards und Spezifikationen Einfluss zu nehmen. Die EN 301 549 sowie die DIN EN 17210 muss als zentraler technischer Standard für digitale Anwendungen etabliert und kostenlos in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt werden.

Um barrierebehaftete Produkte und Dienstleistungen auszuweisen und Verbraucher*innen leicht erkennen zu lassen, ob und inwieweit diese barrierefrei gestaltet sind, muss eine barrierefrei zugängliche Datenbank entstehen.

Zusätzlich zu der staatlichen Marktüberwachung, die maßgeblich auf Bundesebene organisiert werden muss, sind notwenige finanzielle Mittel bereit zu stellen. So kann eine systematische und effektive Marktbeobachtung durch Verbraucherschutzorganisationen mit der Expertise für Barrierefreiheit aufgebaut und dauerhaft gewährleistet werden.

 

2. Barrierefreiheit umfassend gewährleisten

Egal wo, Barrierefreiheit muss überall zum Standard werden. Durch den Erlass umfassender, verbindlicher und zeitnah geltender Regelungen muss der Gesetzgeber sicherstellen, dass behinderte Menschen die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Produkten und Dienstleistungen privater und öffentlicher Anbieter erhalten, wie Menschen ohne Beeinträchtigung. Dieser Zugang gilt über die europaweit geltenden Regelungen des EAA hinaus zumindest auf nationaler Ebene.

 

3. Diskriminierungsschutz stärken

Im privaten Bereich muss die Pflicht zur Schaffung angemessener Vorkehrungen festgeschrieben werden, denn bei privaten Rechtsgeschäften und deren Anbahnung beim Zugang zu und der Versorgung mit öffentlich zugänglichen Gütern und Dienstleistungen dürfen private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen Menschen mit Behinderung nicht benachteiligen.

 

4. Barrierefreiheit fördern

Als Lehrinhalt aller Berufssparten ist die Barrierefreiheit und deren Umsetzung verpflichtend aufzunehmen. Alle Förderprogramme müssen verpflichtende Vorgaben zur Barrierefreiheit enthalten, ein spezielles Förderprogramm sollte gezielt barrierefreie Innovationen adressieren.

 

5. Partizipation gewährleisten

Von der Erarbeitung des Gesetztes über die Entwicklung von Standards bis hin zur Marktüberwachung sind Menschen mit Behinderung in alle Prozesse einzubinden.

Quelle

 

Klicken Sie auf mehr um genaueres über den European Accessibility Act zu erfahren.

 

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Zero Discrimination Day


Seit 2014 findet jährlich am 01. März der Zero Discrimination Day statt. Dieser setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung von an HIV und AIDS erkrankten Menschen.

Diskriminierung erfahren viele Menschen in ihrem Leben, sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, der sexuellen Orientierung oder anderen Merkmalen. Auch an HIV oder AIDS erkrankte Menschen kennen das Gefühl von Abgrenzung oder Ausgrenzung. Für eine gleichberechtigte und faire Behandlung der betroffenen Menschen setzt sich die Organisation UNAIDS ein.

Ebenfalls die UNAIDS war es, die zusammen mit den Vereinten Nationen 2014 den Zero Discrimination Day, mit dem Ziel jede Art von Diskriminierung zu beseitigen, ausgerufen hat. Durch die gleichnamige Kampagne #zerodiscrimination sind Organisationen sowie Einzelpersonen aufgerufen ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, denn alle Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde.

Auch fehlende Barrierefreiheit bedeutet Diskriminierung. Künftig müssen daher Menschen mit Behinderung das Recht auf Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und bei Alltagsgeschäften erhalten. Nach aktuellem Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle können private Arbeitgeber und Dienstleister sogar auf Schadensersatz verklagt werden, wenn die Bereitstellung angemessener Vorkehrungen fehlt. Wir setzen uns mit unseren Blindenleitsystemen dafür ein, dass Barrierefreiheit am Arbeitsplatz zur Normalität wird. So tragen wir einen Teil zu einer inklusiveren und weniger diskriminierenden Gesellschaft bei.

Bernhard Franke, der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes teilte mit, dass das Recht auf gleichen Zugang Menschen mit Behinderung bislang nur teilweise gewährt wird. Damit setzt Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvektion und das EU-Recht an einer zentralen Stelle nicht um, womit ein EU-Vertragsverletzungsgefahren riskiert wird. Mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) im August 2016 wurde die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ABS) gegründet. Das Gesetz zielt darauf ab, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, der sexuellen Identität oder einer Behinderung zu verhindern oder zu beseitigen.

Quelle

Blindenleitsystem Microsoft

Der Sitz der Microsoft Corporation in Redmond (in der Nähe von Seattle) setzt sich seit Jahren für eine verbesserte Zugänglichkeit und mehr Barrierefreiheit am Arbeitsplatz ein. Auch in den Standorten in Berlin Unter den Linden und in der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz sind die Bürogebäude für Menschen mit Seheinschränkungen barrierefrei gestaltet worden. Durch unser kontrastreiches taktiles Leitsystem, welches bei der Orientierung hilft und vor allem sehbehinderte und blinde Menschen sicher durch das Gebäude leitet, profitieren nicht nur Nutzerinnen und Nutzer der Hard- und Softwareprodukte von barrierefreier Nutzung.

Für mehr Informationen gelangen Sie hier zur Objektreportage.

inclusion sagt ALAAF

 

Ganz getreu dem Motto: „Jeder Jeck ist anders“ setzen wir uns mit unseren taktilen Bodenindikatoren für eine inklusive Gesellschaft ein. Zwar fällt der gewohnte Straßen- und Sitzungskarneval in dieser Session aufgrund der Corona-Pandemie nahezu komplett aus, die Inklusion macht aber keine Pause. Wir arbeiten weiter an einer besseren und inklusiveren Gesellschaft.
Der nächste Karneval kommt. Wir halten durch. Gemeinsam.
Bleiben Sie gesund und trotz des Ausfalls: Kölle ALAAF!

 

Fachkräfte mit Behinderung

Seit 2013 wird von der Aktion Mensch jährlich ein Inklusionsbarometer Arbeit veröffentlicht, welches zeigt, dass immer mehr Menschen mit Behinderung eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Menschen mit Behinderung sind wertvolle Fachkräfte und besonders loyale Mitarbeiter, die die Arbeit im Team mit Vielfalt bereichern. Durch das häufige angewiesen sein auf Unterstützung sind sie meist gewöhnt und in der Lage, im Team zu arbeiten oder das Team zu steuern. Mit Menschen mit Behinderung im Unternehmen gewinnt man gute Fachkräfte, mit einer engen Bindung an das Unternehmen und ein gutes Image fürs Unternehmen. Sie erbringen finanzielle Vorteile, da viele Arbeitsstellen gefördert werden, sorgen für neue Ideen mit Potenzial für die Firma und sind Profis in Sachen Teamarbeit. Außerdem ist Barrierefreiheit im Unternehmen für alle gut und muss nicht teuer sein.
Doch viele besonders kleine oder mittelständige Unternehmen kennen die staatlichen Fördermöglichkeiten nicht oder wissen nicht, wie man Bewerber mit Behinderung anspricht. Auch Betriebe, die bereits Beschäftigte mit Behinderung in ihrem Betrieb haben, kennen die staatlichen Fördermöglichkeiten nicht oder wissen nicht, wie man Bewerber mit Behinderung anspricht. Daher hat die Aktion Mensch einen Leitfaden für Unternehmen, mit 10 Gründen Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, veröffentlicht.
Eine wichtige Lösung spielt hierbei die Barrierefreiheit. Auch wir, die inclusion AG, helfen als Fachbetrieb für Barrierefreiheit diese kostengünstig und nachhaltig im Bestand oder bei Neubauten zu verbessern. Unsere Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Sehen, Kontraste, Orientierung, Mobilität, Leitsysteme, Taktilität, Treppensicherheit, Sturzprävention, Unfallverhütung und barrierefreie Entfluchtung.

Grund 1: Gute Fachkräfte gewinnen
Menschen mit Behinderung haben häufiger eine abgeschlossene Berufsausbildung als Menschen ohne Behinderung, im Vergleich gibt es mehr gut qualifizierte Fachkräfte als bei Menschen ohne Behinderung. Ein wertschätzendes und kollegiales Arbeitsumfeld erwarten die meisten Bewerber von ihrem Arbeitgeber, wodurch die Firma mit der Anstellung von Menschen mit Behinderung auch für andere Bewerber interessant wird.

Grund 2: Mit Behinderung geht mehr, als man denkt
Da die meisten Beeinträchtigungen aufgrund von Erkrankungen der inneren Organe entstehen, sind Umbaumaßnahmen meist gar nicht nötig. Je nach Erkrankung gibt es kostenlose Beratung und finanzielle Hilfen, für blinde Mitarbeiter gibt es z.B. Sprach-Softwares für Computer um genauso schnell und effektiv zu arbeiten wie sehende Kollegen und bei Höreinschränkungen gibt es helfende transportable Induktionsschleifen.

Grund 3: Der Mythos des nicht kündigen können
Mitarbeiter mit Behinderung sind nicht unkündbar, im ersten halben Jahr gibt es sogar überhaupt keinen Kündigungsschutz. Nach dem ersten halben Jahr muss das Integrationsamt dem Antrag auf Kündigung des Arbeitgebers zustimmen, das geschieht in 75% der Fälle. Eine Probebeschäftigung von drei Monaten bietet die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Diese Kosten werden von der Agentur für Arbeit übernommen. Außerdem sind Arbeitgeber laut Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts nicht dazu verpflichtet einen schwerbehinderten Menschen zu beschäftigen, wenn es unwirtschaftlich ist.

Grund 4: finanzielle Vorteile
Bei Einstellung eines Mitarbeiters mit Schwerbehinderung kann der Arbeitgeber vom Integrationsamt bis zu 70 Prozent des Lohns zurückbekommen, und auch danach auf weitere Unterstützung zählen. Diese geschieht durch eine zusätzliche Assistenzkraft oder durch einen Beschäftigungssicherungszuschuss. Es gibt viele Fördermöglichkeiten, die sich nach dem Einzelfall und dem Bedarf des Beschäftigten richten. Dazu zählen Zuschüsse zum Gehalt nach Krankheit oder Unfall oder die Bezahlung der Hilfsmittel sowie die Arbeitsplatzausstattung und Beratung die in Anspruch genommen werden kann.

Grund 5: gutes Image fürs Unternehmen
Ein gutes Miteinander in einem Unternehmen stößt auf öffentliches Interesse. Ein gutes Image hängt u.a. von sozialem Engagement und der Zufriedenheit der Mitarbeiter ab, dieses ist für ein Unternehmen von unschätzbarem Wert. “Diversity” ist in vielen großen Konzernen nicht mehr wegzudenken. Viele Medien berichten über die jährlich verliehenen Inklusionspreise des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie der verschiedenen Bundesländer, was für Aufmerksamkeit bei Bewerbern und Wirtschaftsverbänden sowie gute Netzwerke sorgt.

Grund 6: Enge Bindung ans Unternehmen
Menschen mit Behinderung sind meist gleichwertig oder besser ausgebildet, brauchen aber meist rund 100 Tage länger als alle anderen einen Job zu finden, die Arbeitslosenquote ist bei Menschen mit Behinderung etwa doppelt so hoch. Fühlen sie sich einem Unternehmen zugehörig, ist ihre Loyalität meist besonders ausgeprägt, denn gerade Mitarbeiter mit Behinderung haben eine besonders enge Bindung ans Unternehmen.

Grund 7: Beratung ist immer zur Stelle
Für die passgenaue Einrichtung der Arbeitsplätze neuer Mitarbeiter bieten spezielle Reha-Teams der Arbeitsagentur Beratung und Unterstützung an, die Sicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze übernehmen die Integrationsämter. In beiden Fällen sind Beratung und Begleitung kostenfrei. Unterstützung kriegt man von Integrationsfachdiensten vor Ort sowie von Renten-, Unfall- und Krankenversicherungen, die Menschen mit Behinderung einstellen wollen.

Grund 8: Vielfalt sorgt für neue Ideen
Erst die Vielfalt der Stärken macht Unternehmen wettbewerbsstark. Menschen mit Behinderung stellen in dieser Hinsicht ein besonderes Potenzial dar, denn wer im Alltag mit Einschränkungen zurechtkommt, bringt auch im Beruf neue und ungewohnte Denkansätze mit. Bunt gemischte Teams arbeiten kreativer und einheitlicher als Arbeitsgruppen.

Grund 9: Barrierefreiheit im Unternehmen ist für alle gut
Durch Barrierefreiheit und Zugänglichkeit können neue Kunden gewonnen werden, denn Barrierefreiheit nutzt allen: sein es breite Türen, eine gute Akustik oder Fahrstühle für den Transport von etwas Schwerem, wenn sich ein/e Mitarbeiter/in ein Bein bricht oder wenn eine Kundin mit Kinderwagen in die Firma kommt. Ebenfalls einen Nutzen für alle bietet die digitale Barrierefreiheit, denn rund 10% der deutschen Bevölkerung haben eine Behinderung. Oft reichen geringe Änderungen aus oder es ergeben sich Lösungen, an die vorher keiner gedacht hat. Viel umzubauen ist häufig nicht nötig, wenn man Menschen mit Behinderung beschäftigt.

Grund 10: Profis in Teamarbeit
Von Menschen die mit einer Behinderung leben werden Qualitäten abverlangt, die man im Arbeitsleben gut gebrauchen kann. Dazu zählen seine Stärken einzubringen, andere um kleine Handreichungen bitten oder Assistenz in Anspruch nehmen, die man organisieren muss. Durch diese Punkte bringen sie viel Erfahrung in Sachen Teamarbeit. heruntergeladen werden.

 

Weitere Infos finden Sie in der von der Aktion Mensch veröffentlichten Broschüre “10 Gründe Menschen mit Behinderung zu beschäftigen”, die Vollversion kann hier heruntergeladen werden.

29. Januar: Tag des Blindenführhundes

Viele Menschen denken, dass Blindenführhunde nur für das Finden Barriere- und gefährdungsfreier Wege im öffentlichen Raum zuständig sind, doch das ist weit gefehlt. Wenn Sie für einen Moment die Augen schließen und sich vorstellen blind zu sein, können Sie dann nachfühlen wie wichtig es für einen blinden Menschen es ist, einen Blindenführhund zu haben? Ein Blindenführhund ist mehr als nur ein Alltagsbegleiter. Es ist jemand, dem man blindes Vertrauen schenken kann, das Glück des Teilens erleben kann, mit dem man lachen und die Welt mit ihm erobern kann.

Vor mehr als 100 Jahren, im August 1916, wurde die weltweit erste Schule für Blindenhunde im deutschen Oldenburg eröffnet. Darauf folgte 1929 am 29. Januar mit “The Seeing Eye” in New Jersey die erste Schule für Blindenführhunde in Amerika. Dier Tag wird seitdem als internationaler Tag des Blindenführhundes gefeiert.

Heute sind Blindenführhunde akzeptierte Hilfsmittel in der Verbesserung der Mobilität von Blinden und können als einziges lebendes Hilfsmittel sogar per Rezept verordnet werden. Sie ermöglichen durch das Bieten eines hohen Maß an Selbstständigkeit, die Vermittlung von Sicherheit im öffentlichen Raum und das Erleichtern sozialer Kontakte ein selbstbestimmteres sowie lebenswerteres Leben.

Sie sind äußerst sozialkompetent und hochintelligent. So können Sie zwischen rechts und links unterscheiden, finden auf Kommando Ampeln, Eingänge, Zebrastreifen oder Briefkästen und fungieren als lebendiges, fühlendes und verantwortungsvolles Navigationssystem. Bei Ausbildungsende kennen Sie rund 40 Kommandos und lernen kontinuierlich hinzu.

Bis zu einem verlässlichen Blindenhund ist es ein langer Weg, welcher professioneller Begleitung bedarf und außerdem mit gesetzlichen, strukturellen und oft auch persönlichen Hürden gepflastert ist. So hat sich der “Deutsche Blindenführhunde e.V.”, ein anerkannter, gemeinnütziger Verein, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität der Blindenführhundausbildung und die Lebensqualität von blinden und sehbehinderten Menschen sowie ihrer Blindenführhunde zu fördern.

Auch wir haben auf der Sight City Frankfurt, der größten internationalen Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten Hilfsmittel schon Blindenführhunde kennen gelernt. Auf der Messe wurde ein inclusion-Leitsystem verlegt, um den Menschen ohne Blindenführhund die Orientierung auf der Messe zu erleichtern.

 

© Kerstin Philipp/SightCity

27. Januar: Gedenken an die Opfer des NS

Am 27. Januar 2021 wird an die Opfer der “Euthanasie”-Verbrechen im Nationalsozialismus gedacht.

Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, wird in aller Stille einen Kranz am Gedenkort niederlegen. Der Gedenkort ist die Tiergartenstraße 4, von wo aus die Nationalsozialisten 1940-1941 im Rahmen der sogenannten “T4-Aktion” die systematische Zwangssterilisation und Tötung von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen planten. Die Planung gelang unter direktem Befehl der “Kanzlei des Führers”.

Normalerweise findet das Gedenken am Gedenk- und Informationsort statt, was dieses Jahr Pandemiebedingt nicht möglich ist. Stattdessen gendenken wir in ganz Deutschland verstreut, aber in Gedanken und digital verbunden, denn zur Arbeit an einer demokratischen und inklusiven Zukunft gehört auch ein gemeinsames Erinnern. Außerdem wird ein Video mit einer Rede des Beauftragten auf der Seite der Beauftragten der Bunderegierung für die Belange von Menschen mit Behinderung veröffentlicht, zu finden hier.

Am Abend ist per Livestream-Talk mit Claudia Roth und dem Pianisten Igor Levit, der per Klavier zu hören sein wird, zudem eine neue Folge von “Salon im Kleisthaus” geplant. Claudia Roth ist Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und besonders bekannt für ihren Einsatz für den Schutz von Minderheiten, gegen Rassismus und Diskriminierung und für eine lebendige Erinnerungskultur.

Ein Jahr später, am 20. Januar 1942, trafen sich hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Regierung um den Holocaust im Detail zu organisieren. Seit 1992 wird die Villa am Wannsee offiziell als Gedenk- und Bildungsstätte genutzt. Damit die Dauerausstellung möglichst viele Besucher und Besucherinnen berücksichtigt, folgt die Ausstellung inhaltlich wie auch hinsichtlich der Gestaltung den “Design für Alle” – Richtlinien. Daher haben wir ein taktiles Leitsystem verlegt, das vor allem sehbehinderten und blinden BesucherInnen die Orientierung erleichtert. Mehr Informationen darüber finden Sie hier.

Leitsystem für Hornbach Baumarkt

Die Hornbach Baumarkt AG zählt zu den größten Bau- und Gartenmärkten Europas. Insgesamt werden momentan insgesamt 161 großflächige Bau- und Gartenmärkte, davon 96 in Deutschland, betrieben. Die durchschnittliche Verkaufsfläche eines Hornbach Bau- und Gartenmarktes beträgt 11.800 Quadratmeter. Bei so einer großen Verkaufsfläche kann es sogar für normal sehende Menschen schwierig sein sich zu orientieren. Nun stellen Sie sich blinde oder sehbehinderte Menschen vor, die sich auf einer so großen Fläche orientieren müssen. Ohne Blindenleitsystem schwierig bis unmöglich. Um genau diesen Menschen das Einkaufen zu erleichtern, hat sich die Filiale in Köln Poll, die kurz vor der Eröffnung steht, dazu entschieden, ein taktiles Blindenleitsystem verlegen zu lassen. Dazu wurde ein System aus Rippen und Noppen zur Orientierung gewählt.

FRÖBEL Kindergarten

FRÖBEL ist Deutschlands größter überregionaler Träger von Kindertageseinrichtungen. Rund 4.200 MitarbeiterInnen bilden, betreuen und erziehen rund 18.000 Kinder in über 197 Krippen, Kindergärten und Horten.

Das momentane Jahresmotto lautet: Die Welt gehört in Kinderhände. Kinder werden täglich dabei unterstützt, die Welt und ihre Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen. In ihrem Leitbild geben sie das Versprechen, die Rechte von Kindern und die Entfaltung ihrer Bildungschancen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Kindergarten am Standort Köln Kalk ist der Erste in dem ein Blindenleitsystem verlegt wurde, doch das war nur der Anfang. Auch die vielen weiteren Kindergärten der FRÖBEL Gruppe sollen mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden, um allen Kindern einen Weg zu geben, die Entfaltung ihrer Bildungschancen in den Mittelpunkt stellen zu können.

Welt-Braille-Tag 2021

Gestern, am 04. Januar, wurde der „Welt-Braille-Tag“ gefeiert, der dieses Jahr an blinde Kinder gerichtet ist. Durch ein kurzes Video und einen Podcast, in dem blinde Kinder und Jugendliche berichten, was die Blindenschrift für sie bedeutet, wurde diesen eine Stimme gegeben. Damit möchte der DBSV darüber informieren, wie wichtig es nach wie vor ist, die Brailleschrift zu erlernen. Den Podcast sowie das Video finden Sie hier auf der Seite des DBSV.
Vier der Botschaften sind in dem Film zu hören, 14 weitere im Podcast. Außerdem umrahmt den Podcast eine Klangcollage aus Geräuschen, die beim Schreiben und Lesen von Braille mit unterschiedlichen Geräuschen und Medien entstehen.
Durch die Brailleschrift erhalten blinde Kinder und Jugendliche den Schlüssel zu Bildung und einem selbstbestimmten Leben. Ihr ist es zu verdanken, dass sie ihre eigenen Interessen erkunden können, aufschreiben, was sie bewegt, Bücher zu lesen und vieles mehr.
Erfunden wurde Sie von dem am 04. Januar 1809 geborenen Louis Braille, im Alter von 16 Jahren. 2018 wurde der 04. Januar ihm zu Ehren von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum internationalen Welt-Braille-Tag erklärt, der auf die zentrale Bedeutung der Blindenschrift und die Situation blinder oder stark sehbehinderter Menschen aufmerksam machen soll, denn für blinde Menschen bedeutet die Braille Schrift Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.
Quelle

inclusion wünscht frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Liebe Kunden und Geschäftspartner, liebe Freunde,

das alte Jahr geht, das neue kommt. Mit dem Jahreswechsel verabschieden wir alle ein sehr außergewöhnliches und ereignisreiches Jahr, welches uns vor bisher noch nie dagewesene Aufgaben gestellt hat. Gerade aufgrund dieser speziellen Situation blicken viele Menschen mit gemischten Gefühlen auf den Jahreswechsel. Der Jahreswechsel ist einerseits verbunden mit Hoffnung auf mehr bzw. wiederkehrende Normalität aber auch mit der Frage verbunden, ob und wann diese Normalität wieder eintreffen wird. Niemand weiß was das neue Jahr zu bieten hat.

Cartoon von Phil Hubbe wegen falschen Parkens des Weihnachtsmanns auf einem Behindertenparkplatz

Die, für viele, schönste Zeit ist dieses Jahr sehr speziell. Weihnachtsmärkte fallen aus, man muss Abstand halten, auf Kontakte verzichten und mit Rücksicht auf die Liebsten das Fest der Liebe nicht so groß zelebrieren wie man es vielleicht sonst tun würde. Trotzdem hoffen wir, dass Sie das Beste aus der Situation machen und diese kostbare Zeit mit der Familie genießen können.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihr Vertrauen, das Sie uns in diesem Jahr (wieder) geschenkt haben, und hoffen, dass wir uns auch im kommenden Jahr sehen oder hören werden. Bleiben Sie (Corona-) negativ und denken Sie positiv!

Wie in jedem Jahr stellen wir Ihnen Postkarten mit einem Cartoon des Zeichners Phil Hubbe zur Verfügung. Gerade in Zeiten in denen man seine Liebsten auf Abstand halten sollte, kann man seine Wertschätzung mit einer handgeschriebenen, und dazu streng limitierten, Karte ausdrücken.

Gerne senden wir Ihnen Exemplare zu. Schreiben Sie uns unter info@inclusion.de an oder rufen Sie unter 0 22 36 / 89 22 74 an. Bitte beachten Sie, dass die Geschäftsstelle vom 23.12.2020 bis 03.01.2021 nicht besetzt ist.

„Wenn wir zu Weihnachten einen Wunsch frei hätten….? Mehr Barrierefreiheit und mehr gegenseitige Rücksichtnahme.“

 

Bleiben Sie gesund!
Ihr inclusion-Team

Landratsamt Bad Kissingen

Im Landratsamt Bad Kissingen, dem Landratsamt der großen Kreisstadt Bad Kissingen in Bayern, arbeiten zwei sehbehinderte und ein blinder Mitarbeiter. Um nicht nur den MitarbeiterInnen den Arbeitsalltag zu erleichtern, sondern auch sehbehinderten oder blinden BesucherInnen des Amtes die Orientierung zu vereinfachen, wurde von uns ein taktiles Leitsystem verlegt, das passend zu der Flagge Bayerns aus blauen und weißen Elementen besteht.

13.12.2020 – Tag der heiligen Ottilie

Jedes Jahr am 13.12.2020 gedenken die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche der heiligen Ottilie, der Schutzpatronin der Blinden.
Sie wurde als Tochter des Herzogs Eticho vom Elsass blind geboren. Weil ein blindes Kind als Schande für die Familie angesehn wurde, beschloss ihr Vater Ottilie töten zu lassen. Die Mutter gab das Kind daraufhin zur Obhut in das Kloster Palma, wo Ottilie fortan aufwuchs.
Mit 12 Jahren sollte Ottilie vom Bischof von Regensburg im Kloster Palma getauft werden. Der Legende nach wurde sie, als das geweihte Wasser ihre Augen berührte, von ihrer Blindheit befreit. Der Vater versöhnt sich mit seiner Tochter und hinterließ ihr die Hohenburg auf einem Berg in den Vogesen. Ende des 7. Jahrhunderts errichtet sie dort ein Frauenkloster, indem sie am 13. Dezember 720 starb. Der Berg ist heute besser bekannt als Odilienberg und gilt als heilig, Ottilies Grab ist auch heute noch ein berühmter Wallfahrtsort. Der auf dem Berg entspringenden Quelle sagt man Heilkräfe, besonders für Augenleiden, nach. 1946 besuchte Papst XXII. das Kloster und ernannte Ottilie offiziel zur Schutzpatronin des Elsass, wodurch sie besonders bei Augen- und Kopfleiden um Beistand gebeten wird.

taktile Platten mit Bodenindikatoren, Rippen- und Noppenstruktur
Auch für uns bei inclusion hat sie eine besondere Bedeutung: sie war die Namensgebung unseres Leitsytems Odile. Odile ist ein System aus taktilen Bodenindikatoren, welches aus dem Hochleistungskunststoff Despoman gefertigt wird. Die Produktserie gibt es als Platten mit Rippen- und Noppenstruktur. Die Elemnte werden mit einem Spezialkleber versehen und lassen sich so besonders leicht verlegen. Mit passenden Schablonen steht einer perfekten Montage nichts mehr im Weg.

Für mehr Infos zum Leitsystem, klicken Sie hier.

03.12.2020 – Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Seit 1992 findet jedes Jahr am 03. Dezember der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (IDPD) statt. Der Tag ist dazu gedacht, die volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern und Maßnahmen zu ergreifen, um diese in Gesellschaft und Entwicklung einzubeziehen. Außerdem soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung gestärkt und der Einsatz ihrer Würde und Rechte gefördert werden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2017 7,8 Millionen, also fast ein Zehntel (9,4%) der Gesamtbevölkerung, schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Als schwerbehindert gilt man, wenn die Versorgungsämter einer Person einen Grad der Behinderung von mind. 50% zuerkannt haben. Von einer Behinderung spricht man, wenn die Teilnahme an einem gesellschaftlichen Leben durch körperliche, geistige oder seelische Einschränkungen erschwert ist.

Seit 1994 ist im Grundgesetz festgehalten, dass „niemand […] wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ darf. Die UN-Konvektion über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) bietet Menschen mit Behinderung ein umfangreiches, verbindliches Regelwerk, auf welches Sie sich berufen können. Die Konvektion beinhaltet neben einem allgemeinen Diskriminierungsverbot konkrete Vorgaben an die Unterzeichnerstaaten, wie sie ein gleichberechtigtes Miteinander umsetzen sollen. Die Vorgaben beziehen sich beispielsweise auf das Recht auf inklusive Bildung oder den Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum.

Der Deutsche Behindertenrat setzt sich dafür ein den Diskriminierungsschutz von Menschen mit Behinderung zu verbessern und eine gleiche Teilhabe sicherzustellen. Selbst bei den alltäglichsten Dingen werden die Menschen mit Behinderung zum Teil vor große Probleme gestellt. So ist beispielsweise das Geld abheben für Blinde fast unmöglich. Um selbstbestimmter leben zu können und demütige Situation zu vermeiden, sollen bis zum Sommer 2025 digitale Güter barrierefrei sein. Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, glaubt aber, dass dieses Ziel nur schwer zu schaffen sein. Diese Aussage traf er in einem Interview des Deutschlandfunks, zu finden hier.

 

Weiterführende interessante Links:

https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/301408/internationaler-tag-der-menschen-mit-behinderung

https://www.un.org/development/desa/disabilities/international-day-of-persons-with-disabilities-3-december/idpd2020.html

https://www.deutscher-behindertenrat.de/ID257095

https://www.un.org/development/desa/disabilities/international-day-of-persons-with-disabilities-3-december/idpd2020.html

Sicherheit durch Handläufe

In einer Pressemeldung vom 16.11.2020 macht das „Deutsche Institut für Treppensicherheit e.V.“, eine berufsständische Organisation für den Zweck, durch wissenschaftliche Forschung praxisgerechte technische Lösungen für mehr Sicherheit auf den Verkehrswegen zu entwickeln und auf geeigneter Weise zu veröffentlichen, auf ein bisher unterschätztes Unfallrisiko wegen fehlenden zweiten Handlaufen an Treppen aufmerksam.

Gerade zu Beginn der dunklen Jahreszeit ist dies ein großes Thema mit steigendem Risiko. Stand 2013 werden jedes Jahr etwa 4.000 Tote durch Treppenstürze verzeichnet, dabei gab es auf Deutschlands Straßen „nur“ rund 3.000 Tote.Siegfried Schmidt, der Vorsitzende des „Deutschen Instituts für Treppensicherheit“ (DIT), engagiert sich seit vielen Jahren dafür, dass die gesetzlich vorgegebenen Standards bei der Ausstattung von Treppen im öffentlichen wie auch im inneren Raum eingehalten werden. Leider muss trotzdem regelmäßig festgestellt werden, dass vielfach, gerade an einer vergleichsweise simplen Maßnahme, gespart wird. Selbst in Altenheimen, Kindertagesstätten und sogar Kliniken fehlen beidseitige Handläufe in Treppenhäusern, so der Architekt und Sachverständige für barrierefreies Bauen.

Siegfried Schmidt und Geschäftsführer des DIT Werner Thomaier appellieren gemeinsam an alle Verantwortlichen im öffentlichen und privaten Bereich, Treppen mit einem zweiten Handlauf auszustatten um folgenschwere Unfälle verhindern zu können.

Besonders blinden und sehbehinderten Menschen wird dadurch ein zusätzliches Hindernis gestellt. Nicht nur ein zweiter Handlauf, sondern auch kontrastreiche Stufenmarkierungen und Aufmerksamkeitsfelder sind deshalb sinnvoll, um Betroffenen zu helfen. Auf unserer Seite finden Sie in dem Menü „Leistungen“ unter dem Unterpunkt „Treppensicherheit“ eine Auswahl an Stufenmarkierungen sowie Aufmerksamkeitsfeldern und Handläufern aus verschiedenen Materialien, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten.

Die vollständige Pressemeldung als PDF finden Sie hier auf der Seite des Deutschen Instituts für Treppensicherheit.

Sudetendeutsches Museum – Leuchtturmprojekt durch Fluxi

Am 12. Oktober 2020 ist das Sudetendeutsche Museum in der Bayerischen Landeshauptstadt eröffnet worden. Das Museum in der Münchener Hochstraße zeigt nicht nur zahlreiche tastbare Exponate, es verfügt auch über ein inclusion-Leitsystem, das Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellungen führt.

An der Eröffnung des „Leuchtturmprojekts der deutsch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Beziehungen“ nahmen prominente Gäste teil, wie Ministerpräsident Markus Söder und die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters. Der Einweihung ging eine über 20-jährige Planungs- und Bauzeit voraus.

Taktiles Leitsytsem innerhalb des Museums

Es soll dazu beitragen, das kulturelle Erbe der Sudetendeutschen in Bayern zu bewahren. Eineinhalb Millionen von etwa drei Millionen Sudetendeutschen fanden nach der Vertreibung aus Böhmen, Mähren und Teilen Schlesiens nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat in Bayern.

Auf fünf Etagen entdecken Besucherinnen und Besucher die Geschichte, Kultur und Wirtschaft der Sudetendeutschen und erfahren dabei zum Beispiel, dass das Sudetenland die Geburtsstätte von Ferdinand Porsche und des Gartenzwergs war. Im Gebäude wurden keine rechten Winkel verwendet – auf jeder Etage werden Interessierte im Zickzack zu den Exponaten geführt. Dafür brauchte es ein taktiles Leitsystem, das mit größtmöglicher Flexibilität verlegt werden kann. So wurde das Architekturbüro aufmerksam auf Fluxi, das inclusion-Leitsystem, das genau dies ermöglicht.

Für eine ganze Reihe von Ausstellungen und Museen ist Fluxi erste Wahl, wenn es um größtmögliche Gestaltungsfreiheit bei Leitsystemen geht – darunter das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz (smac), das Eifeler NS-Dokumentationszentrum Vogelsang, die temporäre Ausstellung „Deutsche Mythen seit 1945“ im Haus der Geschichte Bonn, die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin, das Stadtmuseum Halle und das Historische Museum in Frankfurt.

Um zur Objektreportage zu gelangen, klicken Sie hier.

Blindenleitsystem für den SV Bayer Uerdingen 08 e.V.

taktiles Leitsystem im SV Bayer Uerdingen e.V.

Der SV Bayer Uerdingen 08 e.V. in Krefeld ist Deutschlands größter Schwimmverein, der seinen Mitgliedern eine breite Palette an Angeboten wie beispielsweise Schwimmen, Wasserball, Präventions- und Rehasport sowie Stand-Up-Paddling oder Be-Board-Training bietet.

Seit kurzem können sich sehbehinderte und blinde Mitglieder, Kursteilnehmerinnen und – teilnehmer und Gäste auf der Anlage mithilfe unseres taktilen Leitsystems orientieren. Dadurch wird der Eingangsbereich mit Schwimmhalle, Umkleide, Infopunkt und der Gastronomie verbunden.

Wenn Sie mehr über unser Leitsytsem und die Besonderheit der barrierefreien Wegleitung in der Schwimmhalle erfahren wollen, klicken Sie hier.

Sehen und Sehverlust in Deutschland

In der Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“ haben die Partner der Woche des Sehens aktuelles Zahlenmaterial rund um das Thema „Sehverlust in Deutschland“ veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei die drei Augenvolkskrankheiten Grüner Star (Glaukom), Altersabhänge Makula-Degeneration (AMD) und Diabetische Retinopathie.

Das Material wurde von Prof. Robert Finger von der Universitätsaugenklinik Bonn und Prof. Alexander Schuster von der Universitätsaugenklinik Mainz zusammengetragen.

Dabei geht es auch um die Auswirkungen auf die Lebensqualität und die derzeitige Versorgungslage.

Sie können die Broschüre ab sofort hier herunterladen oder im Printformat bestellen unter: c.barrera@woche-des-sehens.de

Bundesweiter Warntag am 10. September und Barrierefreiheit

Zum ersten Mal seit 30 Jahren sind im gesamten Bundesgebiet am 10. September sämtliche Sirenen und sonstige Warnmittel mehr oder weniger erfolgreich aktivitiert worden, um Alarm zu schlagen.

Wenn alle vorhandenen Warnmittel getestet werden, um möglichst viele Menschen probeweise zu erreichen, dürfen aber Menschen mit Behinderung nicht vergessen werden.

Der Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) fordert, dass konsequent das Zwei-Sinne-Prinzip angewandt wird. Das bedeutet zum Beispiel, dass  Warnungen die über eine Schrift, die auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist, also auch immer durch Ansagen ergänzt werden.

Die inclusion AG hat sich schon länger mit dem Thema barrierefreie Entfluchtung in Notsituationen beschäftigt und ein Sicherheitsleitsystem entwickelt.

Es darf nicht das Motto gelten, rette sich wer sehen kann” sagt Robert Greven, Mitglied der Geschäftsleitung bei der inclusion AG.

Mit den langnachleuchtenden taktilen Leitsystemen von inclusion lassen sich die Vorgaben der DIN 67510 (2017) und der Technischen Regeln für Arbeitsstätten  (ASR 2.3) erfüllen. DIN 67510 legt die Kennzeichnung und Markierung von Rettungs- und Verkehrswegen, Gefahrenstellen sowie in sicherheits- und brandschutztechnischen Einrichtungen durch langnachleuchtende Produkte in einem Sicherheitsleitsystem fest. Laut ASR 2.3 ist ein Sicherheitsleitsystem vorgeschrieben, wenn aufgrund der örtlichen oder betrieblichen Bedingungen eine erhöhte Gefährdung vorliegt, z. B. in großen zusammenhängenden oder mehrgeschossigen Gebäudekomplexen, bei einem hohen Anteil ortsunkundiger Personen oder einem hohen Anteil an Personen mit eingeschränkter Mobilität.

 

Im Notfall Vorteile für alle

Blinde und stark sehbeeinträchtigte Personen befinden sich im Ernstfall in einer besonders bedrohlichen Situation: Sie zählen zu den Personengruppen, die als eingeschränkt selbstrettungsfähig eingestuft werden – ein nach Expertenmeinung unhaltbarer Zustand und eine im Brandfall lebensbedrohliche Sicherheitslücke. Da sich Brandgase wie Rauch in Deckennähe sammeln, bieten die langnachleuchtenden Elemente auf dem Boden auch Personen ohne Seheinschränkungen sichere Orientierung, denn Markierungen, die im oberen Bereich von Türen und Wänden angebracht sind, werden durch die Rauchentwicklung oft verdeckt. Zudem bleiben Rettungswege auch in der Dunkelheit erkennbar, wenn die Elektrizität ausfällt oder abgeschaltet werden muss.

Künftig wird jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September ein Warntag stattfinden.

Ausführliche Informationen stehen auf der folgenden Internetseite zur Verfügung:

www.bundesweiter-warntag.de

Informationen zum Brandschutz und barrierefreier Entfluchtung finden Sie auch hier.

Barrierefreie taktile Markierungen sorgen für Abstand und Sicherheit

— see Englisch version below —

Bisher wurden Abstandsmarkierungen auf dem Boden vor allem eingesetzt, um die Diskretion zu wahren, etwa in Banken, Arztpraxen, Krankenhäusern oder an Schaltern und Automaten. Mit der Pandemie werden 1,5 bis 2 Meter Abstand zur nächsten Person zur Regel, um einer Infektion vorzubeugen – und das dauerhaft in jeder Verkaufs- und Beratungssituation.

 

Abstand halten Schild Klebeband nutzt sich ab
Das Problem: Die Markierungen aus Klebeband haften oft nur kurze Zeit und sind durch Schmutz und Sohlenabrieb zunehmend schwerer erkennbar. Für blinde und sehbehinderte Menschen sowie ältere Menschen, bei denen die Sehkraft nachgelassen hat, sind Abstandsmarkierungen aus Klebeband häufig gar nicht erkennbar. Entsprechend haben diese Personengruppen oft Probleme dabei, den Mindestabstand richtig einzuschätzen. Die Lösung besteht im Einsatz von taktilen Markierungen, die bei einer Höhe von 3 Millimetern mit den Füßen und dem Einkaufswagen wahrgenommen werden können, gleichzeitig aber flach genug sind, um nicht zur Stolperfalle zu werden.

 

Erfahrener Partner
Seit vielen Jahren entwickelt und produziert die inclusion AG taktile Markierungen (Bodenindikatoren), die als Bestandteil taktiler Leitsysteme blinden und sehbehinderten Menschen sichere Orientierung geben. Als Fachbetrieb für Barrierefreiheit bietet die inclusion AG eine Vielzahl an Lösungen, damit Betriebe und Unternehmen barrierefreie Maßnahmen einfach, schnell und kostengünstig umsetzen können. So gibt es neben dem Leitstreifen Fluxi® auch lose Noppen und Noppenplatten für Aufmerksamkeitsfelder, die Nutzerinnen und Nutzer vor Gefahrenstellen wie Treppen warnen. Barrierefreie Maßnahmen dieser Art sind zum Beispiel in der DIN 18040 zum barrierefreien Bauen seit Jahren festgeschrieben.

Übrigens lassen sich mit taktilen Markierungen auch Farbleitkonzepte einfach und konsequent umsetzen: Laufwege können mit dem Leitstreifen Fluxi® in grüner Farbe gekennzeichnet werden, Wartezonen mit Gelb und mit Rot sensible Zonen oder Sperrbereiche.

 

Die Vorteile taktiler Markierungen auf einen Blick:

  • bessere Wahrnehmung für alle Kundinnen und Kunden
  • lange Lebensdauer durch Hochleistungskunststoff Desmopan®
  • selbstklebend und montagefreundlich (entwickelt für die Eigenmontage)
  • kann entfernt und an anderer Stelle wiederverwendet werden
  • temporäres und dauerhaftes Verlegen
  • Farbvielfalt ermöglicht Kontrast zum Bodenbelag
  • flexibel in der Länge
  • geeignet für manuelle und maschinelle Reinigung

 

Unser Tipp: fluxi®
=""Die Elemente lassen sich kundenspezifisch anpassen und sind in den Versionen Fluxi und Fluxi-R erhältlich, die sich durch eine unterschiedliche Oberflächenstruktur unterscheiden. Während Fluxi über eine plane Oberfläche verfügt, wird Fluxi-R mit einer Rillenstruktur ausgeliefert. Die beiden Varianten werden ebenfalls aus dem verschleißfesten Werkstoff Desmopan® gefertigt.

Klicke Sie hier um zum Datenblatt zu gelangen.

In verschiedenen Farben mit und ohne Riffelung erhältlich.

 

— English version —

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Außendienstmitarbeiter (w/m/d) für Vertrieb und Montagen

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeit eine/n Bürokauffrau/mann oder Industriekauffrau/mann mit Berufserfahrung.

Inklusion ist für uns keine Worthülse, sondern wir leben das Konzept der Teilhabe aller Menschen. Mit unseren Produkten tragen wir dazu bei, blinden und sehbehinderten Menschen den Alltag zu erleichtern.

Sie sollten in der Lage sein den Innendienst mit allen anfallenden administrativen Aufgaben, sowie der Mitarbeiterorganisation, in Absprache mit der Geschäftsleitung, selbstständig zu führen.

In unserem kleinen Team muss jeder in der Lage sein die Auftragsabwicklung und Kundenbetreuung, sowie kommunikative Aufgaben zu übernehmen.

Die genaue Arbeitsaufteilung wird dann noch individuell besprochen.

Wir bieten Ihnen eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit mit Verantwortung in einem kleinen Team.

 

Ihre Aufgaben:

  • vorbereitende Buchführung für das Steuerbüro, inkl. Zahlungsverkehr und Rechnungskontrolle
  • Erstellung von Belegen, insbesondere Angebote, Auftragsbestätigungen, Bestellungen und Rechnungen
  • Auftragsabwicklung mit Kunden, sowie Bestellabwicklung mit Lieferanten
  • Annahme und Weiterleitung von Kundenanrufen, Beratung zu unseren Produkten
  • Versand von Briefen, Emails, Waren und Mustern
  • Pflege von Listen und Lager, sowie Inventurüberwachung
  • Bearbeitung des Post-Ein- und Ausgangs
  • Allgemeine administrative Aufgaben

Kenntnisse in der Warenwirtschaftsverwaltung und Angebotsverwaltung wären von Vorteil, sind aber nicht zwingend.

 

Ihr Profil:

  • Sie interessieren sich für Barrierefreiheit und Inklusion
  • Sie arbeiten eigenverantwortlich und denken gerne mit
  • Sie verfügen über ein kommunikatives, sicheres und offenes Auftreten
  • Sie arbeiten sich schnell in neue Themenfelder ein
  • Sie gehen sicher mit MS-Office Anwendungen um
  • Sie können sich durchsetzen

Dann sind Sie bei uns richtig!

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und Ihren zeitnahen Einstieg bei uns.

Bewerbungen bitte ausschließlich per Email mit allen relevanten Unterlagen/Zeugnissen an: service@inclusion.de.

 

Aufnahme der Brailleschrift ins immaterielle Kulturerbe

Schild Brailleschrift Welcome Berlin. Auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) zählt die “Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland” ab sofort zum immateriellen Kulturerbe. Das haben die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vor kurzem bestätigt.

Der neue Eintrag auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission würdigt die Brailleschrift, ihre Ausprägung und Geschichte in Deutschland und ihre Bedeutung als Kulturgut der Behindertenselbsthilfe: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe

“Das ist hochwillkommener Rückenwind für die zahlreichen Initiativen unseres Verbandes zur Förderung der Brailleschrift”, freut sich DBSV-Präsident Klaus Hahn. “Sie ist auch und gerade im digitalen Zeitalter das Fundament für die Bildung blinder Menschen ganz generell und damit für ihre kulturelle und berufliche Teilhabe.” Die Auszeichnungsveranstaltung und die feierliche Urkundenübergabe finden voraussichtlich Mitte Mai 2020 statt. Die Brailleschrift wird auch “Blindenschrift” oder “Punktschrift” genannt. Sie wurde 1825 von dem damals 16-jährigen blinden Franzosen Louis Braille erfunden und ist weltweit die Schrift blinder Menschen. Die Buchstaben werden aus Kombinationen von bis zu sechs tastbaren Punkten gebildet.

Quelle

ACHTUNG: Ab sofort eingeschränkte Service- und Bürozeiten – Update vom 13.03.2020

Liebe Kunden und Geschäftspartner der inclusion AG,

auch die inclusion AG ist wie viele andere Betriebe und Unternehmen von der dynamischen Entwicklung rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2, Covid-19) betroffen. Durch die aktuelle Situation kann es zu Einschränkungen beim Service kommen. Wir bitten um Ihre Geduld und Ihr Verständnis, wenn Ihre Anfragen derzeit nicht so zeitnah wie gewohnt bearbeitet werden können oder es beim Ausführen von Aufträgen zu Verzögerungen kommt.

Durch die Schließung von Kitas, Kindergärten und Schulen ist eine für die Eltern schwierige Betreuungssituation entstanden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden daher nicht oder nur sehr eingeschränkt und zu ungewöhnlichen Zeiten im Büro sein können.

Wir hoffen, Ihnen so bald wie möglich wieder den zuverlässigen Service anbieten zu können, den Sie schätzen, bitten aber in diesem konkreten Fall um Nachsicht. Wir gehen davon aus, dass eine Entspannung erst nach Ostern zu erwarten ist.

Schon jetzt freuen wir uns darauf, Sie wieder mit voller Kraft bei Ihren Projekten zur Verbesserung der Barrierefreiheit unterstützen zu können.

inclusion live erleben beim bfb-Symposium „Brandschutz & Barrierefreiheit“

Am 23. April haben Interessierte in Köln die Möglichkeit, sich mit unseren Experten Robert Greven und Tobias Buchmüller auszutauschen. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung bringt Planer und Experten aus den Bereichen Brandschutz und Barrierefreiheit an einen Tisch, denn tragfähige und einfach umsetzbare Lösungen für den barrierefreien Brandschutz sind nach wie vor Mangelware.

 

Mit seinen langnachleuchtenden taktilen Leitsystemen leistet die inclusion AG einen wichtigen Beitrag für barrierefreien Brandschutz, Evakuierung und Selbstrettung, insbesondere für sehbehinderte, blinde, ältere und ortsfremde Menschen, die im Notfall in besonderer Weise auf Orientierung angewiesen sind.

 

Langnachleuchtende Systeme bieten im Brandfall Vorteile für alle Personen, denn die vorhandene Sicherheitsbeleuchtung kann durch Brandgase und Rauchentwicklung verdeckt werden, die sich in Deckennähe sammeln. Langnachleuchtende Elemente laden sich zudem durch natürliches und künstliches Licht eigenständig auf, und sind nicht nur sicht-, sondern auch tastbar.

 

Weitere Vorteile des Systems:

  • ausfallsicher,
  • Elemente sind nur schwer entflammbar,
  • Wartungskosten entfallen,
  • Energiekosten können gesenkt werden.

 

Sich informieren, mitdiskutieren … im Rahmen der Veranstaltung und am inclusion-Infostand!

 

Wo? KOMED-Saal, Im Mediapark 7, 50670 Köln,

Wann? 23. April, 9-17 Uhr

 

Weitere Informationen

inclusion-Leitsystem führt durch inklusive Wannseekonferenz-Dauerausstellung

Auf der Wannseekonferenz trafen sich am 20. Januar 1942 hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Regierung, um den Holocaust im Detail zu organisieren. Seit 1992 wird die Villa am Wannsee offiziell als Gedenk- und Bildungsstätte genutzt. Das Ausstellungskonzept ist nun komplett überarbeitet worden.

 

„Design für Alle“

Die neue Dauerausstellung, die am 19. Januar 2020 eröffnet worden ist, legt großen Wert darauf, die Bedürfnisse möglichst vieler Besucherinnen und Besucher zu berücksichtigen. Sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich der Gestaltung folgt das Ausstellungskonzept den „Design für Alle“-Richtlinien. Das taktile Leitsystem, das vor allem sehbehinderten und blinden Besuchern die Orientierung erleichtert, kommt von der inclusion AG.
Wie im Newsletter des Deutschen Blinden- Sehbehindertenverbandes (DBSV) Nr. 3-20 im Januar zu lesen war, haben Menschen mit Behinderungen als Sprecherinnen und Sprecher für unterschiedliche Behinderungsarten an der Gestaltung der Ausstellung mitgewirkt.

 

Technisch aufwendiges Pilotprojekt

Die Ausstellung verfügt neben dem taktilen Leitsystem auch über taktile Ausstellungsstücke und Raumpläne, Induktionshörer sowie drei untertitelte Videomonitore. Daneben ist ein Mediaguide mit Rundgängen für sehbehinderte, blinde, schwerhörige und gehörlose Menschen erhältlich. Die Führungen im Mediaguide nutzen Beacontechnik zur automatischen Auslösung von Beiträgen und enthalten umfangreiche Audiodeskriptionen. Zusätzlich haben sehbehinderte Menschen die Möglichkeit, die Inhalte vieler Monitore zu invertieren und zu vergrößern.

Die Ausstellung ist montags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei, weitere Informationen finden Sie hier.

Der TV-Beitrag in der Mediathek der ARD:

Die inclusion AG wünscht allen Besucherinnen und Besuchern ein möglichst inklusives Erleben einer zeitgeschichtlich bedeutsamen Ausstellung, die vielleicht heute wichtiger ist als je zuvor.

Foto: Eindrücke von der neuen Dauerausstellung 2020 (© GHWK Berlin, Svea Hammerle)

#BarrierenBrechen

#BarrierenBrechen ist eine tolle Aktion von Raul Krauthausen und Constantin Grosch!

Auch wir geben jeden Tag unser Bestes um Barrieren für blinde und sehbehinderte Personen zu brechen. Mit taktilen Leitsystemen von inclusion steht einer barrierefreien Zukunft nichts im Weg!

Mehr zum Thema finden Sie hier.