17.05.: Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

Am 17.05.2022 wurde der Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie begangen. Dieser ist dazu da, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen, aufmerksam zu machen.

Zur Auswahl des Datums kam es zur Erinnerung an den 17. Mai 1990. An diesem Tag beschloss die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität hingegen wurde erst 2018 als Krankheit gestrichen.

Im Mai 2009 war Homosexualität noch in rund 70 Ländern strafbar, in sieben Ländern wurden homosexuelle Handlungen mit der Todesstrafe belegt. Auch wenn hier Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie nicht mehr als Krankheit gelten und nicht strafbar sind, kommt es trotzdem noch zu einer häufigen Diskriminierung und Verfolgung von Menschen, die sich Homo-, Bi-, Inter- oder Transsexuell sind.

Auch Menschen mit einer Behinderung sind von Diskriminierung betroffen, darunter blinde und sehbehinderte Menschen. Bei Menschen, die an einer Sehbehinderung leiden, geht Diskriminierung aber meist nicht von den Menschen aus, sondern von fehlender Barrierefreiheit. Fehlen in Gebäuden Markierungen oder Leitsysteme, werden blinde und sehbehinderte Menschen vor eine große Herausforderung gestellt. Auch bei alltäglichen Aufgaben wie dem Geld abheben kann es zu einer Diskriminierung kommen. In diesem Fall ist es für blinde Menschen fast unmöglich Geld abzuheben, wenn der Geldautomat keinen Audioausgang hat. Damit sind nur ein paar Beispiele einer langen Liste genannt, wie blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag diskriminiert werden.

Zwar können wir leider keine Abhilfe gegen die Diskriminierung von homo-, bi-, inter- und transsexuellen Menschen schaffen, aber wir können Abhilfe gegen die Diskriminierung durch fehlende Barrierefreiheit schaffen. So helfen von uns produzierte und verlegte Leitsystem blinden und sehbehinderten Menschen bei der Orientierung im Straßenverkehr und in Gebäuden sowie als Warnung vor Gefahren an Bahnstiegskanten, Fußgängerüberwegen, Treppenhäusern und vielem mehr. In Treppenhäusern helfen Stufenkantenmarkierungen dabei, die Gefahr vor Treppenstürzen zu verhindern. Zusätzlich erleichtert wird die Orientierung durch Pläne, Karten oder Schilder in Brailleschrift. Mit diesen Mitteln, die sich einfach nachrüsten und dabei farblich an ein schon vorhandenes Konzept anpassen lassen, kann die Diskriminierung blinder und sehbehinderter Menschen im Alltag deutlich verringert werden.

 

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