05.Mai: Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

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Jährlich am 05. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, welcher 1992 von den Interessensvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen wurde. Parallel dazu findet heute der Europatag des Europarates statt, womit gezeigt werden soll, dass alle Menschen europaweit gleichgestellt sein sollten.

 

Das Ziel ist es, Grundlagen für eine Gleichstellung behinderter Menschen zu schaffen. Die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit soll Stück für Stück überwunden werden. Nur mit umfassender Barrierefreiheit kann Teilhabe gestaltet werden, weshalb uns dieser Tag als Fachbetrieb für Barrierefreiheit besonders am Herzen liegt.

 

Mangelnde Barrierefreiheit ist eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, die Forderung danach ist ein notwendiger Schritt in Richtung Inklusion.

In Deutschland trat am 26. März 2009 das von den Vereinten Nationen drei Jahre zuvor verabschiedete “Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung” (UN-BRK) in Kraft. Dieses enthält 50 Artikel, in denen die allgemeinen Grundrechte im Hinblick auf Menschen mit Behinderung ausdrücklich formuliert werden. Dabei ist der Zweck die Förderung, der Schutz und die Gewährleistung des gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderung, sowie die Förderung der Achtung der ihnen innenwohnenden Würde. Es ist die erste allgemeine Rechtsnorm, die bestehende Menschenrechte konkret auf die Situation von Menschen mit Behinderung bezieht. Menschen mit Behinderung sind selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger, keine Objekte gesellschaftlicher Fürsorge.