01. März: Zero Discrimination Day

Der 01. März wurde durch die Vereinten Nationen zum Zero Discrimination Day ausgerufen. Dabei wird weltweit dazu aufgerufen ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, denn weltweit werden Menschen aus verschiedenen Gründen diskriminiert. Grund kann ihre Herkunft, Religion, eine Behinderung, das Geschlecht, das Alter, die sexuelle Orientierung oder die Hautfarbe sein.

Aber was ist überhaupt Diskriminierung? Spricht man von einer Diskriminierung ist die Benachteiligung bestimmter Personen oder Gruppen gemeint. Juristisch spricht man von der „ungerechtfertigten Ungleichbehandlung“, die bestimmte Personen schlechter stellen als andere. Für eine gleichberechtigte und faire Behandlung der betroffenen Menschen setzt sich die UNAIDS ein. Diese hat zusammen mit den Vereinten Nationen 2014 den Zero Discrimination Day ausgerufen. Ziel dabei ist es jede Art von Diskriminierung zu beseitigen. Durch die gleichnamige Kampagne #zerodiscrimination sind Organisationen sowie Einzelpersonen aufgerufen ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, denn alle Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde.

In Deutschland wird Diskriminierung durch Artikel 3 unseres Grundgesetztes verboten. Dort heißt es: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Trotzdem erfahren viele Menschen in ihrem Leben benachteiligt, so auch blinde und sehbehinderte Menschen.

Sind Gebäude nicht barrierefrei, stellt das für blinde und sehbehinderte Menschen eine große Herausforderung dar, sie werden benachteiligt. Diese Herausforderungen lässt sich ohne viel Aufwand abbauen. So lassen sich unsere Leitsysteme nachträglich verlegen, ohne dass sie bereits am Anfang mit eingeplant wurden oder dass durch die Verlegung eine große Baustelle entsteht. Dabei kann aus vielen verschiedenen Farben gewählt werden um das Leitsystem auch farblich an ein bereits vorhandenes Raumkonzept anzupassen. Weitere Möglichkeiten Barrieren abzubauen sind Türschilder oder Pläne mit Brailleschrift, um sich direkt zu Betreten ein Überblick über das Gebäude zu schaffen.

Eine weitere sinnvolle Möglichkeit sind Stufenkantenmarkierungen. Somit werden einzelne Treppenstufen und besonders die erste und letzte Stufe einer Treppe besser erkennbar. Das hilft nicht nur betroffenen, sondern mindert im Allgemeinen das Potenzial von Unfällen und Treppenstürzen. Zusätzlich sind Handlaufmarkierungen in einem Treppenhaus sinnvoll, mit denen sich das aktuelle Stockwerk in dem man sich befindet taktil erfassen lässt.

Die angesprochenen Maßnahmen sind somit ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung, die leider immer noch täglich stattfinde Diskriminierung zumindest teilweise abzubauen und Menschen nicht aufgrund einer Sehbehinderung zu benachteiligen.