Was ist Inclusion?

Alle sind anders und das ist normal

Über Inklusion wird derzeit viel geredet. Kaum jemand dürfte den Begriff noch nie gehört haben. Fragt man allerdings nach, was dieser Begriff konkret meint, erhält man oft nur ein Schulterzucken. In einem Satz gesagt:
Es geht darum, dass die Gesellschaft so gestaltet wird, dass alle an allem gleichberechtigt partizipieren können – und das unabhängig von individuellen Voraussetzungen wie Alter, Geschlecht, Herkunft oder Fähigkeiten.

Das hört sich erst mal gut an und spätestens beim zweiten Lesen denkt man: „Das sollte doch selbstverständlich sein.“ Richtig, nur dass es das leider nicht ist. Obwohl bereits in der UN-Behindertenrechtskonvention 2006 vereinbart und seit 2009 auch in Deutschland gültig, verläuft der Prozess einer inklusiven Gesellschaft in vielen Bereichen bislang eher schleppend.

Laut der Studie „Barrierefreier Tourismus für Alle in Deutschland“ (BMWi 2008) ist für etwa 10 Prozent der Bevölkerung eine barrierefrei zugängliche Umwelt zwingend erforderlich, für etwa 30 bis 40 Prozent notwendig (entspricht etwa 25 Millionen Menschen) und für 100 Prozent komfortabel.

„Barrierefreiheit ist nicht kostenträchtiger Luxus für eine Minderheit, sondern ein Stück Lebensqualität für jedermann.“

Christian Joachimi († 2010), ehem. Behindertenbeauftragter und Vorsitzender der Behindertengemeinschaft der Stadt Bonn

Warum inclusion?

Wir alle profitieren von einer inklusiven Gesellschaft

Was der gesunde Menschenverstand bereits nahelegt, belegen auch wissenschaftliche Untersuchungen: Menschen, die geschätzt werden und dazugehören, sind ausgeglichener, belastbarer, gesünder und leben dadurch sogar länger. Eine aktive Teilhabe aller Menschen ist für die Gemeinschaft von großem Vorteil; der Verzicht darauf ist töricht. Denken Sie an das Wissen, an all die Talente und Fähigkeiten, auf die wir verzichten müssen, wenn jemand aufgrund einer Behinderung von dieser Teilhabe ausgeschlossen wird.

Was leitet uns?

Unser Beitrag: taktile Leitsysteme

Aus zahllosen Gesprächen mit Betroffenen, Organisationen und Verbänden sowie Vertretern von Wirtschaftsunternehmen wissen wir, dass es einen enormen Bedarf an Leitsystemen gibt. Wir kennen aber auch die Bedenken, die oft geäußert werden.

Es sind vor allem Fragen nach der Belastbarkeit – also der Qualität des Materials – und den Kosten. Diese beiden Fragen haben während des gesamten Entwicklungsprozesses auch für uns die wichtigste Rolle gespielt. Von Anfang an ist es unser Ziel gewesen, das beste Produkt zum günstigsten Preis anzubieten und damit immer mehr Menschen barrierefreie Orientierung zu ermöglichen.
Unsere taktilen Leitsysteme Odile® und Fluxi® werden aus dem Hochleistungskunststoff Desmopan® hergestellt und erfüllen die in Deutschland gültigen hohen Qualitätsstandards.

Unser Herstellungsverfahren macht das System bezahlbar; gleichzeitig sorgen neuartige Verlege- und Klebetechniken dafür, dass unsere Leitsysteme sowohl für die langfristige als auch vorübergehende Nutzung eingesetzt werden können.