Aktuelles

05.09.2017

Die inclusion AG beteiligt sich an der Woche des Sehens 2017

Verbände und Unternehmen machen auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam

„Das Ziel im Blick!“ ist das Motto der diesjährigen Woche des Sehens, die vom 08. bis 15. Oktober stattfindet. Das Motto schließt drei Themen ein, die 2017 im Mittelpunkt stehen. Es geht dabei um die Bedeutung und Erhaltung eines guten Sehvermögens, das Vermeiden von Sehbehinderung und Blindheit in den Entwicklungsländern und das Unterstützen betroffener Menschen in Deutschland. Die Veranstaltungswoche endet mit dem Tag des weißen Stockes am 15. Oktober.

Wie können Betroffene unterstützt werden?

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) lädt die inclusion AG am 11. und 12. Oktober in das Essener Haus der Technik ein. Ein Leitsystem-Parcours lässt Gäste ohne Seheinschränkung erleben, wie hilfreich taktile Orientierung ist, wenn man wenig oder nichts sieht. Der Hersteller von taktilen Leitsystemen (Bodenindikatoren) macht damit auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam, für die Leitsysteme eine große Hilfe sind, um sich selbstbestimmt und sicher bewegen zu können.

Barrierefreie Kliniken und Arztpraxen

Insgesamt wird die Zahl derer, die besonders bei der medizinischen Versorgung auf Barrierefreiheit angewiesen ist, in den kommenden Jahren zweifellos stark steigen.

Dadurch ist es notwendig, Arztpraxen im Bestand barrierefrei umzurüsten. Während Praxen in Neubauten in der Regel den Anforderungen hinsichtlich der Zugänglichkeit entsprechen, ist dies bei Bestandsbauten nur selten der Fall. Unverständlich, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland laut Teilhabebericht der Bundesregierung etwa 9,6 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung und weitere 17 Millionen mit einer Beeinträchtigung gibt.

Augenärzte: Bedarf steigt deutlich an

Zudem haben die Augenärzte erst kürzlich auf den zunehmenden Bedarf an augenärztlichen Leistungen in Deutschland hingewiesen. Innovationen in der Augenheilkunde und die demografische Entwicklung, so heißt es, sorgten dafür, dass bis zum Jahr 2030 laut BVA (Berufsverband der Augenärzte) mit 7,7 Millionen zusätzlichen Behandlungen zu rechnen sei. Patienten, denen Augenärzte früher noch keine Therapie anbieten konnten, kämen nun mehrmals im Jahr zu aufwändigen Untersuchungen und Behandlungen in die Praxen und Kliniken. Doch wie kommen Patientinnen und Patienten zu den Behandlungen? Ohne Assistenz ist dies bislang oft nicht möglich.

Worauf also warten?

Einige Arztpraxen und Kliniken gehen mit gutem Beispiel voran und haben Kriterienkataloge beispielsweise für die Aufnahme blinder und sehbehinderter Patientinnen und Patienten entwickelt. Praxis- und Klinikmanagern ist allerdings oft nicht bekannt, dass es bereits zahlreiche Produkte gibt, mit denen sich die Barrierefreiheit für die verschiedenen Zielgruppen nachhaltig und kostengünstig verbessern lässt. Einen Einstieg ins Thema bietet der inclusion-Flyer „Barrierefreies Krankenhaus“. Wenn Sie daran interessiert sind, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Die gemeinsame Aktion des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben und der inclusion AG findet statt im Haus der Technik e. V., Hollestraße 1, 45127 Essen (in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs).

Lädt in Essen zum Testen ein: das taktile Leitsystem Odile® (Foto: © Kerstin Philipp/SightCity).

Aktuelles

September 2017

inclusion AG begrüßt neue Mitarbeiter

Erstmals wird die inclusion AG zum Ausbildungsbetrieb: Seit Anfang September bereits verstärkt Ellen Diefenthal die inclusion AG am Hauptsitz in Wesseling. Ellen Diefenthal absolviert eine zweijährige Ausbildung zur Bürokauffrau und besetzt somit den ersten Ausbildungsplatz des Betriebes seit der Gründung als Start-Up im Jahr 2012. Ein weiterer Meilenstein ist damit geschafft.

Ebenfalls neu im Team ist Albert Erftenbeck, der inclusion in den Bereichen Vertrieb, Seminare und Schulungen verstärkt. Herr Erftenbeck bringt Vertriebs- und Außendiensterfahrung mit und hat diverse Großkunden als Key-Account-Manager betreut. Daneben hat er als Trainer und Coach erfolgreich Konzepte für den Einzelhandel und für Gründer entwickelt.

Die inclusion AG freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und wünscht beiden einen guten Start.

 

Aktuelles

Neue Impulse für den barrierefreien Tourismus in Europa

Das Kompetenznetzwerk EDAD (Design für alle – Deutschland e. V.), das sich u. a. für attraktive Lösungen zur Gestaltung einer barrierefreien Umgebung stark macht, hat die deutschsprachige Ausgabe des ‘European Concept für Accessibility’ (ECA) veröffentlicht.

Anhand ausgewählter touristischer Reiseziele wird die Bedeutung des Konzepts ‘Design für alle’ herausgestellt.

Die inclusion AG ist Mitglied im Kompetenznetzwerk EDAD.

Die vollständige PDF-Datei kann hier heruntergeladen werden:

ECA_2017- Barrierefrei

 

Aktuelles

Besuchen Sie inclusion auf der SightCity in Frankfurt!

In diesem Jahr findet zum 15. Mal Europas größte Fachmesse für Sehbehinderten- und Blindenhilfsmittel statt. Vom 03. – 05. Mai präsentieren 120 Aussteller aus über 20 Ländern im Sheraton Airport Hotel ihre Produkte. Daneben bietet das SightCity Forum an allen Messetagen ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Diskussionen, Patientensymposien und vielen weiteren Veranstaltungen.

Dabei und mittendrin
inclusion ist bereits seit 2013 Ausstatter der SightCity. Über 1000 Meter Leitsystem führen die Besucherinnen und Besucher seitdem jedes Jahr durch die Ausstellungen. Auch in diesem Jahr kommen die Noppen- und Rippenplatten der Serie Odile® aus verschleißfestem Desmopan® am Veranstaltungsort zum Einsatz. Im vergangenen Jahr gab es auf der SightCity den ersten Großeinsatz für den neuen Leitstreifen Fluxi®. Nach den Messetagen hieß es schließlich: „Mit Bravour bestanden!“ Fluxi® finden Sie wieder im oberen Ausstellungsbereich (1. Etage).

Fluxi® – starker Leitstreifen, attraktiver Preis

Die schnelle und einfache Montage sowie der attraktive Preis machen Fluxi® vor allem für Neueinsteiger beim Thema „Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen“ interessant. Daneben spielt Fluxi® seine Stärken besonders auf gefliesten Böden aus: Fugen und Niveauunterscheide müssen in den meisten Fällen nicht überbrückt werden, die Leitstreifen werden einfach auf das benötigte Maß zugeschnitten – bis zu einer Länge von 125 Zentimetern. Fluxi® ist auch mit einer eingearbeiteten Rillenstruktur erhältlich, die für ein noch besseres taktiles Feedback sorgt.

Leitstreifen Fluxi® im Großeinsatz auf der SightCity in Frankfurt (Foto: Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center).

Testen Sie Produktneuheiten, knüpfen Sie wertvolle Kontakte. Fragen beantworten wir gern: info@inclusion.de, Tel. 02236 / 892274

 

Aktuelles

Premiere auf der REHAB 2017 in Karlsruhe – Feiern Sie mit!

inclusion ist in diesem Jahr zum ersten Mal in Karlsruhe dabei. Erleben Sie dort das taktile Leitsystem auf dem Messegelände. Mit Bodenindikatoren werden ausgestattet: Haupteingang, Sportmeile, die Foren
Bauen & Wohnen, Bildung & Beruf sowie der inclusion-Messestand. Blinde und sehbehinderte Gäste dürfen sich also in diesen Abschnitten auf einen barrierearmen Messebesuch freuen.

Alle zwei Jahre kommen Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland nach Karlsruhe, um sich über aktuelle Trends der Rehatechnik, Innovationen der Hilfsmittelindustrie und neue Therapiemöglichkeiten zu informieren.
Als Plattform für den Austausch zwischen Herstellern, Fachhändlern, Pflegefachkräften, Therapeuten, Medizinern, Dienstleistern und Vereinen sowie Menschen mit und ohne Handicap ist die REHAB eine fest etablierte Größe im Veranstaltungskalender der Branche.

Auf der REHAB zeigen insgesamt etwa 400 Aussteller aus 17 Ländern Neuheiten und Angebote. Seien Sie dabei. Sollten Sie noch keine Eintrittskarte besitzen, schreiben Sie an info@inclusion.de oder rufen Sie an: 02236 / 892274. Wir legen gern Karten für Sie zurück.
Weitere Infos: www.rehab-karlsruhe.com

 

Aktuelles

11.04.2017

inclusion stellt neue Preisliste vor

Die neue inclusion-Preisliste befindet sich im Druck und erscheint im Laufe des Monats.

Auf insgesamt 44 Seiten finden Sie bewährte und neue Produkte, mit denen
Sie die Barrierefreiheit insbesondere für blinde, sehbehinderte und ältere Menschen verbessern.

Sichern Sie sich Ihr Exemplar. Schreiben Sie an info@inclusion.de. Teilen Sie uns bitte auch mit, ob Sie die gedruckte Broschüre erhalten möchten oder das PDF-Dokument bevorzugen.

Fachberater André Felix betreut neue Niederlassung in Stade (Metropolregion Hamburg)

Kunden in Norddeutschland haben nun die Gelegenheit, inclusion-Produkte hautnah zu erleben und zu testen. André Felix begrüßt ab sofort alle Kunden, Partner und Interessierte in den Räumlichkeiten der neuen Niederlassung in Stade.

André Felix: „Wir haben viele Kunden im Norden, denen wir eine Anlaufstelle bieten möchten. Das war zwar auch schon vorher möglich, die neuen Räume bieten aber einfach mehr Platz und sind noch besser zu erreichen. Wir können unser Angebot besser präsentieren und unsere Kunden können besser testen und vergleichen. Gerade, wenn es um die Haptik geht, muss man Produkte einfach anfassen und ausprobieren können.“

So vereinbaren Sie einen Termin:
Tel. 04141 / 776124
Fax 04141 / 776125
Mobil 0151 / 14554049
felix@inclusion.de
inclusion AG, 21684 Stade bei Hamburg

 

Aktuelles

Unsere Kooperationspartnerin Kornelia Grundmann präsentiert ihr neues Buch: Lust auf Barrierefreiheit

Interessant für alle, die sich für das Thema Barrierefreiheit interessieren, insbesondere natürlich für Akteure, die mit Tourismus und Gastronomie zu tun haben.

Zwei Gästegruppen wachsen rasant: Die Generation 50plus und die Gäste mit Mobilitätseinschränkungen. Wie können Sie in den kommenden Jahrzehnten höhere Umsätze erzielen? Indem Sie Lust auf BarriereFREIHEIT entwickeln. Dieses Handbuch für Hoteliers, Gastronomen und Touristiker zeigt mit praktischen, leicht umsetzbaren Tipps, worauf es bei der barrierefreien Gestaltung wirklich ankommt.

Barrierefreiheit gefällt allen Gästen: Stylische barrierefreie Hotelzimmer, Restaurants und Anlagen sind komfortabel und einladend.

Dieses Buch zeigt die Marktchancen auf, stellt durchdachte Lösungen vor und macht mit den Methoden einer erfolgreichen Vermarktung barrierefreier Angebote vertraut.

Autorin & Herausgeberin: Kornelia Grundmann
169 Seiten / € 39,80 (CHF 45,20) + Versandspesen
ISBN 978-3-200-04818-8

http://www.gabana.net/bestellung/

 

Aktuelles

Sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Freunde von inclusion,

als ich Mitte des Jahres 2012 die Firma inclusion e. K. als Einzelkaufmann gegründet habe, sind mir die Defizite in Sachen Barrierefreiheit für Menschen mit Seheinschränkung bereits bewusst gewesen – schließlich gehöre ich selbst zu den Menschen, denen die oft unzureichende Barrierefreiheit in besonderem Maße auffällt. Motiviert hat mich vor allem die Vorstellung, dass in naher Zukunft barrierefrei nicht mehr automatisch mit rollstuhlgerecht gleichgesetzt wird.

In den vergangenen Jahren bin ich einer Vielzahl von Menschen begegnet, die mir eine große Hilfe gewesen sind und mir wertvolle Tipps gegeben haben, sodass ich inclusion zu einem mittlerweile international tätigen Unternehmen ausbauen konnte.

Produktion und Vertrieb gehen zusammen

Nach nun vier Jahren Geschäftstätigkeit und zwei Umzügen haben wir Vertrieb und Produktion in Wesseling bei Bonn zusammengeführt, um noch gezielter und schneller auf Kundenwünsche eingehen zu können. Das ist auch nötig, denn wir sehen weiterhin einen großen Bedarf für unser gewachsenes Produktportfolio, das wir ständig aktualisieren und ergänzen. So haben wir mit Odile® und Fluxi verschiedene Typen von taktilen Leitsystemen entwickelt und variable Systeme in Form, Material und Geometrie (z. B. diagonale und orthogonale Noppenplatten) in vielen kontrastreichen Farben etabliert.

Umfangreiches Programm, frische Ideen und Fullservice

Außerdem finden Sie unterschiedliche taktile Elemente in unserem Lieferprogramm, angefangen von Türschildern, Handlaufmarkierungen und Flucht- und Rettungswegplänen bis hin zu taktilen Plänen für innen und außen. Neben der Verbesserung von Orientierung und Mobilität durch elektronische Hilfsmittel (sogenannte Beacons) haben wir noch viele weitere Ideen für neue Produkte und barrierefreie Lösungen in unseren Köpfen. Bei inclusion hat der Kunde immer die Wahl: Entweder er übernimmt selbst das Verlegen der montagefreundlichen Elemente oder er beauftragt eines unserer Montageteams, das die Arbeiten fachgerecht nach geltenden Richtlinien und DIN-Normen ausführt.

Das Absichern von Treppen bleibt ein wichtiges Thema

Daneben haben wir uns intensiv mit dem Thema Sturzprävention an Treppen und Stufen beschäftigt, denn nach wie vor steigt die Zahl der Unfälle an Treppen mit tödlichem Ausgang. Dieses Problem betrifft alle Nutzerinnen und Nutzer von Treppen, besonders gefährdet sind aber blinde, sehbehin-derte und ältere Menschen. Unsere Eigenentwicklung, das L-Profil aus Desmopan®, trägt hoffentlich dazu bei, die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

inclusion e. K. wird zur inclusion AG

Damit wir auch in Zukunft erfolgreich agieren können, werde ich die Einzelunternehmung in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Ein Börsengang bzw. der Verkauf von Anteilen ist dabei nicht vorgesehen. Für Sie ändert sich nichts: Anschrift und Bankverbindung bleiben erhalten; unsere bekannten Ansprechpartner sind auch künftig für Sie da.

inclusion AG (Aktiengesellschaft), Kölner Straße 101-107, 50389 Wesseling (bei Bonn), Handelsregister: HRB 88472, Amtsgericht Köln

Sollten Sie im Zusammenhang mit der Umwandlung Fragen haben, zögern Sie nicht mich anzusprechen. Noch lieber unterstützen wir Sie natürlich bei Ihren Fragen und Problemen zum Thema Barrierefreiheit. Wenn Sie uns etwas mitteilen möchten – Anregungen, Lob oder auch Kritik – schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg in eine barrierefreie Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Georg, Vorstandsvorsitzender der inclusion AG

 

Aktuelles

15.02.2016, Bonn/Moers

Thementag „Barrierefreiheit und Lösungen“

inclusion lädt gemeinsam mit seinen Partnern Eukoba und ESE International zum Thementag „Barrierefreiheit und Lösungen“ ein. Der Name ist Programm: An diesem Tag soll es darum gehen, Lösungen zur vorzustellen, die dabei helfen, die Barrierefreiheit zu verbessern. Die Referenten verfügen allesamt über eine jahrelange Expertise in den jeweiligen Fachbereichen.

 

 

 

 

 

Termin: 16. März 2016. Veranstaltungsort ist das Van der Valk-Hotel in Moers, Krefelder Strasse 169, 47447 Moers. Das Gelände befindet sich direkt am Autobahnkreuz A57/A40.

Die Referenten:

• Markus Georg, Geschäftsführer inclusion, zum Thema: «Barrierefreie Treppen»

Patrick Dohmen, Vorsitzender EUKOBA e. V., Euregio Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit, Mitglied im Fachausschuss Barrierefreiheit (Inklusionsbeirat der Bundesregierung), Titel seines Vortrags: «Barrierefreiheit – neu denken»,

• Frank Hanssen, Account Manager Deutschland für ESE International, Spezialist für Sicherheit und Arbeitsschutz berichtet von Maßnahmen zur «Evakuierung im Notfall»

Sie haben im Anschluss an die Veranstaltung die Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. In der Mittagspause steht ein Imbiss bereit. Den genauen Ablauf entnehmen Sie bitte der Programminformation. Sie erleichtern uns die Vorbereitungen, indem Sie das Anmeldeformular bis zum 09. März an uns zurückschicken. Ihre Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

Barrierefreiheit und Sicherheit gehen Hand in Hand (Foto: CBM).

 

Aktuelles

Umfrage zeigt, Deutsche wollen Barrierefreiheit

Veröffentlicht am Donnerstag, 28.01.2016 von Ottmar Miles-Paul

Bonn (kobinet) 77 Prozent der Deutschen halten Barrierefreiheit für äußerst wichtig oder wichtig. Und ebenfalls 77 Prozent sind für strengere gesetzliche Vorgaben, um Barrieren nachhaltig abzubauen. Das zeigt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Aktion Mensch.

Barrierefreiheit bedeutet, dass Räumlichkeiten, Medien oder Einrichtungen von jedem Menschen ohne fremde Hilfe aufgefunden und benutzt werden können. “Für uns ist das ein sehr positives Teilergebnis”, freut sich Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. “Denn Barrierefreiheit ist schon lange ein wichtiges Anliegen der Aktion Mensch. Wir alle stoßen noch viel zu oft auf Barrieren, die bestimmte Personengruppen ausschließen.”

In welchen Bereichen steckt das größte Potenzial zum Abbau von Barrieren? Hier sind sich die Befragten größtenteils einig: 83 Prozent sind der Meinung, dass es besonders wichtig ist, das Bewusstsein für Barrieren in der Bevölkerung zu stärken. Strengere gesetzliche Vorgaben halten 77 Prozent der Befragten für wichtig, um Barrieren nachhaltig abzubauen. In digitalen Innovationen wie Apps oder spezieller Software sehen immer noch 62 Prozent der Deutschen Potenzial für den Abbau von realen Barrieren. Dieser Wert ist unter den befragten Personen mit Behinderung zum Teil deutlich höher. So sehen beispielsweise 78 Prozent der befragten RollstuhlnutzerInnen in digitalen Innovationen einen sinnvollen Lösungsansatz. Ihnen stehen bereits viele erfolgreiche Angebote wie zum Beispiel die Online-Karte Wheelmap.org zum Suchen, Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte zur Verfügung.

Digitale Hilfsmittel helfen auch nach Informationen der Aktion Mensch, die Integration von Flüchtlingen in Deutschland zu unterstützen. So entwickelt das Bundesbildungsministerium derzeit gemeinsam mit dem Volkshochschulverband unter anderem Apps für Smartphones, mit denen auf die Lernplattform “ich-will-deutsch-lernen.de” zugegriffen werden kann.

Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar ist der Meinung: “In digitalen Lösungen steckt großes Potenzial zum Abbau von Barrieren.” Deshalb will die Aktion Mensch mit dem Schwerpunktthema Barrierefreiheit in diesem Jahr dazu beitragen, bereits vorhandene Angebote bekannter zu machen. Darüber hinaus sollen Projekte und Aktionen zeigen, wie viele innovative Möglichkeiten es gibt, um Barrieren in allen Lebensbereichen zu überwinden. Mit zusätzlich bereitgestellten Fördergeldern sollen künftig alle Formen von Behinderungen schon bei der Planung mitgedacht werden. Eine solche umfassende Barrierefreiheit soll Inklusion in der Gesellschaft vorantreiben.

Über die Umfrage
Die Aktion Mensch hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov insgesamt 2.000 Personen ab 18 Jahren, bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht, Region und Wahlverhalten sowie mit und ohne Behinderung befragt, unter ihnen auch 52 Personen, die einen Rollstuhl nutzen. Die unabhängige Online-Befragung wurde im Januar 2016 durchgeführt.

Den Artikel finden Sie auch unter:

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/33008/Umfrage-zeigt-Deutsche-wollen-Barrierefreiheit.htm